30|05|17

Interdisziplinäres Wirbelsäulenzentrum am Universitätsklinikum Ulm

Von: Maria Delles

Noch bessere Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule unter einem Dach

Bestens versorgt: Interdisziplinäres Wirbelsäulenzentrum am Universitätsklinikum Ulm (Universitätsklinikum Ulm)

Bestens versorgt: Interdisziplinäres Wirbelsäulenzentrum am Universitätsklinikum Ulm (Universitätsklinikum Ulm)

Die Wirbelsäule ist ein komplexes Konstrukt. Sie stützt den gesamten Körper und macht den aufrechten Gang erst möglich. Außerdem befindet sich im Wirbelkanal das Rückenmark und damit Teile des zentralen Nervensystems. Durch diese zentrale Rolle ist bei Beschwerden und Verletzungen an der Wirbelsäule die Zusammenarbeit verschiedener ärztlicher Fachbereiche für Diagnose und Therapie häufig unersetzlich. Das interdisziplinäre Wirbelsäulenzentrum am Universitätsklinikum Ulm trägt dieser Besonderheit Rechnung und soll in Zukunft die Versorgung von Patienten noch weiter verbessern.

Durch die Zusammenarbeit von Neurochirurgie, Unfallchirurgie, der Sektion Schmerztherapie und der Psychosomatik stellt das interdisziplinäre Wirbelsäulenzentrum die kompetente Versorgung unter einem Dach sicher. „Natürlich ist der Austausch der Fachabteilungen bereits jetzt Alltag und die Versorgung unserer Patienten sehr gut. Durch die Gründung des Zentrums werden die Kompetenzen des Universitätsklinikums noch besser gebündelt und die interdisziplinäre Zusammenarbeit vertieft“, so Professor Florian Gebhard, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Klinik für Unfall-, Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Ulm. Für die Patienten bedeutet das Wirbelsäulenzentrum in erster Linie kürzere Wege und klare Strukturen durch eine zentrale Anlaufstelle.
„Viele Patienten, die zu uns kommen, haben schon mehre Ärzte konsultiert und eine Odyssee von Diagnosen hinter sich“, erklärt Prof. Dr. med. Christian Rainer Wirtz, Ärztlicher Direktor der Klinik für Neurochirurgie. In Zukunft sollen im Rahmen eines Wirbelsäulenboards Fälle gemeinsam besprochen werden. „Die zentrale Frage lautet immer: Woher kommen die Beschwerden?“ erklärt PD Dr. med. Peter Steffen, Sektionsleiter der Schmerztherapie. “Wenn das bekannt ist, können wir in Absprache mit allen Beteiligten die optimale Therapie für jeden Patienten erarbeiten.“ Da Beschwerden nicht immer nur rein körperliche Ursachen haben, ist auch die Beteiligung der Psychosomatik unter der Leitung von Prof. Dr. Harald Gündel, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, wichtig.

Durch das Wirbelsäulenzentrum wird außerdem ein Zweitmeinungsmanagement am Universitätsklinikum Ulm etabliert. Steht eine Operation zur Diskussionen, klären die Fachbereiche gemeinsam, ob dies aus Sicht aller Experten der beste Weg ist oder alternative Therapien in Frage kommen. „Wird an der Wirbelsäule zu viel operiert? Diese Frage wird immer wieder diskutiert. Ein Zweitmeinungsverfahren für Wirbelsäulenchirurgische Eingriffe wird in Zukunft vermutlich Standard, das Universitätsklinikum Ulm möchte dies seinen Patienten jetzt schon anbieten“, so Prof. Dr. Udo X. Kaisers, der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Ulm.


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