20|04|17

„Rudern gegen Krebs“ geht in die vierte Runde

Von: Stephanie Otto (Maria Delles)

Unterstützer und Sponsoren für die 4. Benefiz-Regatta auf der Donau gesucht

Die Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ geht in die vierte Runde. (Foto: Universitätsklinikum Ulm)

Unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Ulm, Gunter Czisch, startet am Sonntag, 25. Juni 2017, die vierte Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ auf der Donau. Initiator und Veranstalter ist die Stiftung Leben mit Krebs in bewährter Kooperation mit der Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin am Universitätsklinikum Ulm und dem Ulmer Ruderclub Donau e. V.. Bereits am 27. April starten die Patientinnen und Patienten offiziell mit dem Vorbereitungstraining für die Teilnahme an der Regatta. Der Erlös der Veranstaltung geht an das Projekt „Sport und Krebs“ und soll sowohl betroffenen Kindern und Jugendlichen als auch betroffenen Erwachsenen die Teilnahme an ambulanten und stationären Sporttherapien ermöglichen.

 

„Es gibt kein Medikament, welches gleichzeitig auf so vielen Ebenen wirkt wie Sport und Bewegung und welches am Ende auch noch ein Lächeln eines jeden Teilnehmers hervorbringt."

 

Die Stiftung Leben mit Krebs unterstützt gemeinsam mit dem Comprehensive Cancer Center (CCCU) des Ulmer Universitätsklinikums das Projekt „Sport und Krebs“. Das Projekt beinhaltet individualisierte Sport- und Bewegungsangebote wie beispielsweise Herzkreislauftraining oder allgemeine Kräftigungsübungen. Hinzu kommen indikationsspezifische Angebote, die sich an Patientinnen und Patienten mit besonderen Einschränkungen und Beschwerden richten. „Es gibt kein Medikament, welches gleichzeitig auf so vielen Ebenen wirkt wie Sport und Bewegung und welches am Ende auch noch ein Lächeln eines jeden Teilnehmers hervorbringt. Bevor sich sowohl Patienten als auch andere engagierte Teilnehmer auf spannende Rennen freuen können, bedarf es im Vorfeld noch einiger Trainingseinheiten“, erläutert Dipl.-Sportwissenschaftlerin und Ansprechpartnerin Stephanie Otto, die mit ihrer langjährigen Erfahrung das Projekt Sport und Krebs leitet.

 

Eine Sporttherapie nach Krebs sollte schon während der medizinischen Therapie oder auch bereits vor einer geplanten Operation bzw. Transplantation erfolgen, um so die Betroffenen gut auf die bevorstehenden Belastungen vorzubereiten. „In etlichen Studien konnte der Wert von Sport und körperlicher Aktivität belegt werden. Auch an unserer Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin werden die Sportprogramme wissenschaftlich begleitet“, sagt Prof. Dr. Steinacker, Leiter der Ulmer Sport- und Rehabilitationsmedizin und selbst Teilnehmer an der Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ in Ulm.

 

„Rudern gegen Krebs“ ist ein Erfolgskonzept. Bereits seit 2005 wird diese von der Stiftung Leben mit Krebs getragene Idee unter Einbindung von lokalen Rudervereinen und onkologischen Therapieeinrichtungen erfolgreich in ganz Deutschland umgesetzt. Bisher haben 81 Regatten an 23 Standorten mit mehr als 20.000 Teilnehmern stattgefunden.

 

Das breite Engagement symbolisiert, dass die moderne Krebsbehandlung auch eine Teamleistung ist.

 

Ruderteams aus Wirtschaft und Gesellschaft, Klinikpersonal, aber auch Betroffene steigen für den guten Zweck gemeinsam ins Boot. Das breite Engagement symbolisiert, dass die moderne Krebsbehandlung auch eine Teamleistung ist. Mit den Erlösen der Veranstaltung (Startgebühren, Spenden, Sponsoring) werden unter anderem Sporttherapeuten finanziert, die gezielt Sportprogramme für Krebspatienten im Kinder- und Erwachsenenbereich anbieten. „Krebspatienten profitieren gleich doppelt von den Regatten „Rudern gegen Krebs“, sagt Klaus Schrott, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Leben mit Krebs. „Bei den Regatten, darunter auch in Ulm, rudern meist zahlreiche Erkrankte mit und zeigen damit, dass Sport auch bei fortgeschrittener Erkrankung und unter Therapie möglich ist und eine Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit zur Folge haben kann. Damit machen sie auch anderen Betroffenen Mut. Außerdem fließen die Erlöse und Spendengelder der Regatten in lokale Förderprojekte, wie in das Bewegungsprogramm in Ulm. So können beispielsweise Sporttherapeuten finanziert werden, die Krebspatienten nach individuellen Faktoren trainieren.“

 

„Besonders freut uns, dass sich der Ulmer Ruderclub mit dem über jedes Maß engagierten Organisationsteam wieder bereit erklärt hat, die Regatta auszurichten. Das bedeutet nicht nur am Tag der Regatta über hundert freiwillige Helfer bereit zu stellen, es müssen sich auch etliche erfahrene Ruderer als Paten für die Ausbildung der meist unerfahrenen Teilnehmer-Teams, welche in jeweils vier Trainingseinheiten auf das Ereignis vorbereitet werden, zur Verfügung stellen. Allein die Planung der Trainings wird dabei zur Herausforderung. Dabei steht der Spaß an der Sache immer im Vordergrund“, bekräftigt Professor Steinacker.

 

 

Weitere Informationen:
Im Internet sind weitere Informationen unter www.rudern-gegen-krebs.de zu finden.

 

Das erste Patienten-Rudertraining (Trainingsauftakt) findet am Donnerstag, 27. April, von 14 bis 16:00 Uhr im Ulmer Ruderclub Donau e. V. (Bootshausstr. 17, 89231 Neu-Ulm) statt.

 

Die Regatta wird dann am Sonntag, 25. Juni, auf der Donau am Ulmer Volksfestplatz veranstaltet.

Interessierte, die mitrudern möchten, können sich hier anmelden: http://rgk-ulm.rudernonline.de/


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