03|04|17

Tradition ade!

Von: Daniela Stang

Girls‘ und Boys‘ Day öffnen Zukunftschancen

Programmier-Workshop für Mädchen (Foto: Eberhardt/kiz)

Programmier-Workshop für Mädchen (Foto: Eberhardt/kiz)

Mädchen spielen mit Puppen und Jungs mit Bagger. Klischees, die heute so nicht mehr zeitgemäß sind. Bei der Berufswahl sind Jugendliche aber weiter traditionell und entscheiden sich oft für einen typischen „Frauen-„ oder „Männerberuf“, wie Erzieherin oder Automechaniker. Genau das wollen Girls‘ und Boys‘ Day ändern und Berufe und Studienfächer vorstellen, in denen jeweils ein Geschlecht noch unterrepräsentiert ist. Auch die Universität Ulm und das Universitätsklinikum ermöglichen am Donnerstag, den 27. April, von 8:00 bis 13:00 Uhr Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 bis 12 neue Berufe und Studienmöglichkeiten kennenzulernen.

 

Mädchen können unter anderem bei einem Workshop an der Uni Ulm mit den „WissenSchaffer" vom Institut für Medieninformatik einen eigenen „Fernsehausknipser“ löten oder am Kommunikations- und Informationszentrum eine App programmieren. Über Chemie und Kunststoffe informiert eine Veranstaltung des Instituts für Organische Chemie III zum Beruf der Polymerchemikerin. Am Ulmer Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen erfahren die interessierten Girls, was menschliche Knochen mit Mathe zu tun haben, und in der wissenschaftlichen Werkstatt Feinwerktechnik gibt es Spannendes über die Ausbildungsberufe in den Bereichen Glasbläserei, Tischlerei und Mechanik zu erfahren. Am Universitätsklinikum können Mädchen Einblicke in die Arbeit einer Chirurgin gewinnen oder die vielfältigen Aufgaben einer Informatikerin in einem großen Unternehmen kennenlernen. Außerdem können die Schülerinnen hautnah erfahren, was eine Wissenschaftlerin macht und wie man diesen Beruf ergreifen kann.

 

Für Jungs gibt es am Universitätsklinikum Ulm die Möglichkeit in Gesundheitsberufe hineinzuschnuppern. Zum Beispiel können sie Blutbilder erstellen, färben und anschauen und so mehr über die Aufgaben eines Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten (MTLA) lernen. Bei Demonstrationen und Versuchen in der Neuropsychologie geht es um Emotionen und um deren Verarbeitung im menschlichen Gehirn. Vorgestellt werden pflegerische, medizinisch-technische und therapeutische Berufe sowohl in dualer Ausbildung als auch mit einem akademischen Abschluss.

 

„Wir wollen am Girls‘ und Boys‘ Day nicht nur die Studienangebote der Universität vorstellen, sondern auch zeigen, dass es hier zahlreiche, sehr abwechslungsreiche Ausbildungsplätze gibt“, betont die Organisatorin Dr. Annette Wettstein vom Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW). Unterstützt wird das ZAWiW bei der Durchführung des Zukunftstags von der Gleichstellungsbeauftragten der Universität und der Beauftragten für Chancengleichheit des Universitätsklinikums. „Ich wünsche mir neugierige Schülerinnen und Schüler, die von den Schulen ermutigt werden, am Girls‘ und Boys‘ Day Unbekanntes und Neues kennenzulernen“, so Dr. Wettstein weiter.

Insgesamt stehen am 27. April an der Universität und dem Universitätsklinikum Ulm rund 130 Plätze für Jungen und Mädchen zur Verfügung. Der Anmeldeschluss für die einzelnen Veranstaltungen ist der 13. April.

Deutschlandweit gibt es den Girls‘ Day seit 2001. Seitdem wurden für Mädchen mehr als 117 000 Veranstaltungen mit etwa 1,7 Millionen Plätzen angeboten. Seit 2011 ergänzt der Boys‘ Day das Angebot zur geschlechtersensiblen Berufs- und Studienwahl – mit bisher rund 31 000 Berufserkundungen und 190 000 Teilnehmer.

Anmeldung und Informationen zum Girls‘ und Boys‘ Day mit dem „Angebots-Radar“:
www.girls-day.de,
www.boys-day.de

Alle Angebote der Uni Ulm auf einen Blick: http://t1p.de/girls-day

Das Angebot des Universitätsklinikums finden Sie im Anhang.

Weitere Informationen: Dr. Annette Wettstein, ZAWiW, Tel. 0731-50-26620, annette.wettstein[at]uni-ulm.de und Barbara Klingler-Volswinkler, Tel.: 0731-500-43027, barbara.klingler-volswinkler[at]uniklinik-ulm.de


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