14|07|17

Unverzichtbar für die Region

Von: Marieke Ehlen

10 Jahre Comprehensive Cancer Center Ulm

(v. l.) Prof. Dr. Thomas Wirth (Dekan der Medizinischen Fakultät), Prof. Dr. Klaus-Michael Debatin (Ärztliche Direktor der Kinderklinik), Ronja Kemmer (Bundestagsabgeordnete Wahlkreisbüro Ulm (CDU)), Prof. Dr.-Ing. Michael Weber (Präsident der Universität Ulm), Hermann Gröhe (Bundesminister für Gesundheit (CDU)), Hilde Mattheis (Gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion), Prof. Dr. Hartmut Döhner (Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Ulm, Sprecher des CCCU) (Quelle: CCCU/Andreas Brücken)

(v. l.) Prof. Dr. Thomas Wirth (Dekan der Medizinischen Fakultät), Prof. Dr. Klaus-Michael Debatin (Ärztliche Direktor der Kinderklinik), Ronja Kemmer (Bundestagsabgeordnete Wahlkreisbüro Ulm (CDU)), Prof. Dr.-Ing. Michael Weber (Präsident der Universität Ulm), Hermann Gröhe (Bundesminister für Gesundheit (CDU)), Hilde Mattheis (Gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion), Prof. Dr. Hartmut Döhner (Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Ulm, Sprecher des CCCU) (Quelle: CCCU/Andreas Brücken)

Vom Ruf nach einer besseren, flächendeckenderen Krebspatientenversorgung zum anerkannten Spitzenzentrum in zehn Jahren. Kürzlich feierte das Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU) sein Jubiläum mit einem Symposium, bei dem die prominenten Referenten vor allem eines betonten: Binnen weniger Jahre ist das CCCU zu einem der wichtigsten Stützpfeiler in der onkologischen Versorgung der Region geworden.

Glücksfall, Aushängeschild, Erfolgskonzept, Innovationsmotor – Mit diesen und weiteren Begriffen beschrieben die Referenten das Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU) – Tumorzentrum Alb-Allgäu-Bodensee beim Festakt anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums. Prominente Referenten und Grußwortgeber, darunter Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und der Vorstand der Deutschen Krebshilfe, Dr. Franz Kohlhuber, hoben die Leistungen und Erfolge des Spitzenzentrums hervor und rückten es an seinen zentralen Platz in der qualitativ hochwertigen Versorgung von Krebserkrankten.

Ausgehend von einer schlechten Versorgungsqualität für Krebspatienten in Deutschland wurden Anfang der 2000er Jahre Rufe nach Leitlinien und Qualitätssicherung laut – woraufhin Krebszentren wie das CCCU gegründet wurden. „Die Arbeit, die am CCCU geleistet wird, bringt den Patientinnen und Patienten einen konkreten Mehrwert“, sagte Professor Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums, in seinem Grußwort. „Dort funktioniert Universitätsmedizin besonders gut, denn es werden in sinnvoller Weise Erkenntnisse aus der Wissenschaft in die Krankenversorgung übersetzt.“ Dieser Meinung schloss sich auch Dr. Franz Kohlhuber, Vorstand der Deutschen Krebshilfe, an. Er betonte, dass Krebszentren wie das CCCU erheblich zur Verbesserung der Krebspatientenversorgung beigetragen haben. Seit dem Start der Initiative habe die Deutsche Krebshilfe, die sich ausschließlich aus Spenden finanziert, 105 Millionen Euro in das Krebszentren-Programm investiert. Aber jeder Euro vor Ort hebele weitere Investitionen, so Kohlhuber.

Und die Qualitätsverbesserung dieser Versorgung steht bis heute nicht still. „Um die Patientenversorgung noch weiter zu verbessern, wollen wir beide Standorte des CCCU am Oberen Eselsberg vereinen. Wir möchten ein Eingangsportal für unsere Krebspatienten schaffen, in dem alle interdisziplinären Einrichtungen eines Comprehensive Cancer Center wie Hochschulambulanz, ambulante Chemotherapieeinheit, Phase 1-Studieneinheit, Studienzentrum, Konferenzräume für Tumorboards unter einem Dach und für die Patienten direkt und einfach zugänglich sind“, erläuterte Professor Hartmut Döhner, Sprecher des CCCU und Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin III. An das Tumorzentrum kommen Menschen aus einem Umkreis von bis zu 120 Kilometern.

„Fortschritt muss unser Ziel sein“, forderte auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Dieser könne nur durch Wissensaustausch stattfinden, anders könne beispielsweise die Qualität der Versorgung nicht gesteigert oder die Früherkennung von Krebserkrankungen nicht verbessert werden. Dabei würden Tumorzentren eine essentielle Rolle spielen, denn die dort in klinischen Krebsregistern gesammelten Daten, seien für ein Verstehen der Krebserkrankungen und die Optimierung der Therapien wichtig und nötig.

Dass das CCCU für die Region vom Allgäu bis zum Bodensee unverzichtbar ist, unterstrich auch Ralf Rambach. Der Vorsitzende des ‚Haus der Krebs-Selbsthilfe-Bundesverbands‘ und Mitglied des Vorstands des CCCU lernte die Bedeutung und Leistungsfähigkeit des Tumorzentrums selbst als Krebspatient kennen. „Die zehn erfolgreichen Jahres des CCCU betrachte wir als Bestätigung und zugleich als Aufgabe“, resümierte Professor Kaisers. „Die bisherige Arbeit soll auch in Zukunft mit hohem wissenschaftlichem Output und gelungener Translation in die Versorgung fortgeführt werden.“

 

Über das CCCU
Das Comprehensive Cancer Center Ulm – Tumorzentrum Alb-Allgäu-Bodensee wird fast durchgängig seit 2009 von der Deutschen Krebshilfe als „Onkologisches Spitzenzentrum“ gefördert. Deutschlandweit gibt es nur 14 solcher Zentren, die die fächerübergreifende, bestmögliche Versorgung von Krebspatienten nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft anbieten.


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