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01|12|14

Erneute Auszeichnung als „Onkologisches Spitzenzentrum“ für Ulmer Tumorzentrum

Von: Jörg Portius

CCCU ist eines von nur 13 deutschen Spitzenzentren

Von links (1.) Prof. Dr. Peter Möller, Prof. Dr. Hartmut Döhner, Prof. Dr. Thomas Seufferlein und Prof. Dr. Jens Huober. (Foto: Universitätsklinikum Ulm)

Die Deutsche Krebshilfe hat das Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU) erneut als „Onkologisches Spitzenzentrum“ ausgezeichnet. Eine internationale Gutachterkommission bestätigte damit die hohe Qualität der fächerübergreifenden Versorgung von Krebspatienten sowie die herausragende Krebsforschung und eröffnet mit der erneuten Förderung weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Das CCCU erhält für 2015 zunächst 750.000 Euro, im Falle einer erfolgreichen Zwischenbegutachtung erfolgt dann die Förderung über insgesamt vier Jahre mit einer Fördersumme von 3.0 Mio. Euro. Danach ist – wie bei allen geförderten Spitzenzentren – eine erneute Bewerbung erforderlich. Am Integrativen Tumorzentrum des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät werden jährlich mehr als 10.000 Krebspatienten nach medizinischen Leitlinien fächerübergreifend in einem umfassenden Netzwerk betreut.

 

Neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen

„Wir freuen uns, dass die Deutsche Krebshilfe die qualitativ hochwertige und innovative Versorgung unserer Patienten sowie die exzellente Krebsforschung im CCCU erneut positiv bewertet hat. Dies ist für uns Auszeichnung und Ansporn zugleich“, erklärt Prof. Dr. Hartmut Döhner, Sprecher des CCCU und Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin III. „Damit können wir unser Ziel, die Krebspatienten in der Region mit der für sie individuell am besten geeigneten Therapie zu versorgen und ihnen neue Behandlungsmöglichkeiten zu eröffnen, weiter konsequent verfolgen“, so Döhner.

Am CCCU wird für jeden Patienten von einem fächerübergreifenden Ärzteteam die individuell beste Therapie ausgearbeitet und nach medizinischen Leitlinien und verbindlichen Behandlungsstandards durchgeführt, in den die niedergelassenen Haus- und Fachärzte auf Wunsch einbezogen werden. „Die medizinische Versorgung ist am CCCU zudem eng mit der Forschung verbunden. So können wir Patienten früh mit innovativen Therapien unter Einsatz von neuesten Krebsmedikamenten behandeln“, sagt Prof. Dr. Thomas Seufferlein, Stellvertretender Sprecher des CCCU und Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin I. „Ein wichtiger Meilenstein in der letzten Förderperiode war beispielsweise der Aufbau einer Gewebebank, einer sogenannten Biobank, eine wertvolle Ressource für die Forschungsaktivitäten am CCCU“, so Prof. Dr. Peter Möller, Leiter der CCCU-Biobank sowie Ärztlicher Direktor des Instituts für Pathologie.

 

Kooperationsvereinbarungen mit Krebsspezialisten

Psychosoziale Angebote, sportmedizinische Rehabilitation und die intensive Zusammenarbeit mit Pflege- und Palliativeinrichtungen, Selbsthilfegruppen sowie umliegenden Krankenhäusern und Schwerpunktpraxen ergänzen die medizinische Versorgung im ambulanten und stationären Bereich. „Wir haben in den vergangenen Jahren ein umfassendes Netzwerk aufgebaut, das Tumorpatienten und ihren Angehörigen in der Region vielfältige Unterstützung bietet. Daran wollen wir weiter arbeiten“, betont Prof. Dr. Jens Huober, Sekretär des CCCU und Leiter der Sektion Konservative Gynäkologische Onkologie in der Frauenklinik. Wir haben mittlerweile 73 Kooperationsvereinbarungen mit Krebsspezialisten in einem Radius von mehr als 100 km um Ulm/Neu-Ulm geschlossen, was die sektorenübergreifende, qualitativ hochwertige Versorgung unserer Patienten gewährleistet“, so Huober.

Die Deutsche Krebshilfe zeichnete das 2006 gegründete CCCU bereits 2009 erstmals als Onkologisches Spitzenzentrum aus, ein internationales Gremium von Krebsspezialisten aus den USA, England, Schweden, Schweiz und Deutschland begutachtete nun erneut turnusgemäß die Arbeit am Ulmer Tumorzentrum. Ziel des Förderprogramms der Deutschen Krebshilfe ist die deutschlandweite Verbesserung der Versorgung von Krebspatienten.

Das CCCU ist zudem von der Deutschen Krebsgesellschaft als „Onkologisches Zentrum“ zertifiziert. Bei diesem Gütesiegel steht u. a. die Überprüfung von Strukturen und Abläufen im Vordergrund, die für die Behandlungsqualität eine wichtige Rolle spielen.

 

Die unten angehängten Fotos zeigen von links (1.) Prof. Dr. Peter Möller, Prof. Dr. Hartmut Döhner, Prof. Dr. Thomas Seufferlein und Prof. Dr. Jens Huober.

(2.) Gemeinsam besprechen Ärzte verschiedener Fachrichtungen am CCCU die beste Therapie für jeden einzelnen Patienten. (Fotos: Universitätsklinikum Ulm)

Fotos und Grafiken sind nur für die Presseberichterstattung über das in dieser Information mitgeteilte Ereignis freigegeben.

 


 

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