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26|03|10

"Neue Chancen für jüngere und ältere Beschäftigte"

Von: Jörg Portius

Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) erhält "Weiterbildungs-Innovations-Preis 2010"

BIBB-Präsident Manfred Kremer, Dipl.-Psychologin Dorothee Reiners vom ZNL, Dr. Josephine Hofmann, vom ebenfalls ausgezeichneten Fraunhofer Institut, und Barbara Sommer, Ministerin für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen (v.l.n.r.).

BIBB-Präsident Manfred Kremer, Dipl.-Psychologin Dorothee Reiners vom ZNL, Dr. Josephine Hofmann, vom ebenfalls ausgezeichneten Fraunhofer Institut, und Barbara Sommer, Ministerin für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen (v.l.n.r.).

Für das Projekt „länger leben. länger arbeiten. länger lernen. – Neue Chancen für jüngere und ältere Beschäftigte“ erhielt das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Spitzer in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation den „Weiterbildungs-Innovations-Preis 2010“ (WIP) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Der Preis wurde auf der Bildungsmesse didacta in Köln verliehen.

 

Zukunftsweisende Projekte

Mit dem WIP würdigt das BIBB in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal zukunftsweisende Projekte und Initiativen, die sich mit ihren innovativen Ansätzen um die berufliche und betriebliche Weiterbildung verdient gemacht haben. Aus rund 200 Einsendungen wurden insgesamt sechs Projekte ausgewählt und prämiert. Die beiden Ulmer Diplompsychologinnen Dorothee Reiners und Agnes Bauer erstellten und implementierten in ihrem ausgezeichneten Projekt ein Konzept zum lebenslangen Lernen in produzierenden Unternehmen. Das ganzheitliche Konzept umfasst drei Ansatzpunkte: In zielgruppenadäquaten Weiterbildungsformaten wurde Mitarbeitern ihr eigenes Lernen nähergebracht. Führungskräfte wurden darin geschult, das Lernen der Mitarbeiter zu forcieren und professionell zu unterstützen. Außerdem wurden Produktionssysteme auf ihre Lernhaltigkeit hin untersucht. 

 

Verantwortung nicht einfach abgeben

„Aus der neuropsychologischen Grundlagenforschung ist bekannt, dass das Gehirn ein Berufsleben lang veränderbar ist. Das ist die gute Nachricht. Es ist aber auch wichtig zu wissen, dass dies in hohem Maße von den Anforderungen in der Arbeit und der individuellen Lernbiographie beeinflusst wird“, sagt Dorothee Reiners, die in der Domstadt den Preis von Barbara Sommer, Ministerin für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen, überreicht bekam.

„Mitarbeiter müssen im Arbeitsalltag die Chance und die Notwendigkeit erleben, Neues zu lernen. Der Arbeitsplatz muss ausreichend Lerngelegenheiten bieten. Ein gutes Beispiel für eine derartige Lerngelegenheit ist eine Produktionsstraße, in der Mitarbeiter am Band für fehlerhafte Produktionsprozesse mitverantwortlich sind: Sie geben ihre Verantwortung also nicht einfach ab, indem sie beispielsweise ihr fehlerhaftes Teil einfach unter ,Ausschuss’ ablegen, sondern werden aufgefordert, sich aktiv am Problemlösungsprozess zu beteiligen. So wird informelles Lernen gefördert, das im Ergebnis Arbeitnehmern und Arbeitgebern zugute kommt“, erläutert die Dipl.-Psychologin.

Fazit: Lebenslanges Lernen in der Arbeit kann funktionieren, die wesentlichen Ansatzpunkte dafür wurden identifiziert und erste Umsetzungsmöglichkeiten generiert.

 

Das Foto zeigt BIBB-Präsident Manfred Kremer, Dipl.-Psychologin Dorothee Reiners vom ZNL, Dr. Josephine Hofmann, vom ebenfalls ausgezeichneten Fraunhofer Institut, und Barbara Sommer, Ministerin für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen (v.l.n.r.).

Fotos und Grafiken sind nur für die Presseberichterstattung über das in dieser Information mitgeteilte Ereignis freigegeben.

 


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