Klinikseelsorge

Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft. (Psalm 138,3)

 

Seelsorgliche Begleitung von Patienten und Angehörigen

Menschen werden durch die Diagnose einer schweren Krankheit in der eigenen Lebenssicht verunsichert. Sie fühlen sich durch die Krankheit seelisch verletzlich. Viele Menschen haben in Krisen erkannt, wie brüchig das Leben ist, aber auch wie kostbar. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger bieten den Patienten und ihren Angehörigen die Möglichkeit, ausführlich zur Sprache zu bringen, was ihnen auf der Seele liegt, z. B.:

  • Ich war ein positiv zum Leben eingestellter Mensch, und nun zweifle ich. Kann ich der, der ich sein möchte, wieder werden?
  • Wie kann ich meine Krankheit als ein Teil meines Lebens annehmen lernen?
  • Ich finde das nicht gerecht. Kommt nun Schlag auf Schlag? Warum lässt Gott dies zu?
  • Ich habe ein schwieriges Verhältnis zu einem meiner Angehörigen. Wie kann ich mich versöhnen?

 

Trost des Evangeliums

Seelsorge kann nicht über Trost und Heilung von Menschen verfügen, aber ihr Auftrag ist, die Nähe Gottes und die stärkende, tröstende Kraft des Evangeliums Jesu Christi zu bezeugen:

  • Seelsorge bietet Raum und Zeit zur Begegnung. Gespräche unterliegen der Schweigepflicht.
  • Seelsorge unterstützt Menschen, indem sie ihrem Gegenüber hilft, die persönliche Lebenssituation aus neuen und anderen Blickwinkeln zu betrachten und zu deuten und neue Wege zu finden - gerade auch, aber nicht nur im Blick auf die spirituellen Quellen der christlichen Religion.
  • Seelsorge kann in Anspruch genommen werden von kranken Menschen und auch von Angehörigen.
  • Seelsorge stärkt Menschen durch Gebete, Segnungen, Gottesdienste, Feiern von Sakramenten.
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