

Suche

Klinikvorstand räumt Fehleinschätzungen ein
KOMMENTAR UNIKLINIK
Immerhin hat man offen miteinander geredet. Das ist das Positive der Personalversammlung an der Uniklinik, in der sich der Vorstand den Fragen und Ängsten der Mitarbeiter stellte. Die weitere Bilanz ist zwiespältig.
Stark steigende Kosten, bescheiden steigende Einnahmen: Nein, die Misere des deutschen Gesundheitswesens können die Ulmer Klinikchefs Reinhard Marre und Rainer Schoppik nicht lösen. An der Uniklinik auf Innovation und Umsatzwachstum zu setzen, um die Schere nicht weiter aufgehen zu lassen, ist daher ein richtiger Weg.
Blauäugig war es aber, sich Jahr für Jahr von optimistischen Wachstumserwartungen um die fünf Prozent leiten zu lassen. Das kann auf Dauer nicht funktionieren, das hat der Kaufmännische Direktor anständigerweise zugegeben. Nun senkt Schoppik die Prognose für 2012 stramm nach unten, um das 6,9-Millionen-Euro-Defizit auszugleichen. Der angepeilte Stellenabbau ist kein dramatischer. Ausbaden müssen es aber wieder die Beschäftigten, speziell befristete, von denen es an einer Uniklinik viele gibt. Diese qualifizierten Mitarbeiter zu halten, sollte oberstes Ziel der Klinikleitung sein. Wo sparen? Vielleicht bei externen Beratern. Oder beim Controlling, das so bombig nicht zu arbeiten scheint, wie das "plötzliche" Millionenloch zeigt.
Klar dürfte vor diesem Hintergrund aber auch sein, dass die aktuelle Verdi-Forderung nach 6,9 Prozent oder mindestens 250 Euro mehr Lohn pro Kopf zu hoch gegriffen ist.
(http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/KOMMENTAR-UNIKLINIK-Blauaeugige-Wachtumsprognosen;art4329,1400451)
Personalversammlung am 29.03.2012
Neuer Schaukasten 1/2012
Keine Artikel in dieser Ansicht.
