Vorbereitung eines Patienten zur Mobilisation aus dem Bett in einen Rollstuhl.

Harald Dreß, Krankenpfleger M/3a

Die Station 3a hat ein Größe von 22 Betten der Fachbereiche Nephrologie und Kardiologie.

Bei diesem Beispiel wird die Mobilisationsvorbereitung eines Kranken für die Mobilisation aus dem Bett in einen Rollstuhl vorgestellt. Der Kranke ist 80 Jahre alt und hatte vor ca. einer Woche einen Apoplex erlitten. Seitdem war er nicht mehr in der Lage selbstkontrollierte Bewegungen auszuführen. Er machte unkontrollierte Bewegungen mit beiden Beinen und Armen. Beide Beine sind ausgeprägt versteift. Auf Ansprache reagierte der Kranke mit dem Öffnen der Augen. Um den genauen Bewegungsstatus der Beine festzustellen machte ich im Bereich beider Knie leichte Drehbewegungen nach links und rechts. Dabei bestätigte sich meine Anfangsbeobachtung das beide Beine stark versteift und bewegungseingeschränkt sind.

Um eine Lockerung der Beine zu erreichen begann ich jedes einzelne Gelenk in allen Bewegungsebenen durchzubewegen beginnend von den Zehengelenken bis zum Hüftgelenk. Nachdem ich das Bein wie oben beschrieben durchbewegt hatte konnte ich eine Lockerung der Versteifung des linken Beines erkennen. Um einen Vergleich zwischen dem rechten und linken Bein zu haben machte ich noch einmal leichte Drehbewegungen im Kniebereich beider Beine. Es war für mich gut erkennbar daß das bereits Durchbewegte Bein deutlich lockerer war und der Auflagedruck auf der Matratze nicht mehr so stark war.

Danach führte ich erneut die bereits beschriebenen Gelenksbewegungen am anderen Bein durch. Auch hier war anschließend das Bein insgesamt deutlich lockerer. Jetzt mobilisierte ich den Kranken in mehreren kleinen Einzelschritten in den Rollstuhl Ich konnte die Durchbewegten Beine hilfreich zur Mobilisation einsetzen, wobei auch die unkontrollierten Bewegungen der Beine wesentlich weniger auftraten.

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