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Arbeitsgruppe Prof. Dr. Günter Speit

Comet Assay

Mutationsforschung

Zusammensetzung der Arbeitsgruppe:

Prof. Dr. Günter Speit
Petra Schütz
Regina Linsenmeyer
Dipl. Biol. Stefanie Kühner
Dipl. Troph. Christine Leibiger
Alexandra Ulrich
Anna Grecksch
Giang Duong

Günter Speit ist Präsident der Europäischen Umwelt-Mutagenitätsgesellschaft (EEMS

und Senior Editor von MUTAGENESIS

Ein aktueller Schwerpunkt der Forschung beschäftigt sich mit den Mechanismen der genotoxischen / mutagenen Wirkung von Formaldehyd. Es wird die Induktion, Persistenz und Reparatur von Formaldehyd-induzierten DNA-Protein Crosslinks (DPX) in verschiedenen Zelltypen untersucht. Es soll geklärt werden, unter welchen Bedingungen sich diese primären DNA-Schäden als Mutationen manifestieren können und welche Bedeutung die Mutagenität von Formaldehyd für die Kanzerogenese hat. Außerdem werden Zusammenhänge zwischen der Induktion von DNA-Schäden und DNA-Reparatur durch Formaldehyd und Veränderungen in der Expression von Genen untersucht. Im Hinblick auf das Krebsrisiko für den Menschen wird an verschiedenen Personengruppen untersucht, ob es Unterschiede in der genetischen Suszeptibilität gegenüber Formaldehyd-induzierten DNA-Schäden gibt.

Ein weiteres Projekt betrifft Veränderungen in der Häufigkeit von DNA-Schäden und der DNA-Reparaturkapazität in Abhängigkeit vom Alter. In Zellkulturexperimenten mit menschlichen Zellen wird untersucht, ob alters-abhängige Veränderungen in der DNA-Reparaturkapazität zu einer verstärkten Ausbildung von spontanen und mutagen-induzierten DNA-Schäden führen und das Risiko für Mutationen und Krebs erhöhen. Mittels Genexpressions-Analysen sollen Reparaturmechanismen und zelluläre Signalwege identifiziert werden, die alters-abhängigen Veränderungen unterliegen.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich die Arbeitsgruppe mit den Einsatzmöglichkeiten des Comet Assay im Rahmen von Genotoxizitätsprüfungen und beim Biomonitoring. Der Comet Assay (Einzelzellgelelektrophorese) ist ein sensitiver Test zum Nachweis von DNA-Schäden und DNA-Reparatur in Einzelzellen. Als in vivo Test gewinnt er zunehmend Bedeutung in Routine-Genotoxizitätsprüfungen. Als in vitro Methode ist er ein äußerst hilfreiches Werkzeug zur Charakterisierung von genotoxischen Wirkungen und der DNA-Reparaturkapazität. 

 

Publikationen (PubMed-Link)

Letzte Änderung am: 08.11.2011

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