Gang der Probe
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einen Eindruck darüber vermitteln, welche Stationen Ihre Untersuchungsprobe in unserem Labor durchläuft, bis aus der Probe ein fertiger mikrobiologischer Befund entsteht.
In der Probenannahme werden Ihre Proben von uns entgegengenommen.
Sie können die Proben entweder persönlich bringen, per Post oder Boten schicken oder mit der KFA zustellen.
Am Anlageplatz werden die Probenmaterialien auf unterschiedlichen Nährmedien angelegt. Je nach Anforderung werden auch mikroskopische Präparate angefertigt.
Die Nährmedien werden über Nacht in Brutschränken bebrütet. Die meisten Medien werden über 48 Stunden bebrütet, einige verbleiben auch bis zu 3 Wochen in den Brutschränken.
Mikroskopische Präparate werden umgehend beurteilt, und es wird Ihnen nach Beurteilung ein schriftlicher Vorbefund zugestellt.
Blutkulturen werden direkt in das automatische Bebrütungssystem (BACTEC) eingelesen.
Serologische Proben und Proben für PCR-Untersuchungen (Molekularbiologie) werden in einem gesonderten Laborbereich bearbeitet.
Die Tuberkulose- und Mykobakterien-Diagnostik findet in einem speziellen Labor der Sicherheitsstufe L3 statt, das nur über eine Schleuse betreten werden kann.
Nach Bebrütung der Nährmedien werden diese am nächsten Tag "abgelesen", d. h. es wird das Wachstum der unterschiedlichen Erreger beurteilt, dokumentiert und es werden weitere Untersuchungen zur Differenzierung und Resistenztestung der Erreger eingeleitet.
Hierbei findet eine enge Zusammenarbeit zwischen technischen und ärztlichen Mitarbeitern statt.
Bei Nachweis seltener oder ungewöhnlicher Erreger wird z. T. umfangreiche Fachliteratur zu Rate gezogen.
Falls für die Identifizierung der Erreger besondere Nährmedien, wie z.B. Indikatornährmedien, erforderlich sind, können diese in der Nährbodenküche selbst hergestellt werden.
Die Resistenztestung der Bakterien erfolgt in der Regel durch Bestimmung einer Minimalen Hemmkonzentration (MHK) im Mikrobouillondilutionsverfahren auf dem Merlin-System. Jedes Antibiogramm wird dabei von einer Laborärztin oder einem Laborarzt eingehend geprüft.
Nach Abschluss der Identifizierung der Erreger und der erforderlichen Resistenztestungen wird der Untersuchungsbefund abgeschlossen und gelangt in die ärztliche Validation. Hierbei führt die Laborärztin/der Laborarzt eine abschließende Prüfung aller durchgeführten Untersuchungen in Bezug auf Richtigkeit und Plausibilität des Ergebnisse durch, bevor der Befund durch ihre/seine Unterschrift endgültig freigegeben wird.






















