FAQ - Häufig gestellte Fragen
Ist ICDtool mit meinem Laborsystem kompatibel?
Die Software Perfect Keyboard, auf der ICDtool basiert, läuft nur auf Windows-Systemen. Das bedeutet, dass der Arbeitsplatz, an dem ich die Kodierung vornehme, ein Windows-Rechner sein muss. Solange ich von Windows aus auf meine Laborsoftware zugreifen kann (auch wenn die Software selbst z. B. unter einem Unix-Betriebssystem läuft), kann ich ICDtool prinzipiell nutzen.
Schwierigkeiten kann es mit alten Terminalemulationen geben, die nur 7-bit-fähig sind und daher Umlaute nur mit Tricks darstellen können. ICDtool ist möglicherweise dann nicht in der Lage, Texte mit Umlauten korrekt wiederzugeben. Für diese Fälle steht eine Umlaut-freie Version der Datenbank im Downloadbereich zur Verfügung.
Benötigt meine Labor-EDV eine spezielle Schnittstelle zu ICDtool?
Nein. ICDtool klinkt sich auf Betriebssystem-Ebene in Windows ein und schickt seine Kodiervorschläge über den Tastaturtreiber an das Laborsystem. Das bedeutet, dass dem Laborsystem (bzw. jedem beliebigen anderen Windows-Programm) der Eindruck vermittelt wird, als hätten Sie die Texte gerade von Hand eingetippt.
Sie benötigen also nur die Möglichkeit, an einer Stelle Ihres Befundes (sinnvollerweise am Fußende vor den Unterschriften) einen mehrzeiligen Freitext einzugeben. Dann steht dem Einsatz von ICDtool nichts im Wege.
Wie läuft die Kodierung praktisch ab?
ICDtool erwartet als Eingabe von Ihnen Informationen über das untersuchte Material (Blutkultur, Leberpunktat, Harnröhrenabstrich etc.) und über den/die nachgewiesenen Erreger. Aus diesen Informationen generiert ICDtool dann einen oder mehrere Kodiervorschläge. Gibt es mehrere Kodiermöglichkeiten, z. B. je nach Alter des Patienten oder nach klinischer Manifestation, so wird ein Dialogfenster geöffnet, in dem Sie mit der Tastatur oder der Maus den gewünschten Vorschlag auswählen können.
Beispiel:
Nachweis von E. coli im Urin.
Eingabe: #u.esc (# signalisiert ICDtool, dass jetzt ein Kodiervorschlag folgt, u steht für Urin, esc für Escherichia coli).
Es erscheint ein Auswahlmenü:
Durch Druck auf die Taste "1" wählen Sie den "Normalfall" und erhalten folgende Ausgabe:
E. coli als Erreger: B96.2! in Kombination mit z. B.
- Harnwegsinfekt (ohne Katheter/Implantat): N39.0
- Harnwegsinfekt (bei Katheter/Implantat): T83.5
- Zystitis: N30.0 (bei Harnblasenstein: N21.0)
- Pyelonephritis: N10-12 (bei Harnsteinen: N20.9)
Wie Sie sehen, gibt es eine Reihe von Tastenkürzeln, die man erlernen muss, deren Zahl aber überschaubar ist. Es gibt aber auch Alternativen:
Anstelle der Eingabe über ein Kürzel kann man auch über ein Menü den gewünschten Eintrag auswählen. Das Menü wird über ein Tastenkürzel aufgerufen (z. B. <Strg>+<Alt>+<Großschreibung>+B für Bakteriologie) und kann dann mit der Tastatur oder Maus zum gewünschten Punkt navigiert werden. Dies ist zwar bequemer als mit Kürzeln, dauert aber länger.
Beispiel:
Als Ergebnis erhalten Sie:
Enteritis durch EHEC: A04.3
Ausscheider von EHEC: Z22.1
(Das gleiche hätten Sie auch mit #s.esc erhalten)
Wie werden Mischinfektionen kodiert?
In manchen Materialien finden sich oft mehrere Erreger, was zu einer sehr repetitiven Arbeit führen würde, wollte man jeden Erreger separat kodieren. Hier bietet ICDtool eine Mehrfachkodierung an.
Z. B. bei einem Leberabszess durch S. aureus und gramneg. Anaerobier (Kürzel #leb.*):
Ergebnis:
S. aureus als Erreger: B95.6! und/oder
Gramneg. Anaerobier als Erreger: B96.6!
in Kombination mit z. B.
- Leberabszess: K75.0
Gibt es auch eine Möglichkeit, die Kodierung stärker zu automatisieren?
Es existiert inzwischen eine Weiterentwicklung von ICDtool, die auf der bewährten ICDtool-Datenbank aufsetzt, aber die Daten in strukturierter, computerlesbarer Form vorhält (im offenen XML-Standard). Diese Version erfordert jedoch auf Seiten der jeweiligen Labor-EDV einen gewissen Anpassungsaufwand. Einige Laborsysteme haben diese Schnittstellen inzwischen gesachffen und setzen die neue Version bereits produktiv ein. ICDtool-Bestandskunden kommen dabei in den Genuss kostengünstiger Upgrademöglichkeiten.
Auf Anfrage teilen wir Ihnen gerne mit, ob für Ihr Laborsystem bereits eine Lösung verfügbar oder in Entwicklung ist. Wir nehmen auch gerne Kontakt zu Ihrem EDV-Anbieter auf.





