ICDtoolXML
Seit Beginn der Entwicklung von ICDtool hatten wir es uns zum Ziel gesetzt, den Anteil der für die Erstellung der Kodiervorschläge erforderlichen "Handarbeit" so weit wie möglich zu reduzieren. In manchen Bereichen wie der Stuhl- und Urindiagnostik ist dies auch einfach möglich, da die Variationsbreite an Material- und Erregerkombinationen überschaubar ist. Schwieriger wird es in Bereichen wie dem Blutkultur- oder Varia-Labor, und vollends kompliziert wird es, wenn man auf Nebenkriterien wie Schwangerschaft oder Frühgeburtlichkeit achten will, die teilweise zu ganz anderen Kodiervorschlägen führen. Auch Resistenz-Informationen auszuwerten und gemäß den Kodierrichtlinien in Kodiervorschläge umzuwandeln, ist nicht ganz unkompliziert.
Andererseits liegen im Labor-EDV-System diese Informationen großenteils schon vor und müssten nur dem ICDtool zugänglich gemacht werden. Nach Rücksprache mit verschiedenen EDV-Herstellern wurde daher beschlossen, die ICDtool zugrundeliegende Datenbank für die Labor-EDV direkt zugänglich zu machen. Dies erforderte eine Reihe von Anpassungen, an deren Ende die fertige XML-Version der ICDtool-Datenbank steht. Diese ist stets auf demselben aktuellen Stand, wird aber nicht in einem eigenen Programm auf dem Labor-PC vorgehalten, sondern direkt in der Labor-EDV.
Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass die Labor-EDV-Hersteller eine Schnittstelle zur ICDtoolXML-Datenbank zur Verfügung stellen und eine Auswertungsroutine in die Befundvalidierung einbauen. Einige Hersteller haben dies bereits getan und sind mit ICDtoolXML in den Produktivbetrieb gegangen. Wenn Sie Interesse an einer Automatisierung der Kodiervorschläge haben, wenden Sie sich an uns oder direkt an Ihren EDV-Anbieter. Wir stehen natürlich gerne als Ansprechpartner zur Klärung der technischen Fragen bei der Integration von ICDtoolXML in die Labor-EDV zur Verfügung.





