Interaktion von DNA-Schädigung und DNA-Reparaturmechanismen

Projekt: Interaktion von DNA-Schädigung und DNA-Reparaturmechanismen mit Apoptose-Signalwegen in normalen Lymphozyten, Leukämiezellen und Tumorzellen

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Klinische Forschergruppe (KFO) 167, FR 1712/4-1

Förderzeitraum: 08/07-01/11

Antragsteller: Dr. Claudia Friesen, Institut für Rechtsmedizin, Universität Ulm;  Prof. Dr. Klaus-Michael Debatin, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universität Ulm

Zusammenfassung:
Defekte in DNA-Reparatursystemen mit daraus resultierenden Veränderungen der genomischen Stabilität können zu verschiedenen Erkrankungen wie Immundefizienz und Krebs führen und das Ansprechen auf Tumortherapie beeinflussen. DNA-Schädigung/-Reparatur sind durch Modulation von Apoptosesignalwegen mit vermehrtem/verminderten Zelltod assoziiert. Der Zusammenhang zwischen DNA-Einzel/-Doppelstrangbruch/-Reparatur und Aktivierung von Apoptosesignalwegen ist jedoch im Detail nicht verstanden. Im vorgeschlagenen Projekt wird die Wirkung von DNA-Schädigung durch Zytostatika auf die Aktivierung von Apoptosesignalwegen in normalen Lymphozyten, Leukämiezellen sowie in Tumorzellen untersucht. Ziel ist es, das Zusammenspiel zwischen DNA-Reparatursystemen und Apoptoseregulatoren und die gegenseitige Beeinflussung auf molekularer Ebene besser zu verstehen. Da in vielen Tumorzellen Defekte beider Systeme vorliegen, ist zu erwarten, dass die Untersuchungen neue Erkenntnisse über mögliche Therapie-resistenzmechanismen bei Tumorerkrankungen aber auch über gestörte Apoptose-auslösung bei DNA-Reparaturdefekten liefern können.

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