Chirurgie retroperitonealer Tumoren

 

Der Chirurgie retroperitonealer Tumoren gilt sowohl klinisch als auch wissenschaftlich unser besonderes Augenmerk. Neben der Chirurgie mit primär kurativem Ansatz z. B. bei Weichteilsarkom oder GIST hat hier die Realisierung chirurgischer Maßnahmen als Teil eines interdisziplinären Therapiekonzeptes einen hohen Stellenwert (z. B. Komplikationsvermeidung bei Lymphomen).

Die Resektion retroperitonealer Metastasen unterschiedlicher Primärtumore gehört natürlich ebenso in unser Spektrum wie die Chirurgie von Lokalrezidiven z. B. bei Weichteilsarkom, GIST, Nebennieren- oder Nierenkarzinom.

Auf Grund einer schonenden Operationstechnik kann auch bei ausgedehnten multivisceralen Resektionen in vielen Fällen auf die Gabe von Erythrozytenkonzentraten verzichtet werden. Durch den Einsatz moderner Anaesthesieverfahren stellt die Operationszeit per se keinen limitierenden Faktor für die Durchführung eines Eingriffes dar. Auf die erforderlichen Operationszeiten von nicht selten mehr als 12 h sind neben den Chirurgen auch unsere Anaesthesisten hervorragend eingestellt, so daß die Mehrzahl der Patienten bereits 24 h nach einer solchen Operation vollständig mobilisiert werden kann.

Kann im Rahmen der Diagnostik eines entsprechenden Tumors durch eine Feinnadelaspirationszytologie keine ausreichend sichere Zuordnung der Geschwulst erfolgen, sollte wegen der Gefahr der Tumorzellverschleppung auf weitere Punktionsversuche verzichtet werden. Die histologische Sicherung sollte am besten durch das Team erfolgen, das im Falle einer Operation diese dann auch durchführt.

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