Knochen- und Weichteiltumorbehandlung, Metastasenchirurgie: Interdisziplinäre Betreuung

In unserer Klinik werden seit mehreren Jahrzehnten alle Formen der bösartigen Knochen- (Osteosarkom, Ewingsarkom und Chondrosarkom) und Weichteilerkrankungen (Liposarkom, Fibrosarkom, Malignes fibröses Histiozytom,  Leiomyosarkom, Rhabdomysarkom,  Alveoläres Weichteilsarkom,  Angiosarkom, Hämangioperizytom, Synovialsarkom, Maligner peripherer Nervenscheidentumor (Schwannom), Chondrosarkom, Malignes Mesenchymom, Epitheloidzelliges Sarkom und Osteosarkome der Weichteile) im gesamten Skelettbereich einschließlich Becken-, Schultergürtel, Wirbelsäule sowie in der Region der Rumpfoberfläche inklusive Metastasen (zum Beispiel Mammakarzinom, Bronchialkarzinom, Prostatakarzinom, Uteruskarzinom, Ovarialkarzinom, Nierenzellkarzinom usw) diagnostiziert und behandelt (http://www.tumorzentrum-ulm.de/patient/index.html).
Bei Knochen- und Weichteiltumoren ist die exakte Festlegung des Erkrankungsstadiums und der Ausdehnung lokal und im Körper essentiell, zur Anwendung kommen modernste diagnostische Verfahren wie Computertomografie, Magnetresonanztomografie (http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/kliniken/diagnostische-und-interventionelle-radiologie.html) und Positronenemissionstomografie (http://www.uni-ulm.de/klinik/radklinik/rad3/petctpet/petct.htm). Weiterhin ist eine Probeentnahme aus der Geschwulst mit Stanzen in lokaler Betäubung oder offen in Vollnarkose notwendig, um die Artdiagnose des Tumors vor der definitiven Festlegung der Behandlung zu erhalten. Im Rahmen interdisziplinären multimodalen Konzeptes erfolgt unter Miteinbeziehung der Abteilungen Innere Medizin/Onkologie, Kinder- und Jugendmedizin/Onkologie, Thoraxchirurgie, Viszeralchirurgie, Radiologie, Nuklearmedizin, Pathologie und Strahlentherapie die Festlegung der im Einzelfall erfolgreichsten Therapie unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten (http://www.uni-duesseldorf.de/awmf/ll/ll_list.htm), hierzu kann eine neoadjuvante (vor der operativen Entfernung) und/oder adjuvante (nach der operativen Entfernung) Behandlung erforderlich werden.
In Abhängigkeit von der Lokalisation des Tumors wie auch der Ausdehnung der Tumorerkrankung wird in unserer Klinik jede Form von Resektion unter Nutzung modernster intraoperativer Verfahren (zum Beispiel: Computernavigation mit Bildfusion CT/MRI) angewendet. Unter Berücksichtigung des onkologischen Gesamtkonzeptes erfolgen extremitätenerhaltende und funktionserhaltende Eingriffe, aber auch Exartikulationen und Amputationen. Es kommen Ersatzoperationen aller Knochen durch körpereigenes Gewebe und Knochen sowie auch durch künstliches Material beim Kind und Erwachsenen (Wachtumsprothesen, modulare Tumorprothesen, http://www.implantcast.info/) an jeder erforderlichen Lokalisation des Körpers inklusive des Beckens zum Einsatz. Weiterhin kommen bei den erforderlichen großen Weichteilresektionen mit Defekten plastische Behandlungsmaßnahmen zur Anwendung.
                                                     
Die Klinik für Unfallchirurgie, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie ist beteiligt im wöchentlichen Tumorboard des Tumorzentrums der Universität Ulm, in welchem jede Neuerkrankung und auch interdisziplinäre Fragestellung während des Erkrankungsverlaufes zusammen mit den beteiligten Fachrichtungen besprochen wird.
Die Betreuung wird durch ein kompetentes Team sichergestellt, es steht eine Sprechstunde mit eigenen Räumlichkeiten zur Verfügung (Lageplan: http://neo.zik.klinik.uni-ulm.de/index.php?id=1132), die an geraden Datumstagen, Dienstags oder Mittwochs oder nach Vereinbarung stattfindet (telefonische Voranmeldung: 0731/50054516, Frau Holzer oder Frau Heese). Die  Betreuung der Patienten erfolgt in  Zusammenarbeit mit den Ärzten am Wohnort, sowie den Einweisern.

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