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Wie ist die Tagesklinik organisiert?
Bei einer Reihe von Hauterkrankungen ist auf Grund ihres chronischen Verlaufs eine lange und intensive Therapie erforderlich. Häufig kann eine Behandlung ambulant nicht optimal durchgeführt werden, zugleich ist eine stationäre Aufnahme aber nicht immer gerechtfertigt oder aus familiären oder sozialen Gründen nicht möglich. Diesen Erfordernissen angepasst, können wir unseren Patienten eine Behandlung in unserer Tagesklinik anbieten.
In der Tagesklinik sind insgesamt 20 Betten zur teilstationären Behandlung verfügbar. In der Regel kommen die Patienten täglich für einige Stunden in die Klinik und werden dort mit Mittagessen verpflegt. Für die Zeit Ihres Aufenthaltes steht ihnen dort ein Behandlungsplatz und das komplette Spektrum modernster dermatologischer Diagnostik und Therapiekonzepte zur Verfügung. Die Betreuung mit täglichen Visiten erfolgt durch ein Team aus Ärzten und dermatologisch geschultem Pflegepersonal.
Den Patienten der Tagesklinik stehen zwei Aufenthaltsräume zur Verfügung. Diese Räume sind kommunikationsfreundlich ausgestattet und bieten den Zugang zu einer kleinen Bibliothek. Zur Verpflegung erhalten die Patienten ein Mittagessen und zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Zwischenmahlzeit. An Getränken stehen Kaffee, Tee und Kaltgetränke zur freien Verfügung.
Nach der Behandlung kann der Patient wieder seinem gewohnten Tagesablauf nachgehen.
Aufgaben der Tagesklinik
Zu unseren Schwerpunkten gehört die Behandlung chronischer, entzündlicher und neoplastischer Hauterkrankungen wie beispielsweise Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte), Lichen ruber (Knötchenflechte), chronische Handekzeme, chronische Wunden (Ulcus cruris) und das atopische Ekzem (Neurodermitis) sowie kutane Lymphome.
Neben der intensiven Lokaltherapie können durch die enge Anbindung an unsere Funktionsbereiche Allergologie, Photodiagnostik und -therapie sowie die Phlebologie / Venensprechstunde eine umfassende Abklärung und Behandlung angeboten werden. Zudem arbeiten wir interdisziplinär zur Diagnostik und Therapie von Patienten in der Tagesklinik mit anderen Fachrichtungen eng zusammen.
Zu unseren Aufgaben zählen wir die Durchführung von Patientenschulungen. Hier werden die Patienten angeleitet, Faktoren die Hauterkrankungen verschlechtern, zu vermeiden, oder sie können spezielle Techniken der Hautbehandlung erlernen. Hierzu gehören beispielsweise die Durchführung der Minutentherapie oder die Anwendung einer Kopfkappe bei hartnäckigen Kopfschuppen oder das fachgerechte Wickeln der Beine bei chronischen Venenleiden. Krankheitsrezidive können so langfristig vermindert, andere Hauterkrankungen aber auch komplett ausgeheilt werden.
Neben der Primärversorgung und Nachsorge von gutartigen und insbesondere auch bösartigen Hauttumoren sowie kutanen Lymphomen besteht die Möglichkeit der ambulanten Chemotherapie, bei der Patienten am Abend wieder in die häusliche Umgebung entlassen werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt sind Operationen. In den OP-Räumen, die mit modernster Technik ausgestattet sind, entfernen wir krankhafte Veränderungen der Haut und ihrer Anhangsgebilde in Lokalanästhesie (örtliche Betäubung), oder in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Anästhesie in Intubationsnarkose oder Spinalanästhesie (Rückenmarksnarkose).
Nach eingehender Untersuchung und Beratung entwickeln wir individuelle operative Behandlungsschemata. Hauttumoren werden durch mikrographisch kontrollierte Chirurgie (feingewebliche Untersuchung des entnommenen Gewebes durch einen Dermatohistopathologen) operiert. Durch diese Methode ist eine sichere und komplette Entfernung von Hauttumoren, bei weitgehender Erhaltung der umgebenden gesunden Haut und gutem kosmetischem Ergebnis möglich. Patienten können durch schonende Narkoseverfahren am Tag der Operation wieder nach Hause entlassen werden. Anschließende Kontrolluntersuchungen führen wir in der Tagesklinik sowie in der Onkologie / Hauttumorsprechstunde oder Phlebologie / Venensprechstunde durch.






