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Gut und Böse - Knoten in der Brust

Viele Frauen ertasten im Laufe ihres Lebens einen Knoten in ihrer Brust und sollten diesen dringend untersuchen lassen. Denn nur eine exakte Diagnostik kann bewerten, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt.

In diesem Sinn ist es sehr wichtig, dass Frauen die Angebote der regelmäßigen Kontrollen nutzen, um eine Brustkrebserkrankung so früh wie möglich zu erkennen. Immerhin sind Mammakarzinome die häufigste Krebserkrankung von Frauen in Deutschland. Ganze acht bis zehn Prozent erkranken irgendwann in ihrem Leben an diesem Krebs. Besonders häufig sind die oberen äußeren Seiten der Brüste befallen, denn dort sitzt der größte Teil der Brustdrüse. Selten leiden auch Männer unter Brustkrebs.

Die Gutartigen

Häufig zeigen sich gutartige Tumoren in Form einer sogenannten Mastopathie. Dabei vermehrt sich Bindegewebe meist in beiden Brüsten gleichzeitig. Die Brust wird härter und knotig. In der Regel sind diese Veränderungen harmlos. Bestimmte Formen der Mastopathie können allerdings einen Schweregrad erreichen, ab dem das Brustkrebs-Risiko signifikant ansteigt. Deshalb kontrollieren wir diese Knoten regelmäßig.

Ein gutartiger Knoten kann auch durch eine ganz simple Ansammlung von Flüssigkeit im Drüsenläppchen entstehen. SogenannteZysten treten besonders häufig bei Frauen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr und insbesondere zu Beginn der Wechseljahre auf. Zysten entarten sehr selten bösartig.

Eine weitere häufig auftretende Veränderung in der Brust sind so genannte Fibroadenome. Durch Östrogene beeinflusst, beginnt das Bindegewebe zu wuchern und wächst zu kleinen Knoten heran. Vor allem Frauen bis zum 30ten Lebensjahr und vor der Menopause zwischen 45- und 55tem Lebensjahr sind von diesen Tumoren betroffen. Obschon Fibroadenome echte Neubildungen in der Brust sind und wir von Geschwülsten sprechen, entarten diese Knoten eher selten. Manchmal wachsen solche Tumore jedoch zu relativ großen Knoten heran und stören so sehr, dass wir sie besser entfernen.

Die Bösartigen

Die Grenze zwischen gutartig und bösartig kann etwa bei einer Mastopathie durchaus fließend sein und so wundert es nicht, dass wir oft trotz Ultraschall oder Mammografie nicht eindeutig sagen können, ob ein Tumor gefährlich ist.

Im Zweifel entnehmen wir Gewebe mit einer Nadel (Biopsie) und verschaffen uns so Sicherheit. Hier zeigt sich noch einmal, wie nahe gut und böse beieinander liegen können, denn bei diesen Biopsien erweisen sich noch rund ein Drittel der Tumoren als gutartig und wir können von einer Operation vorerst absehen.

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