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Intensiv betreut - Studienteilnahme

In langer Tradition nehmen wir von der Ulmer Universitätsfrauenklinik an internationalen und nationalen Therapiestudien teil. Denn wir wollen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse für unsere Patientinnen nutzbar machen und wissen um den Wert von Studien für die Therapien der Zukunft. Sie haben im Rahmen der Studien bereits Zugang zu innovativen Medikamenten oder Behandlungsansätzen, die noch nicht allgemein zugelassen sind.

Studien in unserer Klinik

In unserer Klinik bieten wir vor allem unseren Krebspatientinnen die Möglichkeit, an Studien zur Behandlung von Brustkrebs oder gynäkologischen Karzinomen teilzunehmen. Im Schnitt tun dies etwa 25 Prozent der betroffenen Patientinnen – sofern sie dafür geeignet sind.

Insbesondere in der Krebstherapie gibt es zahlreiche Ansätze, um Chemo- oder Strahlentherapie zu optimieren oder Operationstechniken zu perfektionieren. Aber auch andere Fragen gilt es noch zu untersuchen. So beteiligen wir uns an vielen weiteren Studien, beispielsweise rund um Schwangerschaft und Empfängnis.

Wir führen hauptsächlich so genannte Phase-2- und Phase-3-Studien durch. Dabei soll vor allem die richtige Dosis für ein Medikament oder eine Therapie gefunden und deren tatsächliche Wirksamkeit nachgewiesen werden.

Chancen und Risiken

Alle klinischen Studien werden nach internationalen Qualitätsstandards geplant und von unabhängigen Gremien laufend untersucht. So prüft eine Ethikkommission der Ulmer Universitätsklinik, in der neben Ärzten und Juristen auch medizinische Laien vertreten sind, unsere Studien und sorgt dafür, dass die Belange der Patientinnen stets im Zentrum stehen.

Die Vorteile für Patientinnen sind dabei einsichtig: Sie bekommen mit der Studie nicht nur eine neue Chance durch eine neue Therapie, sie werden zudem besonders engmaschig überwacht und intensiv betreut – auch über die Dauer der eigentlichen Therapie hinaus. Und wir tauschen uns innerhalb des Studiennetzwerks mit weiteren Experten aus. So wollen wir bestmöglich auf etwaige unerwünschte Wirkungen reagieren.

Dabei legen wir größten Wert auf ein Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Risiken, die es abzuwägen gilt. So können die eingesetzten Therapeutika einzelne Risiken mit sich bringen. Zugleich sind mit der vorliegenden Erkrankung bestimmte Risiken verbunden, die durch die Therapie eventuell verringert werden könnten. Für Sie kann das im Einzelfall bedeuten, dass wir Ihnen von einer Teilnahme an der einen oder anderen Studie abraten müssen. Sollten Sie sich übrigens selbst entscheiden an einer Studie nicht mehr teilnehmen zu wollen, können Sie Ihre Zustimmung jederzeit rückgängig machen.

Weil jede Studie anders ist, ist Ihr persönliches Gespräch mit Ihrem betreuenden Arzt besonders wichtig. Lassen Sie sich über die vorgesehenen Behandlungsschritte, mögliche Vor- und Nachteile, Risiken sowie andere Behandlungsmöglichkeiten genau aufklären. Und denken Sie dann in Ruhe nach. Eine Teilnahme an einer Studie ist ausschließlich Ihre Entscheidung. Wir können Sie nur so gut wie möglich beraten.

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