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Informationen zur Klinik

Universitätsklinik und Hochschulambulanz für Hals-, Nasen-, Ohren- Heilkunde
Geschäftsführender Direktor: Prof. Dr. med. Gerhard Rettinger

Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. med. Gerhard Rettinger
Prittwitzstr. 43, D-89070 Ulm
Telefon: ++49 731 / 500-33001
Telefax: ++49 731 / 500-26703
E-Mail: gerhard.rettinger[at]medizin.uni-ulm.de

Planbettenzahl: 50 (Ein- / Zweibettzimmer)
Intensivstation: 4 Plätze
Schlaflabor:2 Plätze
Tagesklinik: bis zu 6 Plätze
Operationssäale: 4

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Schwerpunkte

  • plastisch-rekonstruktive Kopf-Hals-Chirurgie
  • Schlaf-Atemstörungen
  • Schädelbasischirurgie
  • Kehlkopf- und Trachealchirurgie
  • Allergologie

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Besondere Einrichtungen

Sprechstunden für:

  • plastische Gesichtschirurgie
  • Schlafatemstörungen
  • Kinder
  • Tinnitus
  • Onkologie
  • Allergologie

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Aufgaben

Die Abteilung ist Anlaufstelle für HNO-Patienten der Region und ihre zuweisenden Ärzte. Sie versorgt uneingeschränkt Notfälle zu jeder Tages- und Nachtzeit, wofür auch eine eigene Intensivstation mit vier Betten zur Verfügung steht. Für besondere Schwerpunkte in der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie von Nase und Ohr hat sie einen weit überregionalen Einzugsbereich. Spezielle operative Gebiete sind die Schädelbasischirurgie, die Onkologie, die mikroskopische Laserchirurgie am Mittelohr und die rekonstruktive Chirurgie bei Kehlkopf- und Trachelstenosen. Sondersprechstunden sind für Allergie, Schlafmedizin, Tinnitus, Tumorerkrankungen sowie für Kinder eingerichtet. Es werden ertaubte Patienten mit einem Cochlear-Implantat versorgt und ambulant rehabilitiert. Neben der Ausbildung von Studenten werden Ärzte zu HNO-Fachärzten weitergebildet. Weiterbildungsberechtigungen bestehen darüber hinaus für die Bezeichnungen "Spezielle HNO-Chirurgie", "Allergologie" und "Plastische Operationen". Zur Fortbildung von niedergelassenen Ärzten werden je eine Frühjahrs- und Herbstveranstaltung zu ver-schiedenen Themen mit auswärtigen Referenten angeboten. Besondere Forschungsaktivitäten sind Erkrankungen der respiratorischen Schleimhaut, Konditionierung der Luft in den oberen Atemwegen, klinische HNO-Allergologie, obstruktive Atemstörungen sowie die immunologische Onkotherapie.

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Entwicklung 2002

Krankenversorgung

  • Im Vergleich zum Vorjahr konnten im stationären Bereich sowohl die Fallzahlen als auch die Pflegetage gesteigert werden.
  • Grafiken zu Fallzahlen und Pflegetagen

Mit 86,7 % Auslastung bei einer mittleren Verweildauer von 5,6 Tagen waren die Kapazitäten voll genutzt. In der Tagesklinik wurden 287 Patienten behandelt. Die Ambulanz betreute 10.043 Patienten bei 16.471 Besuchen. Es wurden 1.133 ambulante Operationen durchgeführt und 222 Patienten bei Konsilen in anderen Kliniken betreut, wobei vor allem die enge Zusammenarbeit mit der benachbarten Kinderklinik hervorzuheben ist.

  • Von vier Sälen der Operationsabteilung waren drei regelmäßig voll ausgelastet. Der vierte Saal kann seit Inbetriebnahme des Klinikneubaus 2001 auf Grund von Engpässen im Pflegebereich nur eingeschränkt genutzt werden. Zwischenzeitlich ist eine Teilnutzung für Eingriffe in örtlicher Betäubung möglich.
  • Die Abteilung "Zahnärztliche Chirurgie" operiert an einem Wochentag Kinder mit angeborenen Spaltbildungen (Professor Dr. Dr. Haase) mit eigenem Operations- und Anästhesieteam. Diese Kooperation bietet sich aufgrund der räumlichen Anbindung an die Kinderklinik an.
  • Im Schlaflabor wurden x-Patienten untersucht. Leider konnte von den zwei Untersuchungsplätzen nur einer genutzt werden, da die in der Bauphase entwendete Messeinrichtung in diesem Jahr nicht ersetzt werden konnte. Mit Beginn des Jahres 2003 stehen aber zwei voll ausgestattete Untersuchungsräume zur Verfügung.
  • Im Jahr 2002 wurden drei ertaubte erwachsene Patienten mit einem Cochlear-Implantat versorgt und erfolgreich rehabilitiert. Auf Grund fehlender Kostenübernahme für das sehr teure elektronische Implantat mussten die Kosten aus dem laufenden Budget bestritten werden, was zu schmerzlichen Einschnitten an anderer Stelle führte.

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Pflege

  • Auch in diesem Jahr stand das Projekt "systematisierte Pflegepraxis" im Vordergrund. Die Schulungsprogramme für tracheotomierte PatientInnen sind mittlerweile ein fester Bestandteil im Stationsalltag. Unsere PatientInnen wissen das sehr zu schätzen und melden uns zurück, dass sie sich in ihrer Situation ernst genommen und verstanden fühlen. Sie können aktiv an der Bewältigung ihrer Erkrankung mitwirken.
  • Organisatorisch hat sich in diesem Zusammenhang im Pflegedienst der HNO-Klinik auch einiges geändert. So sind beispielsweise Krankenschwerstern in der Funktion als Primärverantwortliche tätig. Ihre Aufgabe ist es, fundierte Pflegeanamnesen, pflegerische Verlaufskontrollen, Festlegung von pflegerischen Interventionen, aber auch eine frühzeitige Entlassungsplanung in die Wege zu leiten. Dieses dienst nicht nur der Qualitätssicherung, sondern ist auch unter DRG-Bedingungen ein Beitrag zur Kostentransparenz bzw. Kostenreduktion.

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Personelle Veränderungen

  • Habilitiert haben sich Herr Dr. Keck und Frau Dr. Brosch (Sektion Phoniatrie und Pädaudiologie). Frau Dr. Brosch ist seit Herbst 2002 Leiterin der Phoniatrie und Pädaudiologie an der Hals-Nasen-Ohrenklinik Tübingen.
  • Zum Ende des Wintersemesters 2002 wurde der langjährige Oberarzt und Leiter der Sektion Rhinologie und Rhonchopatie, Herr Professor Dr. W. Pirsig, mit einer akademischen Feier in den Ruhestand verabschiedet. Mit seinem Ausscheiden wurde die Sektion aufgelöst.

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Veranstaltungen

  • Ein zentrales Ereignis für die Klinik war die Organisation eines internationalen europäischen Kongresses, der vom 15. bis 21. Juni 2002 im Congress Centrum Ulm stattfand. 800 Teilnehmer aus allen Erdteilen erlebten einen reibungslosen organisatorischen Verlauf und ein hohes wissenschaftliches Niveau. Abgeschlossen wurde das Ereignis mit einem Operationskurs, bei dem Live-Operationen in den Hörsaal Michelsberg übertragen wurden. An diesem englisch-sprachigen Kurs nahmen 120 Ärzte teil.
  • Herr Professor Rettinger und Frau Dr. Polzehl hielten im Rahmen der Frühjahrsakademie des ZAWIW einen sehr gut besuchten Vortrag über "Riechen und Schmecken".
  • Zusammen mit der Neurochirurgie, der Radiologie, der Neuropathologie und der Strahlentherapie wurde ein onkologisches Kolloquium des Tumorzentrums über Schädelbasistumoren abgehalten.
  • Die Herbstfortbildung für niedergelassene Ärzte stand im Zeichen der akuten Mittelohrentzündung und wurde zusammen mit der Kinderklinik veranstaltet.

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Ausblick 2003

  • Mit dem Fortgang der Baumaßnahmen auf dem Michelsberg stehen weitere Umzüge von Funktionsbereichen an, um Flächen für andere Kliniken frei zu machen. Mit der künftig geplanten Auflösung des Standortes in der Schillerstraße ist auch die Unterbringung der Sektion "Phoniatrie/Pädaudiologie" in funktionsgerechter Anbindung an die Abteilung vorgesehen.
  • Auch wenn mit weiteren finanziellen Engpässen zu rechnen ist, so ist es doch das Bestreben der Klink, in absehbarer Zeit alle operativen Kapazitäten zu nutzen, um die bestehenden Wartezeiten weiter zu verkürzen.

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