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Forschungsbereiche

Regeneration von Speicheldrüsengewebe

Die Xerostomie nach Bestrahlung oder im Rahmen eines Morbus Sjögren führt zu schwerwiegenden Einschränkungen der Lebensqualität der betroffenen Patienten. Präventive und symptomatische Therapieansätze können die Problematik nur ansatzweise lösen. Aufgrund der Vielzahl der betroffenen Patienten und der ungenügenden Therapieoptionen ist die Entwicklung neuer Therapieformen von großer Bedeutung.

Wir verfolgen gegenwärtig zwei Strategien:

  1. Die Isolation, Charakterisierung und Differenzierung von Stammzellen aus Speicheldrüsen
  2. Die Regeneration von Speicheldrüsengewebe in-vivo mit Hilfe von Stammzellen

Bedeutung von Stammzellen für die Speicheldrüsenregeneration

Die Mikroumgebung von Geweben stimuliert und inhibiert das Überleben, die Proliferation, die Differenzierung und Mechanismen des programmierten Zelltods von Gewebevorläuferzellen und definierter Populationen von adulten Stammzellen. Diese Mikroumgebung besteht aus umgebenden „Nischenzellen“ (Fibroblasten, Adipozyten) sowie extrazellulärer Matrix (ECM) und den an diese Matrix gekoppelten Faktoren, wie zum Beispiel Signalmoleküle.

Die ECM umfasst neben diesen gebundenen löslichen Signalmolekülen hauptsächlich diejenigen Makromoleküle, die die Interzellulärräume auffüllen (zum Beispiel Kollagene, Proteoglykane, Laminine). Die ECM-Moleküle können – neben ihrer Funktion zur mechanischen Verankerung von Zellen – auch über Rezeptoren (Integrine) mit Zellen interagieren.

Eine gut charakterisierte Quelle mesenchymaler Stammzellen (MSC) ist das Knochenmark, allerdings konnten diese Zellen auch bereits aus vielen anderen Geweben, wie Speicheldrüsen- und Fettgewebe isoliert werden. Multipotente MSC können in verschiedene Zelltypen wie Knochen-, Knorpel- und Fettzellen differenzieren. Neuere Studien konnten zusätzlich eine Transdifferenzierung der Zellen in verschiedene andere Zelltypen wie Herzmuskel-, Nieren- und Nervenzellen demonstrieren.

Nicht zuletzt auf Grund dieser Plastizität werden adulte Stammzellen und insbesondere MSC als Zellquelle für die Regenerative Medizin diskutiert und sind der Ausgangspunkt unserer oben dargestellten Forschungsrichtungen.

Methoden

  • Zellkultur
  • Durchflusszytometrie

Kooperationen

Dr. Aaron Palmon, Department of Oral Biology, Faculty of Dental Medicine, Hebrew University, Jerusalem, Israel

Drittmittel

The German Israeli Foundation for Scientific Research and Development (GIF)

Mitarbeiter

  • Prof. Dr. Nicole Rotter
  • Dipl.-Biol. Silke Schwarz
  • MB/MD Masami Rudolph
  • Monika Jerg

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