Fuchs- und Hundebandwurm

Fuchsbandwurm und Hundebandwurm sind zwei vollständig unterschiedliche Erkrankungen und werden häufig miteinander verwechselt. Beide Erkrankungen sind Parasitosen. Diese sind Infektionskrankheiten, die durch relativ hochentwickelte Lebewesen, die bei anderen Lebewesen, den sogenannten Wirten, schmarotzen. Parasiten sind häufig Würmer. 

 

Der Fuchsbandwurm (alveoläre Echinokokkose) wird verursacht durch eine Infektion mit der Larve des Echinococcus multilocularis. Haupt-Endwirte sind Füchse, es können aber auch Hunde, die Mäuse fressen, infiziert sein, selten auch Katzen. Zwischenwirte sind Feldmäuse und andere kleine Nagetiere.

 

 

Typischer sonographischer Befund bei weiter fortgeschrittener unbehandelter Fuchsbandwurmerkrankung der Leber. Darstellung in verschiedenen Ultraschallverfahren: B-Bild, Acoustic Structure Quantification und Elastographie

Der Hundebandwurm (zystische Echinokokkose) wird durch eine Infektion mit der Larve des Hundebandwurms (Echinococcus granulosus) hervorgerufen. Haupt-Endwirt ist der Hund. Mögliche Zwischenwirte sind Schafe, Rinder und andere Huftiere. Der Mensch ist ein sogenannter Fehlzwischenwirt.

Obwohl diese Parasiten nahe verwandt sind, rufen sie beim Menschen unterschiedliche Erkrankungen mit deutlich unterschiedlichen klinischen und morphologischen Befunden hervor. Eine sorgfältige Differentialdiagnostik mit Konsultation von Experten ist umso wichtiger, da beide Erkrankungen ein grundsätzlich anderes Vorgehen in der Therapie und bei der Verlaufsbeobachtung erfordern. Insbesondere kann eine nicht oder über Jahre falsch diagnostizierte alveoläre Echinokokkose schwerwiegende Folgen für den Patienten haben.

 

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