Definition

Die Hämochromatose ist eine der häufigsten Erbkrankheiten. Allein in Deutschland leben schätzungsweise zwei- bis dreihunderttausend Personen mit Hämochromatose. Es handelt sich dabei um eine Eisenspeicherkrankheit, die zu einer erhöhten Eisenaufnahme im Dünndarm führt. Im Verlauf kommt es zu einer ausgeprägten Ablagerung dieses Eisens in Leber, Bauchspeicheldrüse, Hypophyse, Herz und anderen Organen sowie Gelenken. Als Folge dieser Eisenüberladung können Diabetes mellitus, Herzerkrankungen, Gelenkbeschwerden, Infektanfälligkeit, Impotenz und Erschöpfungszustände auftreten. Aufgrund der starken Anreicherung von Eisen in der Leber besteht für Betroffene das Risiko, eine Leberzirrhose und als Folge ein hepatozelluläres Karzinom (bösartiger Lebertumor) zu entwickeln.

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