Genetische Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit dem Zebrafisch erforscht

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in den westlichen Industrieländern die häufigste Ursache für Krankheit und Tod. Genetische Faktoren spielen bei der Entstehung dieser Erkrankungen eine wesentliche Rolle. Der Zebrafisch ist mittlerweile ein etabliertes Model zur Erforschung von Krankheiten und verknüpft in einzigartiger Weise Genetik, Entwicklungsbiologie und funktionelle Genomanalyse in vivo miteinander.
Ziel unserer Forschung ist es molekulare Pathomechanismen für Herzfehlbildungen, kontraktile Dysfunktionen und Arrhythmien aufzuzeigen. Mit Hilfe des Forward Genetic Ansatzes (Ethylnitrosurea (ENU)-Mutagenese-Screens) konnte erfolgreich eine größere Anzahl von Fischfamilien mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen isoliert werden. Aus der Gruppe der Zebrafischmutanten mit einem Herzphänotyp identifizieren wir die zugrunde liegenden Gendefekte mittels positioneller Klonierung und charakterisieren die Gene und Genkaskaden funktionell, strukturell und molekular. Desweiteren untersuchen wir die Funktion herzspezifischer Gene durch gezielte Gen-„Knockdowns“ (Morpholino-Antisense-Oligonukleotide).
Unsere Projekte sind Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN).
Wir werden außerdem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger Stipendium) gefördert.





