Molekularbiologisches Muskel- und Zellkulturlabor

 

Der Brennpunkt unserer wissenschaftlichen Untersuchungen liegt in der Erkundung adaptiver muskulärer Mechanismen als Antwort auf verschiedenartige Formen von körperlichem Belastungsstress. Deshalb interessieren wir uns für grundlagenwissenschaftliche Fragestellungen des genetischen Expressionsprofils der Muskulatur in gesunden Leistungs- und Freizeitsportlern und vergleichen ihre Divergenz zu Patientengruppen ganz unterschiedlicher Ätiologie. Hierzu zählen vor allem onkologische Patientinnen und Patienten, hochgradig adipöse Menschen, geriatrische Populationen und Personen mit neurodegenerativen Erkrankungen wie der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) oder Chorea Huntington.

Trotz unterschiedlicher Ursachen ihrer körperlichen Leiden ist all diesen Patientenkollektiven meist ein erheblicher Schwund an Muskelmasse gemein, hervorgerufen durch ein modifiziertes Zusammenwirken von körperlicher Inaktivität, gestörtem Zellmetabolismus und entzündlichen Prozessen mit den physiologischen Folgen einer vorzeitigen Zellalterung. Unser Ziel ist es, molekularbiologische Abläufe der Muskulatur besser zu verstehen, um durch gezielte Trainingsprogramme die Funktionalität der Muskulatur zu steigern oder wiederherzustellen. Diese Korrekturen helfen, die Körperfunktionen der Betroffenen insgesamt deutlich zu verbessern und erhöhen dadurch die Lebensqualität der Patienten, wie wir in Trainingsstudien kontinuierlich feststellen können.

Aktuelle Forschungsprojekte:

  • EINSTEIN-Studie (ExercIse for NeuroSkeleTal Enhancement In Neurodegenerative diseases) – gefördert durch das ‚European Huntington's Disease Network‘ (EHDN)
  • ELSA-Studie – gefördert durch die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA
  • BIJOU-Pilotstudie - Untersuchung der Effekte eines kombinierten Kraft- und Ausdauertrainings (HIT und HIRT) auf den Energie-Stoffwechsel bei BRCA Mutation
  • STEP-Studie (EffectS of Training on body composition in obEse Patients). Eine Lifestyle-Interventionsstudie zur Verbesserung des körperlichen Leistungsfähigkeit sowie des subjektiven Lebensgefühl bei hochgradig adipösen Patientinnen und Patienten an unserer Sektion
  • OTS-Studie – Systemische und muskuläre Entzündungsvorgänge bei übertrainierten Sportlern
  • BAM-Studie – Belastungs- und Anpassungsmanagement im Spitzensport – gefördert durch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp)
  • Irisinprofile als Prognosemarker für das metabolische Syndrom und Diabetes mellitus
  • Kynurenin in der Immunantwort von Leistungssportlern und als Prognosemarker in Risikopatienten für Übertrainingssyndrom (OTS)
  • Regulation des Ryanodinrezeptors durch weibliche und männliche Geschlechtshormone
  • Chronische Inflammation bei adipösen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
  • SITLESS-Studie - Untersuchungen zu den Veränderungen des molekularen Profils geriatrischer Populationen infolge sportlicher Intervention und Lifestyle-Änderungen.

Molekularbiologisches Muskel- und Zellkulturlabor

Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin

Universitätsklinikum Ulm

Parkstraße 11

89075 Ulm

Fon: +49 731 500-45325

Fax: +49 731 500-45376

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