Molekulare Charakterisierung akuter myeloischer Leukämien mit normalem Karyotyp mit Hilfe von DNA Microarray Analysen (array CGH)
Institut / Abteilung:
Universitätsklinik Ulm
Abteilung Innere Medizin III
Hämatologie, Onkologie, Rheumatologie und Infektionskrankheiten
Albert-Einstein-Allee 23
89081 Ulm
Schwerpunkt: Klinische Forschung
Inhalt des Antrags:
Zu den wichtigsten Prognosefaktoren bei der akuten myeloischen Leukämie (AML) zählen die chromosomalen Veränderungen in den Leukämiezellen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung. Diese ermöglichen eine individuelle Risikostratifizierung der Patienten im Rahmen moderner Therapieprotokolle. Mit Hilfe konventioneller zytogenetischer Methoden läßt sich bei etwa 50% der erwachsenen AML Patienten ein normaler Karyotyp nachweisen, d.h. die Patienten weisen keine chromosomalen Veränderungen in den Leukämiezellen auf. Diese Patienten sind mit einer intermediären Prognose assoziiert, dennoch ist der klinische Verlauf dieser Subgruppe sehr unterschiedlich. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass diesem klinisch unterschiedlichem Verlauf sehr wahrscheinlich molekulare Veränderungen, v.a. Genmutationen, zugrunde liegen, denen eine prognostische Bedeutung zukommt. Die Identifizierung neuer prognostischer Genveränderungen und die Prüfung ihres möglichen Zusammenwirkens mit dem verlauf der Erkrankung ist eine wichtige Voraussetzung für eine weitere Therapieoptimierung welche auf dem individuellen genetischen Risiko basiert. Das Ziel dieses Projektes ist die molekulare Charakterisierung einer großen Serie von AMLs mit normalem Karyotyp. unter Verwendung neuer molekularer array-basierter Techniken, (array CGH, Genexpressionanalyse, SNP-Analyse), auch „Chip“-Analyse genannt. Mit Hilfe dieser Chip-Analysen sollen bislang unbekannte, leukämierelvante genomische Veränderungen identifiziert und ihre prognostische Bedeutung untersucht werden.
Beginn der Förderung: 09/2007





