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Wilms’ Tumor (WT1) Mutationen bei der akuten myeloischen Leukämie des Erwachsenen mit normalem Karyotyp: Inzidenz und Evaluation der prognostischen Bedeutung im Kontext mit weiteren AML-relevanten Genmutationen


Institut / Abteilung:

Zentrum für Innere Medizin

Klinik für Innere Medizin III

Universität Ulm

Albert-Einstein-Allee 23

89081 Ulm

 

Schwerpunkt: Klinische Forschung

 

Inhalt des Antrags:

Der Karyotyp der Leukämiezellen bei Diagnose zählt zu den wichtigsten Prognosefaktoren bei der akuten myeloischen Leukämie (AML) des Erwachsenen und ermöglicht die Zuordnung von Patienten zu bestimmten Prognosegruppen (Niedrig,- Mittel- und Hochrisiko) im Rahmen moderner, risiko-basierter Therapieprotokolle. Mit Hilfe der Chromosomen-Bänderungsanalyse können in ca. 50% der AML Patienten chromosomale Veränderungen nachgewiesen werden; in der Hälfte der Patienten liegt jedoch ein normaler Karyotyp vor, d.h. hier weisen die Leukämiezellen keine chromosomalen Veränderungen auf, so dass für diese Patienten eine exakte Prognoseabschätzung und Therapieempfehlung nur eingeschränkt möglich ist.

Mit der rasanten Entwicklung neuer, molekulargenetischer Techniken konnten in den letzten Jahren bei der AML mit normalem Karyotyp eine Reihe von genetischen Veränderungen identifiziert werden die mit hoher Wahrscheinlichkeit eine wichtige Rolle in der Leukämieenstehung spielen. Anhand dieser molekularen Marker können nun ca. 80% der AML mit normalem Karyotyp genetisch charakterisiert werden. Von klinischer Bedeutung ist jedoch, dass einige dieser Genveränderungen eine prognostische Bedeutung aufweisen.

Eine weitere, bislang wenig untersuchte genetische Veränderung bei der AML mit normalem Karyotyp sind Mutationen im Wilms’ Tumor 1 (WT1) Gen, die sich in ca. 10-15% der Patienten nachweisen lassen. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass diese Mutationen mit einem schlechteren Therapieansprechen und einer einem schlechteren Gesamtüberleben assoziiert sind.

Ziel des beantragen Projektes ist es eine große Anzahl von AML Patienten mit normalem Karyotyp, die im Rahmen der AMLSG Studien behandelt werden, auf das Vorliegen einer WT1 Mutation zu untersuchen. In einem zweiten Schritt soll der prognostische Stellenwert der WT1 Mutation, insbesondere im Zusammenhang mit weiteren, bereits existierenden Genveränderungen evaluiert werden.

 

Wissenschaftliche Mitarbeiter:

Frau Dr. Verena Gaidzik

Frau Prof. Dr. Konstanze Döhner

ein(e) technisch(e) Mitarbeiter(in)

 

Beginn der Förderung: 09/08

 

Ort: Ulm

 

Dauer der Förderung: 3 Jahre

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