Entwicklung einer Polyvalenten Peptidvakzinierung für Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen
Institut / Abteilung:
Klinik Innere Medizin III, Universitätsklinikum Ulm
Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Immungenetik Ulm
Schwerpunkt:
Grundlagenforschung und Klinische Forschung (translationale Forschung)
Inhalt des Antrags:
Die Behandlung von Blutkrankheiten bleibt trotz Fortschritten in der Chemotherapie und der Stammzelltransplantation schwierig. Ein wesentliches Problem ist die Tatsache, dass bei vielen Patienten im mikroskopischen Ausstrich ihres Knochenmarkblutes nach der Chemotherapie oder Transplantation keine bösartigen Zellen mehr auszumachen sind, diese Patienten jedoch dennoch in den ersten fünf Jahren nach der Behandlung einen Rückfall erleiden. Das weist auf eine Minimale Resterkrankung hin. Das Immunsystem des Patienten kann hier helfen. Es ist gar nicht so schwach, wie viele glauben und es kann durch geeignete Maßnahmen aktiviert werden. Eine Möglichkeit zu einer solchen zielgerichteten Stimulation des Immunsystems ist das Anbieten von Eiweiß-Bruchstücken, so genannten Peptiden, unter die Haut, eine so genannte Tumorvakzine (Krebs-Impfstoff). Im Universitätsklinikum Ulm wurden bereits mit der Unterstützung der DJCLS Eiweiße gefunden, die nur auf Leukämie-/Myelomzellen vorkommen, aber nicht auf Normalgeweben. Ein davon abgeleitetes Peptid mit dem Namen RHAMM-R3 wurde bei 10 Ulmer Patienten bereits als Impfstoff eingesetzt und 5 Patienten zeigten ein immunologisches und sogar ein klinisches Ansprechen. Außerdem konnte die Gruppe um PD Dr. Schmitt und PD Dr. Greiner zeigen, dass Patienten mit AML, die solche spezifischen Antworten auf die Leukämie-Antigene RHAMM, G250 und PRAME bilden können, einen Überlebensvorteil gegenüber Leidensgenossen haben, die solche Immun-antworten nicht aufbauen können. Diese müssen verbessert werden! Im hier beantragten Projekt daher wird eine Tumorvakzine aus den drei genannten Leukämie-Antigenen 20 Patien-ten mit Akuter Myeloischer Leukämie (AML), mit ihrer Vorläuferkrankheit, dem Myelodysplastischen Syndrom (MDS) oder mit einem Multiplen Myelom/Plasmozytom viermal unter die Haut gespritzt. Die Patienten werden auf mögliche Nebenwirkungen, auf eine Verbesserung ihrer Blutwerte und ihre Immunantworten getestet. Wir hoffen, dass so die Stimulation der Immunanwort gegen Leukämie und Multiples Myelom
Beteiligte Wissenschaftler: | PD Dr. Jochen Greiner Prof. Dr. Michael Schmitt Dr. Markus Wiesneth Prof. Dr. Hubert Schrezenmeier |
Beginn der Förderung: | 07/2007 |
Ort: | Ulm |
Dauer der Förderung: | 2 Jahre |





