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Kernteam

Neue Palliativstation in der Klinik für Innere Medizin III eröffnet

Das lateinische Wort „palliare“ bedeutet „mit einem Mantel umhüllen“ - genau das ist im übertragenen Sinne das Ziel der neuen Palliativstation am Universitätsklinikum. Patienten, deren Krankheiten nicht mehr heilbar sind, erhalten hier von einem speziell ausgebildeten, berufgruppenübergreifenden Team ganzheitliche Hilfen, die ihre Lebensqualität für die Rückkehr nach Hause oder in eine Pflegeeinrichtung verbessern.

 
„Vor kurzem wurde unser Integratives Tumorzentrum (das Comprehensive Cancer Center Ulm) von der Deutschen Krebshilfe als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet. Zu einem Exzellenzzentrum gehört nicht nur Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen auf höchsten Niveau, sondern auch die ganzheitliche Versorgung Schwerstkranker in ihrem letzten Lebensabschnitt“, erklärt Prof. Dr. Hartmut Döhner, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin III. Derzeit werden vor allem Krebspatienten aus dieser Klinik in den sieben Betten der neuen Station betreut, deren Ausbau in Zukunft aber auch die Aufnahme von Patienten anderer Fachgebiete ermöglichen kann.

 

Die Palliativstation kümmert sich im Gegensatz zu einem Hospiz nicht in erster Linie um die Pflege von Menschen kurz vor dem Tod. „Wir wollen Patienten, deren Krankheiten nicht mehr geheilt werden können, helfen, die verbleibende Lebenszeit so gut wie möglich zu erleben“, betont Oberärztin Dr. Regine Mayer-Steinacker, Leiterin der Palliativstation. „Unser Ziel ist es, z. B. Folgeerscheinungen schwerer Krankheiten wie Übelkeit, Atemnot, Erschöpfung oder Schmerzen so zu behandeln, dass Patienten bei Ihrer Rückkehr nach Hause oder in Pflegeeinrichtungen eine möglichst hohe Lebensqualität haben.“

 

Zum Palliativ-Team gehören neben Ärzten und Pflegekräften mit spezieller Fachausbildung auch geschulte Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Kunst- und Musiktherapeuten, Seelsorger und Sozialarbeiter. „Ganz wichtig ist uns, unsere Patienten in ihr häusliches Leben zurückzubegleiten“, beschreibt Stationsleiter Michael Kendel. „Wir kümmern uns z. B. darum, dass die Einordnung in eine Pflegestufe gesichert ist und organisieren mit der Brückenpflege die Versorgung nach dem Krankenhausaufenthalt. Dabei halten wir engen Kontakt zu den Angehörigen, beraten sie in praktischen und psychologischen Fragen und arbeiten eng mit Hospiz- und Pflegeeinrichtungen zusammen.“

 

Die Palliativstation der Klinik für Innere Medizin III befindet sich in einem abgeschirmten Bereich der Klinik für Innere Medizin III. Ihre Zimmer haben beispielsweise spezielle Betten, deren Matratzen den Rücken stützen und einem Wundliegen vorbeugen. Derzeit werden die Räume mit mehr Wohnkomfort ausgestattet, in diesem Jahr wird ein Wintergarten als Aufenthaltsraum angebaut.

Eröffnung der Palliativstation 22.04.09

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