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DFG Klinische Forschergruppe KFO 167

Apoptoseregulation und ihre Störungen bei Krankheiten

Sprecher

Prof. Dr. Klaus-Michael Debatin

Tel.: 0731/500-57001
Fax: 0731/500-57002

E-Mail: klaus-michael.debatin[at]uniklinik-ulm.de

Kontakt

Sekretariat KFO

Bianca Welz

Tel.: 0731/500-57053
Fax: 0731/500-57058

E-Mail: bianca.welz[at]uniklinik-ulm.de

Forschung

Zelltod

Apoptose oder der programmierte Zelltod ist die häufigste Form des Zelltods in eukaryontischen Organismen. Eine fehlerhafte Regulation von Apoptose kann zu Krankheit führen. So findet man ein Zuviel an Apoptose bei der HIV-Infektion, bei Gewebeschädigung durch physikalischen oder chemischen Stress oder bei neurodegenerativen Erkrankungen, während ein Zuwenig an Apoptose an der Entstehung und Progression von Krebs beteiligt ist. Obwohl das Grundlagenwissen zu Apoptosemechanismen rasch zunimmt, erfolgt die Umsetzung dieses Wissens in klinisch relevante, pathophysiologische Konzepte sehr langsam.

Die Klinische Forschergruppe “Apoptoseregulation und ihre Störungen bei Krankheiten” bündelt klinisch orientierte Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Apoptose mit der Perspektive, neue Erkenntnisse der Grundlagenforschung in eine klinische Anwendung zu überführen. In acht Teilprojekten (2. Förderperiode seit Januar 2010) werden Apoptosesignalwege bei Krankheiten untersucht, die entweder durch ein Zuwenig an Apoptose (Krebserkrankungen) oder durch ein Zuviel an Apoptose (AIDS, inflammatorische Prozesse, Telomerdysfunktion) gekennzeichnet sind. Die Klinische Forschergruppe ist eine konsequente Weiterentwicklung des langjährigen Forschungsschwerpunkts der Klinik, der u.a. durch den Landesforschungsschwerpunkt “Apoptose” gefördert wurde (Förderung von 2003 bis 2005 vom Land Baden-Württemberg) und das Forschungsprofil der Medizinischen Fakultät weiter stärkt.

Wie in der Abbildung dargestellt, soll projektübergreifend der zentralen Frage nachgegangen werden, auf welche Weise pathogene Stimuli wie DNA-Schädigung, Todesrezeptorliganden, virale Proteine, inflammatorische Prozesse und Telomer-Dysfunktion zu einer Fehlregulation von Apoptosesignalwegen und damit zu einem Zuviel oder Zuwenig von Apoptose führen, so dass ein krankhafter Zustand entsteht (pathologisch gesteigerte Apoptose bei der HIV-Infektion oder bei Neuroinflammation,  pathologisch verminderte Apoptose bei Krebserkrankungen).

Die Aufdeckung der molekularen Ursachen, die für die Fehlsteuerung von Apoptose bei den untersuchten Krankheiten verantwortlich sind, soll die Grundlage bilden, um neue diagnostische und therapeutische Ansätze zur Modulation von Apoptose zu entwickeln und diese in präklinischen Krankheitsmodellen und an primärem Patientenmaterial zu testen.

Damit besteht eine längerfristige Perspektive zum Transfer der in der Forschergruppe erarbeiteten, neuen Erkenntnisse über die molekulare Pathogenese von Krankheiten, nämlich der Störung von Apoptosesignalwegen, in die Klinik („from bench to bedside“).

Übersicht über die Rolle von Apoptosesignalwegen bei Krankheiten
Abbildung: Übersicht über die Rolle von Apoptosesignalwegen bei Krankheiten

Teilprojekte (2. Förderperiode)

1. Rolle der Apoptose bei Krebs verursachenden Chromosomen-Instabilitäten

Prof. Dr. Lisa Wiesmüller
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Website
E-Mail: lisa.wiesmueller[at]uni-ulm.de

2. Aufklärung der molekularen Mechanismen gezielter Zerstörung von Glioblastomzellen mit alpha-Partikel Emitter markierte Substanz P

Dr. Claudia Friesen
Institut für Rechtsmedizin

Website
E-Mail: claudia.friesen[at]uni-ulm.de

3. Apoptose-auslösende Mechanismen der Tyrosinkinase TNK1: Funktionelle Charakterisierung des Signalkontexts und möglicher Einsatz in der Tumortherapie (Projekt abgeschlossen)

Prof. Dr. Thomas Seufferlein
Klinik für Innere Medizin I


E-Mail: thomas.seufferlein[at]medizin.uni-halle.de

4. Molekulare Charakterisierung von Apoptoseresistenzmechanismen bei malignen Hirntumoren

Prof. Dr. Simone Fulda
Institut für experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie, Goethe Universität Frankfurt

Website
E-Mail: simone.fulda[at]kgu.de

5. IKK2/NF-κB induzierte Neuroinflammation und deren Einfluss auf das Überleben und die Transformation neuraler Zellen

Dr. Bernd Baumann
Institut für Physiologische Chemie

Website
E-Mail: bernd.baumann[at]uni-ulm.de

6. Dysregulation von Apoptose durch Immundefizienzviren

Prof. Dr. Frank Kirchhoff
Institut für Molekulare Virologie

Website
E-Mail: frank.kirchhoff[at]uniklinik-ulm.de

7. Funktionelle Analyse von p53-abhängigen und p53-unabhängigen Apoptose-Kontrollpunkten in Antwort auf Telomerdysfunktion

Prof. Dr. Lenhard Rudolph
Institut für Molekulare Medizin

Website
E-Mail: lenhard.rudolph[at]uni-ulm.de

8. Inhibitor of Apoptosis Proteins (IAPs) als pathogenetisch relevante therapeutische Zielstruktur bei der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL)

Prof. Dr. Stephan Stilgenbauer
Klinik für Innere Medizin III

Website
E-Mail: stephan.stilgenbauer[at]uniklinik-ulm.de

9. Charakterisierung der Apoptosesensitivität leukämieinitiierender Zellen in pädiatrischer akuter lymphoblastischer Leukämie

Prof. Dr. Klaus-Michael Debatin
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Website
E-Mail: klaus-michael.debatin[at]uniklinik-ulm.de

Dr. Manon Queudeville
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

E-Mail: manon.queudeville[at]uniklinik-ulm.de

Förderung

Dieses Projekt wird im Rahmen des Programms "Klinische Forschergruppen" von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Publikationen

 Publikationsliste

 

Suche

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