Versorgungsprojekt zur Stärkung von Kindern psychisch kranker und suchtkranker Eltern

 

Mittelgeber: Stiftung Kinderland Baden-Württemberg

Laufzeit: Februar 2009 – August 2012

Projektort: Ulm und Alb-Donau-Kreis

 

Projektleitung: PD Dr. med Ulrike Schulze

Projektmitarbeiterin: Dipl. Psych. Marianne Rapp

 

Flyer zum downloaden

Zielgruppe:

Die Zielgruppe des Projekts sind Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 4 und 17 Jahren, deren Eltern unter einer psychischen oder Suchterkrankung leiden. Anlässlich der Krankenbehandlung ihrer Eltern soll möglichst frühezeitig über ein standardisiertes Verfahren, sowie individuelle Beratungsgespräche die persönliche Resilienzsituation bzw. Belastung  ermittelt und bei Bedarf Unterstützung angeboten werden. Teilnehmende Kinder und Jugendliche sollten sich nicht selbst in psychiatrisch/ psychotherapeutischer Behandlung befinden.

 

 

Hintergrund:

Die psychische oder Suchterkrankung eines Elternteils (oder beider Elternteile) ist mit einem relativ hohen Belastungs- und Erkrankungsrisiko für die Kinder verbunden. In der frühzeitigen Auseinandersetzung mit dieser Problematik liegt eine Chance, stabilisierende Elemente zu erkennen und zu stärken. Hier geht es darum, Eltern darin zu unterstützen, auf dem Wege „geglückter Kommunikation“ über die eigene Erkrankung (unterstützt durch Psychoedukation) ihren Kindern die Angst vor ihrer Erkrankung zu nehmen und das Tabu des Redeverbots über die Belastung aufzuheben.

Kinder psychisch kranker und suchtkranker Eltern leben nicht selten in einem schwierigen Dilemma: die Menschen, die für sie und ihr Wohl sorgen sollen, stehen manchmal aufgrund ihrer eigenen Belastungen für sie nicht im erforderlichen Maße zur Verfügung. Dieses Wissen ist häufig mit großen Scham- und möglicherweise auch Schuldgefühlen verbunden. Es kann auch Traurigkeit und existentielle Ängste erzeugen. Die Tatsache, mit solchen Gefühlen möglicherweise nicht allein zu sein, wird selten bewusst. Hier ist ein Gruppenangebot hilfreich.

 

 

Projektziele:

  • Steigerung der Aufmerksamkeit für und des Wissens um die Situation betroffener Kinder durch den Aufbau und Ausbau von Kooperationen, unter anderem durch Vorträge und die Bereitstellung von Informationsmaterial bei Fachkräften, die mit psychisch oder suchtkranken Eltern in Kontakt stehen.
  • Diese Kooperationen sollen unter anderem zu einer Verbesserung und Vereinfachung der Zugangswege zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten für betroffene Familien führen.
  • Unterstützung von Kindern psychisch kranker oder suchtkranker Eltern durch:
    • Vermittlung in Regel-, Beratungs- und Interventionsangebote
    • Manualisiertes Gruppenangebot zur Unterstützung im Umgang mit der elterlichen Erkrankung, zur Stärkung des Selbstwertes und der Selbstwahrnehmung, sowie der Entlastung von Schuld- und Schamgefühlen
  • Unterstützung der Eltern in ihrer Elternrolle durch Informations- und Beratungsgespräche sowie parallel zur Kindergruppe stattfindenden Elternabenden.

 

 

Aktuelles:

  • Die aktuelle Gruppe „ECHT STARK!“ hat am 16.11.2011 begonnen. Eine neue „Echt Stark!“ Gruppe beginnt im Januar 2012. Es finden fortlaufend Informations- und Beratungsgespräche für interessierte Familien statt.
  • Gerne gibt Ihnen Frau Marianne Rapp weiter Informationen zum Projekt und zur Teilnahme: 0731 50061659.

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