Missbrauch von Kindern: Aetiologie, Dunkelfeld, Opfer

Das multizentrische Forschungsprojekt "Missbrauch von Kindern: Aetiologie, Dunkelfeld, Opfer" hat sich unter der Leitung der Universität Regensburg (Prof. Dr. Michael Osterheider, Abteilung für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie) zum Ziel gesetzt, Ursachen, Risiken und Folgen sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu erforschen, um spezifische Präventionsansätze zu entwickeln. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über eine Laufzeit von vier Jahren (2010-2014) mit rund 2,5 Millionen Euro gefördert. Im Rahmen des multizentrischen Projekts sollen drei Forschungsbereiche zu sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen untersucht werden:

  1. Wie häufig kommt sexuelle Gewalt in Deutschland vor und welche Folgen hat sexueller Missbrauch?
  2. Welche bio-psycho-sozialen Bedingungen begünstigen sexuelle Gewalt?
  3. Welche Formen sexueller Gewalt treten im Kontext der neuen Medien auf?

Teilprojekt Missbrauchsfolgenstudie (Ulm): 

Schwerpunkt der Forschungsarbeiten an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie der Universität Ulm ist die Erfassung der psychosozialen Belastungen nach sexuellem Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen. Insbesondere soll untersucht werden, welche Faktoren dazu beitragen, dass minderjährige Opfer von sexuellem Missbrauch entweder psychisch erkranken oder trotz des erlebten sexuellen Missbrauchs gesund bleiben. Minderjährige Opfer sexueller Gewalt sollen sowohl über Kliniken, Ärzte und Therapeuten, Beratungsstellen für die Teilnahme an der Studie gewonnen und mit Hilfe eines strukturierten klinischen Interviews befragt werden, um das Ausmaß ihrer psychosozialen Belastung, etwaige Bewältigungsstrategien und die Schwere möglicher Traumafolgestörungen zu bestimmen. Von den Ergebnissen sind neue Erkenntnisse für die Prävention und Frühbehandlung von identifizierten minderjährigen Opfern sexuellen Missbrauchs, aber auch für eine frühzeitiger Aufdeckung dieser Taten zu erwarten.

Informationen zum multizentrischen Forschungsprojekt: www.mikado-studie.de

 

Du interessierst Dich für eine Teilnahme an der Missbrauchsfolgenstudie? Weitere Informationen zur Studie und welche Vorteile eine Teilnahme bringt, kannst Du in unserem Flyer nachlesen.


Projektleitung: Prof. Dr. L. Goldbeck, Prof. Dr. J. M. Fegert

Projektmitarbeiter: MSc Psych. Annika Münzer

Kontakt:

Annika Münzer

UniversitätsklinikumUlm

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie

Steinhövelstraße 1

89075 Ulm

Tel.: 0731 - 500 62672

Email: annika.muenzer[at]uniklinik-ulm.de

 

 

Koordinationszentrum:

 

Weitere beteiligte Kooperationszentren:

gepunktete blaue Linie 1000px breit