Safe Sport

Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport (Flyer)

Forschungsprojekt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/

Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm mit der

Deutschen Sporthochschule Köln und der Deutschen Sportjugend (dsj)

im Deutschen Olympischen Sportbund e.V., gefördert vom

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

 

Laufzeit: 01.10.2014 – 30.09.2017

 

Titel: Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt im organisierten Sport in Deutschland.

 

In den letzten Jahren nimmt das Thema Kinderschutzund sexualisierte Gewalt im organisierten Sport einen wichtigen Stellenwert ein. In Folge wurden Handlungsleitlinien für Sportvereine entwickelt und Präventionsprogramme für verschiedene Akteure im Sport initiiert. Es fehlen jedoch Kenntnisse zu Häufigkeiten, Formen und verursachendem Bedingungsgefüge sexualisierter Gewalt im Sport. Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, durch einen multidisziplinären Zugang und die Bündelung von Expertisen von Sportsoziologie und Kinder- und Jugendpsychiatriemehr Erkenntnisse zu Entstehungsbedingungen, Prävalenz und Formen sexueller Gewalt sowie deren Prävention im Sport zu gewinnen, um darauf aufbauend in enger Kooperation mit dem organisierten Sport die Maßnahmen zum Kinderschutz im Sport zu optimieren.

Das Forschungsvorhaben gliedert sich in fünf Teilprojekte:

  • Telefonische Basisbefragung von zentralen Sportverbänden und -organisationen zum Umsetzungsstand von Präventions- und Interventionsmaßnahmen.
  • Vertiefende Interviewstudie mit ausgewählten Verbänden zu begünstigenden und hemmenden Bedingungen für Prävention von sexualisierter Gewalt.
  •  Online-Befragung von Athletinnen und Athleten im Spitzensport zur Erfassung von Ausmaß, Formen und Folgen sexualisierter Gewalt.
  • Online-Befragung von Sportvereinen im Rahmen des Sportentwicklungsberichts.
  • Evaluation einer Qualifizierungsmaßnahme der Deutschen Sportjugend (dsj) für Funktionsträgerinnen und -träger im Sport und Analyse von Wirkfaktoren für eine erfolgreiche Implementierung von Kinderschutz im Verein.

Studienleitung Ulm:

Dr. Marc Allroggen

 

Mitarbeitende:

Dr. Thea Rau (Projektmanagement)

Dr. Jeannine Ohlert (Dipl. Psychologin, Sportpsychologin)

Corinna Gramm (Wiss. Mitarbeiterin)

Peter Rehmann (Dipl. Psychologe)

Carolin Schloz (Dipl. Pädagogin)

Anke Witte (Med. Dokumentarin)

 

Verbundkoordination:

Deutsche Sporthochschule Köln

Institut für Sportsoziologie, Abt. Geschlechterforschung

Dr. Bettina Rulofs

 

Studienkontakt:

Dr. Thea Rau

0731/ 500 61724

thea.rau[at]uniklinik-ulm.de

 

Literatur:

Brackenridge, C. & Fasting, K. (2005). The grooming process in sport: narratives of sexual harassment and abuse. Auto/Biography, 13 (1), 1-20.

Fasting, K., Chroni, S., Hervik, S., Knorre, N. (2011). Sexual harassment in sport toward females in three European countries. International Review for the Sociology of Sport, 46 (1), 76-89.

Gervis, M. (2010). From Concept to model: A new theoretical framework to understand the process of emotional abuse in elite child sport. In Brackenridge, C. H. & Rhind, D. (Hrsg.). Elite Child Athlete Welfare: International Perspectives (S. 60-69). London: Brunel University.

Rulofs, B. (2011). Gegen sexualisierte Gewalt im Sport – Kommentierter Handlungsleitfaden für Sportvereine zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Frankfurt: Deutsche Sportjugend im DOSB (Hrsg.) (unter Mitarbeit von: H. Brandi, G. Busch, K. Gramkow, J. Hunz, M. Korn, N. Rittgasser, D. Sahle, K. Witte, J. Becker, J. Hunz, P. Lautenbach, B. Suthues).

Referent/-innen für Kinderschutz-Workshops gesucht

Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt in Sportvereinen und -verbänden stärken!

Die Deutsche Sportjugend (dsj) und das Universitätsklinikum Ulm suchen im Rahmen des Forschungsprojektes „Safe Sport“ Referent/-innen, die im Zeitraum von September 2015 bis voraussichtlich Juli 2016 einen Workshop zum Thema „Prävention von sexualisierter Gewalt“ in ihrem Sportverein oder -verband durchführen. Dabei zählt vor allem das Interesse für das Thema und die Motivation, den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Sportvereinen und –verbänden zu stärken. Es sind keine besonderen Vorkenntnisse oder Erfahrungen in der Workshop-Leitung erforderlich. Die Referent/-innen müssen volljährig sein. 

 

Der Workshop basiert auf dem dsj-Qualifizierungsmodul (Flyer). Neben einer Powerpoint-Präsentation enthält es methodische Hinweise, die die Referent/-innen durch den Workshop führen und Anregungen für die konkrete Gestaltung geben. Die Inhalte bauen auf den dsj-Broschüren „Gegen sexualisierte Gewalt im Sport“ auf, die zusätzlich detaillierte Informationen beinhalten. Sie werden den Referent/-innen der Workshops und daran Teilnehmenden kostenfrei zur Verfügung gestellt. 

 

Die Workshops werden im Rahmen des Forschungsprojektes „Safe Sport“ auf ihre Wirksamkeit hin untersucht. Die dazu notwendige Befragung erfolgt mit Hilfe von Fragebögen innerhalb der Workshops. Zudem werden die Teilnehmenden nach ca. sechs Monaten nochmals befragt. Die Befragungen können Referentinnen und Referenten mit Unterstützung des Forschungsteams selbständig durchführen. Auf Wunsch erhalten sie zudem eine individuelle Rückmeldung zu den Ergebnissen ihres Workshops und eine Bestätigung der dsj über ihr Engagement.

 

Haben Sie Interesse, uns in diesem Projekt zu unterstützen und gleichzeitig den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Sportverbänden und -vereinen zu stärken, dann melden Sie sich bei der Projektmitarbeiterin Corinna Gramm (corinna.gramm[at]uniklinik-ulm.de, Tel. 0731-50062638) oder in der dsj-Geschäftsstelle bei Elena Lamby (lamby[at]dsj.de, Tel. 069-6700450). 

 

Die dsj ist neben dem Institut für Soziologie und Genderforschung der Deutschen Sporthochschule Köln (Verbundkoordination des Projektes) und der Klinik für Kinder und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm Verbundpartner im Forschungsprojekt „Safe Sport“, das im Oktober 2014 gestartet ist.

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