Frühe Hilfen in der Caritas
Externe Evaluation „Frühe Hilfen in der Caritas“
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Auftrag
Im April 2010 startete der Deutsche Caritasverband im Zusammenwirken mit 16 Diözesen und über 80 Caritas-Partnern auf örtlicher Ebene das Projekt „Frühe Hilfen in der Caritas“. Im Zentrum steht die Entlastung und Begleitung von Familien im Übergang von der Schwangerschaft zur Elternschaft bis zum Kleinkindalter. Der Übergang zur Elternschaft ist eine biografische Phase, die mit vielen Fragen, Unsicherheiten, Umbrüchen, mitunter auch mit Stress und tief greifenden Konflikten verbunden sein kann.
„Frühe Hilfen“ sind Angebote der Entlastung, Beratung und Unterstützung von Müttern und Vätern. Zumeist bedarf es hierzu keiner umfassenden pädagogischen Hilfen, vor allem wenn es um konkrete Entlastung und Unterstützung bei der Bewältigung der vielfältigen Alltagsanforderungen geht. Familien brauchen in dieser Phase lebenserfahrene Menschen, die ihnen aufzeigen können, wo es in der Gemeinde Entlastungsmöglichkeiten gibt, die ihnen Zeit schenken und bei den neuen und ungewohnten Herausforderungen im Alltag behilflich sind. Deshalb ist der Aufbau von ehrenamtlichen Begleitstrukturen z.B. in Form von Willkommensbesuchen oder Familienpat(inn)en wesentlicher Bestandteil des Projekts an allen Standorten. Der Einsatz
von Ehrenamtlichen zu „Frühen Hilfen“ ist relativ jung und es liegen kaum Erfahrungswerte vor.
Daher ist es sinnvoll, dass wir als externes Institut mit Erfahrungen im Bereich „Frühe Hilfen“ das Vorhaben praxisorientiert evaluieren. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm führt seit 10 Jahren wissenschaftliche Studien und praxisnahe Forschung in der Kinder- und Jugendhilfe durch.
Die inhaltliche Nähe und Praxiserfahrung ist für das „Frühe Hilfen“- Projekt des Deutschen Caritasverbandes sehr wertvoll, sodass konkrete Empfehlungen und Handlungsanleitungen aus den Evaluationsmaßnahmen und -ergebnissen zu erwarten sind.
Fragestellung und Vorgehen
Die zentralen Leitfragen der Evaluation sind:
- Welche Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Ehrenamtlichen zur Entlastung, Begleitung und Unterstützung von Eltern bestehen im Feld Früher Hilfen?
- Welche Qualität zeichnet den ehrenamtlichen Dienst in Familien am Start aus (z.B. Belastungen und Risiken des ehrenamtlichen Dienstes, Zufriedenheit und Selbstwirksamkeit von Eltern) und welche Unterstützungsstrukturen brauchen Ehrenamtliche?
- Wie gelingt die Integration von haupt- und ehrenamtlichen Angeboten im Netzwerk Früher Hilfen?
Das Projektteam der Kinder- und Jugend-psychiatrie/ Psychotherapie des Universitäts-klinikums Ulm wird begleitet durch ein Expertengremium, das interdisziplinär zusammengesetzt ist. Es werden zwei praxiserfahrene Vertreter der Projektpartner, die DCV-Projektleitung, wissenschaftliche Experten im Bereich Kinderund Jugendhilfe sowie Vertreter des Nationalen Zentrums Frühe Hilfe (NZFH) und des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) teilnehmen.
Evaluationsverfahren
Die Evaluation erfolgt in fünf Phasen:
Phase | Fragestellung | Methode | |
|---|---|---|---|
1 | 5/2011- |
| Schriftlicher Kurzfragebogen zu |
2 | 7/2011- |
| Schriftliche Befragung von Eltern, |
3 | 2/2012- | Vertiefende halbstrukturierte Interviews mit Fachpersonal und Familien | |
4 | 6/2012- |
| Vertiefende halbstrukturierte Interviews mit Fachpersonal und Familien
Fokusgruppeninterview mit |
5 | 10/2012- |
| Begutachtung durch Expertengremium |
Alle 90 Projektstandorte werden an der ersten Phase der Evaluation beteiligt sein. Vertiefende Analysen in der zweiten bis fünften Phase werden nur an acht ausgewählten Modellstandorten durchgeführt.
Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Jörg M. Fegert
Prof. Dr. Ute Ziegenhain
Projektleitung:
Dr. Hubert Liebhardt, Diakon
0731-500 61648
hubert.liebhardt[at]uniklinik-ulm.de
Projektassistenz:
Claudia Pietschmann
0731-500 61770
claudia.pietschmann[at]uniklinik-ulm.de
Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zur Evaluation:
Dipl.-Soz. Myriam Kiefer
0731-500 61798
myriam.kiefer[at]uniklinik-ulm.de
Gefördert vom:








