Onko-STEP
Entwicklung und Evaluation einer internetbasierten Intervention (Onko-STEP) zur posttraumatischen Stress- und Angstbewältigung bei ehemals pädiatrischen Krebspatienten
Projektförderung: Deutsche Krebshilfe e.V.
Projektlaufzeit: 01.10.2010 bis 31.09.2012
Projektleitung
Prof. Dr. Dipl.-Psych. Lutz Goldbeck
Universitätsklinikum Ulm; Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie; Steinhövelstraße 5; 89075 Ulm
Projektkoordination
Dipl.-Psych. Diana C. M. Seitz
Universitätsklinikum Ulm; Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie; Steinhövelstraße 5; 89075 Ulm
Kooperationspartner
Prof. Dr. Christine Knaevelsrud
Freie Universität Berlin; Klinische Psychologie und Psychotherapie;
Habelschwerdter Allee 45; 14195 Berlin
Prof. Dr. Peter Herschbach
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie; der Technischen Universität München; Sektion Psychosoziale Onkologie; Klinikum rechts der Isar;
Langerstr. 3; 81675 München
Dr. Dipl.-Psych. Gabriele Duran-Atzinger
Psychologische Psychotherapeutin
PsychotherapieZentrumRömerstraße; Römerstraße 33; 80803 München
Dr. Dipl.-Psych. Sabine Waadt,
Psychologische Psychotherapeutin Bavariaring 38; 80336 München
Projektbeschreibung
Spätfolgenstudien haben gezeigt, dass von ihrer Krebserkrankung geheilte Personen („Survivors“) gefährdet sind, auch nach Jahren rezidivfreien Überlebens an posttraumatischen Stresssymptomen und Ängsten zu leiden. Dieser Befund hat sich auch in der von der Deutschen Krebshilfe e.V. geförderten Studie zur „Psychosozialen Adaptation langzeitüberlebender onkologischer Patienten nach Erkrankung in der Adoleszenz“, welche ebenfalls unter Leitung von Herrn Prof. Lutz Goldbeck durchgeführt wurde, bestätigt. Dadurch ist die Lebensqualität der Betroffenen beeinträchtigt. Zudem besteht die Gefahr, dass sie durch ihr stress- und angstbedingtes Vermeidungsverhalten notwendige medizinische Nachsorgemaßnahmen unterlassen. Wie sich in dem bereits abgeschlossenen Projekt gezeigt hat, wird nur ein kleiner Teil der betroffenen ehemals pädiatrischen Patienten durch die bisherigen psychoonkologischen Nachsorgeangebote erreicht, so dass klinisch relevante langfristige psychische Spätfolgen meist unbehandelt bleiben.
In dem Projekt „Onko-STEP“ wird daher zunächst in Form eines Pilotprojekts eine internetbasierte psychologische Intervention für pädiatrische Survivors im Jugend- und Erwachsenenalter mit klinisch relevanten Angst- und Stresssymptomen entwickelt sowie einer sorgfältigen Evaluation unterzogen. Das Interventionsprogramm besteht aus zwei Modulen, wobei eines der Aufarbeitung krebsassoziierter traumatischer Erfahrungen („Blick zurück“) dient und das andere Modul auf die Bewältigung von krankheitsbezogenen Ängsten („Blick nach vorn“) ausgerichtet ist. Das Modul „Blick zurück“ basiert auf der „Interapy“ (Lange et al., 2003) und der Integrative Testimonial Therapie (ITT) (Knaevelsrud, Böttche, & Kuwert, 2009) für Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung. Das Modul „Blick nach vorn“ stellt eine internetbasierte Adaptation der Progredienzangsttherapie („PaThe“) für Krebspatienten mit Rezidivangst, welche sich in der Phase der Remission befinden (Herschbach & Berg, 2009; Herschbach et al., 2009) dar. Hauptziel die Überprüfung von Machbarkeit und Akzeptanz sowie eine erste Wirksamkeitsprüfung im Hinblick auf eine Reduktion posttraumatischer Belastungssymptome, allgemeiner Angstsymptome und der Rezidivangst.
Zielgruppe für die zu entwickelnde Intervention sind (ehemalige) Krebspatienten im Jugend- und Erwachsenenalter (≥15 Jahre), welche sich in stabiler Remission ihrer Krebserkrankung befinden und die unter klinisch relevanten Angst- und Stresssymptomen leiden. Die Therapie erfolgt im internetbasierten schriftlichen Kontakt mit trainierten Therapeuten auf der Basis eines strukturierten Therapiemanuals innerhalb von sechs Wochen.
Über die Projekthomepage www.onko-STEP.de können weiterführende Informationen zu Inhalten und Ablauf der Therapie abgerufen werden.
Ansprechpartner für Rückfragen:
Dipl.-Psych. Diana Seitz
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie Ulm
Steinhövelstr. 5, D-89075 Ulm
Tel.: 0731/500-61704, Fax: 0731/500-61796
E-mail: diana.seitz[at]uniklinik-ulm.de





