Spezialsprechstunde „DBT-move!“©

Spezialsprechstunde „DBT-move!“© für Jugendliche mit Emotional-instabiler Persönlichkeitsentwicklung und Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS)

Unser Spektrum
Jugendliche mit emotional-instabiler Persönlichkeitsentwicklung
Jugendliche mit der gesicherten Diagnose einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS; DSM-IV)
•    Diagnostik
•    Beratung
•    Therapieangebot nach DBT-A

Spezialsprechstunde „DBT-move!“©
Emotional-instabile Persönlichkeitsstörungen vom Borderline-Typus sind gekennzeichnet durch schwerwiegende Probleme von Impuls- und Affektregulation, die sich in rasch wechselnden Stimmungen, Gefühlen, innerer Leere oder explosiven aggressiven Durchbrüchen manifestieren können, sowie Auffälligkeiten in der Beziehungsgestaltung, wobei Beziehungen häufig intensiv, aber unbeständig verlaufen. Diese Symptomkonstellation ist ein Grund, warum emotional-instabile Persönlichkeitsstörungen bereits im Jugendalter keine seltene klinische Diagnose darstellen (Schmeck und Schlüter-Müller, 2009). Insbesondere nichtsuizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV) und Suizidalität sind Symptome der BPS (Nock et al., 2006), können jedoch auch unabhängig von der Diagnose auftreten und beeinflussen die Entwicklung der Jugendlichen erheblich. Zur Behandlung der BPS im Jugendalter wurden die für das Erwachsenenalter etablierten Techniken an das Entwicklungsniveau und die Bedürfnisse der Jugendlichen adaptiert. Hier ist die Dialektisch-Behaviorale Therapie für Adoleszente (DBT-A; Miller et al., 2007) zu nennen, für die bereits Wirksamkeitsnachweise vorliegen. Das flexible DBT-A Programm „DBT-move“ erlaubt es, nach ausführlicher Diagnostik und Beratung das für den Jugendlichen geeignete Behandlungsmodell zu wählen. So kann je nach Symptomatik ein stationärer, teilstationärer oder ambulanter Behandlungsschwerpunkt gewählt werden. Das ambulante Behandlungsangebot nach DBT-A umfasst in der Regel die Teilnahme an Einzeltherapie (50 Minuten/Woche) und Fertigkeitentraining in der Gruppe („Skillgruppe“; 90 Minuten/Woche), wobei zur Integration in die Einzeltherapie Kooperationen mit der AZVT-Ambulanz der KJP Ulm sowie mit ausgewählten Praxen bestehen. Vor Therapiebeginn erfolgt eine ausführliche Diagnostik, Behandlungsplanung und Prüfung der Therapiemotivation.
Ansprechpartner
OA Dr. med. M. Allroggen, Komm. Sektionsleitung Institutsambulanz                                        Tel.: 0731/500-61636
Dr. Dipl.-Psych. D. Bernheim, Ambulanzleitung AZVT, DBT-Therapeutin, Supervision, Konzeption „DBT-move“©     Tel.: 0731/500-62673
Joanna Janski, Diplom-Psychologin                        
Anastasia Brell, Ärztin                

Terminvereinbarung:
Tel.: 0731 / 500-61636
Fax: 0731 / 500-61683

Anschrift
Institutsambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie
Krankenhausweg 3
89075 Ulm

Nähere Informationen über unser Behandlungsangebot nach DBT-A kann bei Interesse dem beigefügtem Flyer entnommen werden.

Frühkindliche Sprechstunde

Unsere frühkindliche Sprechstunde bietet Eltern mit Kindern von der Geburt bis zum Alter von drei Jahren Unterstützung und diagnostische Abklärung bei kindlichen Regulationsstörungen an. Zu den kindlichen Regulationsstörungen gehören beispielsweise Schlafstörungen, Fütterstörungen, exzessives Schreien im Säuglingsalter sowie Verhaltensprobleme und Entwicklungsstörungen im Kleinkindalter.

Ziel der Sprechstunde ist ein möglichst frühzeitiges Erkennen von Risiken in der Eltern-Kind-Beziehung und der kindlichen Entwicklung sowie eine Stärkung der elterlichen Kompetenz. Durch das Erkennen und die Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten in der frühen Kindheit soll möglichen Entwicklungsverzögerungen rechtzeitig entgegengewirkt werden.

Im Rahmen einer Erstvorstellung in unserer Klinik wird das „Problemverhalten“ zunächst ausführlich erfasst. Bei Bedarf und mit der Zustimmung der Eltern wird eine Fremdanamnese von anderen wesentlichen Bezugspersonen wie Familienhebamme, Erzieherin der Kinderkrippe, Großeltern usw. eruiert. Darüber hinaus finden unter Umständen entwicklungsneurologische und entwicklungspsychologische Untersuchungen statt. Die Ergebnisse werden mit den Eltern ausführlich besprochen. Im Anschluss an einen Beratungsprozess stehen je nach Wunsch und Bedarf unterschiedliche therapeutische Ansätze zur Verfügung:

  • Die Durchführung einer entwicklungspsychologischen Beratung (videogestütztes Eltern-Kind Beratungskonzept)
  • Die Aufklärung und Beratung durch unseren Sozialdienst über weitere Unterstützungsangeboten wie z.B. von Jugendämtern, Beratungsstelle usw.
  • Eine pädagogische Elternberatung im Einzel- oder Gruppensetting
  • Fortsetzung der Behandlung in unserer kinder- und jugendpsychiatrischen und psychotherapeutischen Institutsambulanz
  • Bei Bedarf unterstützen wir bei der Vermittlung einer stationären Eltern-Kind Behandlung (außerhalb unserer Klinik)

Im Rahmen der Initiative „Frühen Hilfen und frühen Interventionen im Kinderschutz“ arbeiten wir interdisziplinär mit diversen Berufsgruppen und Institutionen zusammen.

Terminvereinbarung über unsere Institutsambulanz:
Tel.: 0731 / 500-61636
Fax: 0731 / 500-61683

Ansprechpartnerin:

Frau Lührs da Silva, Ärztin

 

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Sprechstunde für Heimkinder

Kinder und Jugendliche, die in Einrichtungen der Jugendhilfe leben, leiden überdurchschnittlich häufig unter psychischen Störungen. Oft haben diese Kinder bereits traumatische Erfahrungen in ihrer Familie gemacht oder Verhaltensauffälligkeiten bzw. Entwicklungsstörungen haben die Unterbringung in einer Jugendhilfeeinrichtung notwendig gemacht. Gerade wenn Kinder und Jugendliche einer Unterbringung zwiespältig gegenüber stehen, kann zudem der Beziehungsaufbau zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erschwert sein, und Kinder und Jugendliche können die Befürchtung haben, den Kontakt zu ihren Eltern zu verlieren. Auch leibliche Eltern, die ihr Kind in die Obhut einer Jugendhilfeeinrichtung gegeben haben, äußern häufig die Befürchtung, ihr Kind nicht mehr regelmäßig zu sehen oder ihre spezielle Rolle als Eltern zu verlieren.
Wichtig für eine gesunde Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ist daher ein klarer und verlässlicher Betreuungsrahmens, die Zusammenarbeit zwischen leiblichen Eltern, Einrichtung, Jugendamt und anderen Institutionen, sowie die Berücksichtigung des individuellen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlungsbedarfs.
Aus diesem Grunde bieten wir für Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der Jugendhilfe an der kinder- und jugendpsychiatrischen Institutsambulanz der Universitätsklinik Ulm folgende Leistungen an:

  • kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik
  • Ermittlung des Entwicklungsstands und des Förder- und Therapiebedarfs des Kinder und Jugendlichen
  • Durchführung der kinder- und jugendpsychiatrischen sowie psychotherapeutischen Behandlung sowie Koordination zusätzlicher pädagogischer und therapeutischer Maßnahmen
  • Beratung der Einrichtungen im Umgang mit den Kindern und leiblichen Eltern
  • Beratung der leiblichen Eltern im Umgang mit den Kindern und der Einrichtung
  • Zusammenarbeit und Austausch mit dem zuständigen Jugendamt bzgl. einer am Wohl der psychisch auffälligen Kinder orientierten Hilfeplanung, Umgangsregelung, Gestaltung von Übergängen etc.
  • Krisenintervention
  • Vermittlung zwischen leiblichen Eltern, Einrichtung, Jugendamt und anderen relevanten Institutionen.

Aktuell bieten wir regelmäßige, z. T. aufsuchende Heimsprechstunden für die Einrichtungen Kinderheim St. Clara in Gundelfingen, St. Fidelis Jugendhilfe in Dürmentingen/Heudorf, Zentrum <guterhirte> in Ulm und Oberlin e.V. – Evangelische Einrichtung für Jugendhilfe in Ulm.

Ansprechpartner:
Frau Lührs da Silva, Ärztin
Frau Aadalen, Arzt
Herr Dr. Allroggen, Oberarzt

Zentrale Ambulanzanmeldung
: Tel. 0731-500-61636

 

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Spezialsprechstunde für Kinder mit Phelan-McDermid-Syndrom (Chromosom 22q13 Deletionssyndrom) und ihre Familien

Unser Spektrum:

  • Erkrankungen mit geistiger Behinderung und Autismus-Spektrumstörung
  • Ermittlung des Entwicklungsstandes und des Förder- und Therapiebedarfs des Kindes
  • Diagnostik: inkl. genetischer Beratung und ausführlicher Autismus-Diagnostik (und ggf. Bildgebung)
  • Psychosoziales Beratungsangebot

 

 

 

Spezialsprechstunde für Kinder mit Phelan-McDermid-Syndrom (Deletionssyndrom 22q13)

Kinder und Jugendliche mit Phelan-McDermid-Syndrom, bei denen ein Teil des langen Arms des Chromosoms 22 fehlt, zeigen eine erhebliche allgemeine Entwicklungsverzögerung, in der Regel einhergehend mit geistiger Behinderung, ausgeprägter Muskelhypotonie, fehlendem oder stark verzögertem Spracherwerb und manchmal Dysmorphiezeichen (z.B. große, auffällige Ohrmuscheln, dysplastische Zehennägel, ausgeprägte Stirn, knollige Nase, spitzes Kinn).

Die Mehrzahl der Kinder weist deutlich autistische Züge  auf, mit auffälligen repetitiven Verhaltensweisen und mangelnder sozialer Interaktion. Ebenfalls häufig zeigt sich ein vermindertes Schmerzempfinden, Kauen und Schmatzen. Das Wachstum kann vermindert, normal oder akzeleriert sein. Spracherwerb fehlt entweder völlig oder ist stark verzögert. Manche Kinder beherrschen einige wenige Worte.

Der Verlust von 22q13 kommt entweder zustande durch einfache Chromosomenabbrüche (Deletionen), Übertragung des Chromosomenstücks auf andere Chromosomen (Translokation) oder Ringchromosombildung. Nicht sehr häufig ist die beschriebene Symptomatik auch auf eine Mutation des SHANK 3 Gens zurückzuführen.

An das Phelan-McDermid-Syndrom sollte gedacht werden, wenn bei Säuglingen eine Muskelhypotonie, fehlende Sprachentwicklung (kein Lautieren) und allgemeine Entwicklungsverzögerung vorliegt. Besteht klinisch der Verdacht auf ein Phelan-McDermid-Syndrom, sollte eine humangenetische Beratung und Diagnostik erfolgen (z.B. vergleichende Genom-Hybridisierung (Array-CGH), MLPA etc.).

Weitere Syndrome mit Muskelhypotonie, verzögerter Entwicklung und mangelnder Sprachentwicklung und/oder autistischen Verhaltensauffälligkeiten, die differentialdiagnostisch in Betracht gezogen werden müssen sind zum Beispiel

Nicht-syndromale geistige Behinderung oder Autismus-Spektrum-Störung, Prader-Willi-, Angelman-, Williams-, Fragiles X-, Sotos- und Velokardiofaziales Syndrom.

Im Rahmen unserer Spezialsprechstunde wird eine ausführliche Untersuchung und Beratung angeboten. Es besteht die Möglichkeit an klinischen Studien teilzunehmen.

Das multidisziplinäre Team

der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie arbeitet im Rahmen der Sprechstunde zusammen mit einer  Genetikerin, Kinderurologin und Kinderkardiologin sowie Neurowissenschaftlern.

Prof. Dr. Anne-Karoline Ebert, Sektionsleiterin KinderurologieTel: 0731/500 58000
Dr. med. Ursula Doblanzki, Oberärztin KinderkardiologieTel. 0731/500 57324
Dr. med. Julia Mühlberger, HumangenetikTel: 0731/500 65401
Prof. Dr. Tobias Böckers, Institutsleiter Institut für Anatomie und Zellbiologie       Tel: 0731/500 23220
Michael Schön, ärztl. Wiss. Mitarbeiter Institut für Anatomie und Zellbiologie Tel: 0731/500 23220
Dr. Dr. Michael Schmeisser, ärztl. Wiss. Mitarbeiter Institut für Anatomie und Zellbiologie Tel: 0731/500 23220

 

Die Ulmer Spezialsprechstunde für Kinder mit Phelan-McDermid-Syndrom und ihre Familien ist aktuell die einzige in Deutschland. Wir wollen dazu beitragen dieses bislang sehr unterdiagnostizierte Krankheitsbild zu erforschen und den speziellen Bedürfnissen der Kinder mit diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen gerecht zu werden. Ziel der Spezialsprechstunde und der Erforschung des Syndroms ist eine verbesserte klinische Versorgung der betroffenen Kinder und Familien.

Hierzu findet eine enge Kooperation mit der Selbsthilfeorganisation Phelan-McDermid Gesellschaft e. V. statt (http://22q13.info)

 

Geschäftsstelle des Vereins Phelan-McDermid Gesellschaft e. V. :

Sekretariat der Sektionsleitung

Ariane Saccarello

Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie

Universitätsklinikum Ulm

Krankenhausweg 3

89075 Ulm

Tel: 0731/500 61700

Mail: ariane.saccarello[at]uniklinik-ulm.de

Sekretariat Herr Prof. Böckers

Franziska Rueß

Anatomie und Zellbiologie

Universität Ulm

 

Albert-Einstein-Allee 11

89081 Ulm

Tel: 0731/500 23221/0

Mail: franziska.ruess[at]uni-ulm.de

 

Terminvereinbarungen:

Tel. 0731 / 500-61636

Fax 0731 / 500-61683

E-Mail: Phelan-McDermid.KJP[at]uniklinik-ulm.de

 

Anschrift:

Ambulanz für Kinder mit Phelan-McDermid-Syndrom und ihre Familien

Institutsambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie

Krankenhausweg 3

89075 Ulm

 

Bitte beachten Sie, dass aktuell Kinder mit Phelan-McDermid-Syndrom nur im Rahmen unserer regulären klinischen Sprechstunde gesehen werden können.

 

 

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Pflegekinderambulanz

Pflegekinder sind gewöhnlich Kinder mit sehr schwierigen Vorerfahrungen, wodurch der Beziehungsaufbau zu den Pflegeeltern belastet und erschwert sein kann. Psychische Störungen und Entwicklungsverzögerungen sind bei Pflegekindern verbreitet. Häufig werden Pflegeeltern mit Verhaltensauffälligkeiten und Anforderungen im Umgang mit dem ihnen anvertrauten Kind und seinem Umfeld konfrontiert, denen sie sich ohne Unterstützung nicht gewachsen fühlen. Durch die Betreuung des Pflegekindes wird das Beziehungsnetzwerk der Pflegefamilie erweitert, die Zusammenarbeit mit leiblichen Eltern, Jugendamt und weiteren Institutionen (Schule, Tagestätte, pädagogischer Frühförderung, Therapeuten etc.) ist notwendig; dabei kann es ohne Unterstützung schwierig sein für alle Beteiligten zufrieden stellende Vereinbarungen zu treffen. Leibliche Eltern sehen sich in der Situation ihr Kind in eine fremde Obhut zu geben und befürchten mitunter ihr Kind nicht häufig genug sehen zu können und ihre spezielle Rolle als Eltern zu verlieren. Die Pflegekinder wiederum stehen zwischen verschiedenen Bezugspersonen und Institutionen, die sich um sie kümmern, und können sich bei fehlender Zusammenarbeit der Erwachsenen hin und her gezogen fühlen. Wichtig für das Wohlbefinden und für die Wiederherstellung der psychischen Gesundheit der Kinder sind die Herstellung eines klaren und verlässlichen Betreuungsrahmens, die Zusammenarbeit zwischen leiblichen Eltern, Pflegeeltern, Jugendamt und anderen Institutionen, sowie die Berücksichtigung des individuellen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlungsbedarfs.

In diesem Sinne bietet die Pflegekindersprechstunde an der kinder- und jugendpsychiatrischen Institutsambulanz der Universitätsklinik Ulm folgende Leistungen an:

  • kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik
  • Ermittlung des Entwicklungsstands und des Förder- und Therapiebedarfs des Kindes
  • Durchführung der kinder- und jugendpsychiatrischen sowie psychotherapeutischen Behandlung sowie Koordination zusätzlicher pädagogischer und therapeutischer Maßnahmen
  • Beratung der Pflegeeltern im Umgang mit den Kindern und leiblichen Eltern
  • Beratung der leiblichen Eltern im Umgang mit den Kindern und den Pflegeeltern
  • Informations- und Gesprächsnachmittage für Pflegeeltern, leibliche Eltern und Fachkräfte zu pflegekindspezifischen Themenschwerpunkten
  • Zusammenarbeit und Austausch mit dem zuständigen Jugendamt bzgl. einer am Wohl der psychisch auffälligen Kinder orientierten Hilfeplanung, Umgangsregelung, Gestaltung von Übergängen etc.
  •  Krisenintervention
  • Vermittlung zwischen leiblichen Eltern, Pflegeeltern, Jugendamt und anderen relevanten Institutionen.

Dieses Angebot richtet sich an die betroffenen Kinder, Pflege- und Herkunftsfamilien sowie an die Fachkräfte in den Jugendämtern.

 

Ansprechpartner:

Frau Marhöfer, Ärztin

Herr Dr. Allroggen, Oberarzt

 

Anmeldung:

zentrale Ambulanzanmeldung: Tel. 0731-500-61636.

 

 

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Spezialsprechstunde für Transidentität und sexuelle Identitätsentwicklung im Kindes- und Jugendalter (TIKA)

Unser Spektrum

Kinder und Jugendliche mit Fragen der geschlechtlichen und sexuellen Identitätsentwicklung und Transidentität

  • Diagnostik
  • Beratung
  • Psychotherapeutische Begleitung

Spezialsprechstunde „TIKA“

Im Zuge der heutigen Vielfalt von Lebensentwürfen und Diskussionen um Begriffe wie “Transgender“ stellen sich zunehmend auch Kinder und Jugendliche die Frage nach ihrer geschlechtlichen Identität und Zugehörigkeit. Einige dieser Kinder und Jugendlichen haben eine klare innere Überzeugung hinsichtlich ihrer geschlechtlichen Identifikation als „Junge“ oder „Mädchen“ und erleben diese für sich als „stimmig“. Andere Kinder und Jugendliche reagieren mit starker Verunsicherung hinsichtlich der eigenen geschlechtlichen Identität und nicht zuletzt mit Ängsten oder Depressionen. Nicht selten spiegelt sich diese Verunsicherung auch im familiären Umfeld wider. Besonders Eltern sind bezüglich der Fragen um die Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung ihres Kindes vor starke Herausforderungen gestellt.

Liegt neben weiteren Kriterien ein ausgeprägter und anhaltender Wunsch oder die Überzeugung des Kindes oder Jugendlichen vor, dem jeweils anderen Geschlecht anzugehören, wird anders als im Erwachsenenalter nicht von Transsexualität, sondern von einer „Störung der Geschlechtsidentität im Kindes-und Jugendalter“ (ICD-10: F64.2) gesprochen. In der TIKA-Spezialambulanz erfolgt bei einer entsprechenden Fragestellung zunächst eine ausführliche Anamneseerhebung und Diagnostik, welche sich an den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie zu den ICD-10-Kategorien „Störungen der Geschlechtsidentität“ (F64) und „Psychische- und Verhaltensstörungen in Verbindung mit der sexuellen Entwicklung und Orientierung“ (F66) orientiert. Diese Diagnostik und die Ausschlussdiagnostik anderer psychischer Probleme oder organischer Erkrankungen schließt einen interdisziplinären Austausch mit ärztlichen Fachkollegen, insbesondere aus der Abteilung für Pädiatrische Endokrinologie ein. Die anschließende Beratung und gegebenenfalls auch therapeutische Begleitung orientiert sich eng an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen und ihrer Eltern und an der bestehenden Symptomatik. Sie reicht von einer einfachen Beratung hinsichtlich der geschlechtlichen Identitätsfindung bei bestehenden sexuellen Reifungskrisen bis hin zur leitliniengerechten therapeutischen Begleitung bei Wunsch nach Anpassung an das andere Geschlecht nach sorgfältiger Prüfung aller vorliegenden Kriterien.

 

Ansprechpartner

Dr. Dorothee Bernheim, Psychologische Psychotherapeutin (VT) Tel.: 0731/500-62673

Anastasia Brell, Ärztin                                 Tel.: 0731/500-62644

Ines Mendler, Ärztin

 

Kooperationspartner

Dr. Frederike Denzer, Abteilung für Pädiatrische Endokrinologie der Universitätsklinik Ulm

 

Sprechstundentermin:

Mittwoch und Freitagnachmittags sowie nach Vereinbarung

Terminvereinbarung:

Tel.: 0731 / 500-61636

Fax: 0731 / 500-61683

 

Anschrift

Ambulanz für Transidentität und Identitätsentwicklung und im Kindes- und Jugendalter (TIKA)

Institutsambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie

Krankenhausweg 3

89075 Ulm

 

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Tourette-Sprechstunde

In der Spezialsprechstunde für das Tourette-Syndrom und andere Tic-Störungen unserer Institutsambulanz bieten wir eine umfassende diagnostische Abklärung und bewältigungsorientierte Beratung sowie nach Bedarf die weitere therapeutische Begleitung bei Tic-Störungen aller Art an.

Im Rahmen der diagnostischen Abklärung erfolgt zunächst eine ausführliche Erhebung der Krankheitsgeschichte sowie standardisierte Erfassung der Ausprägung der Tic-Symptomatik. Ergänzt wird die Diagnostik durch psychologische Testverfahren sowie klinisch-neurologische Untersuchungen mit labortechnischer sowie bei Bedarf apparativer Diagnostik (EEG, MRT). Hierbei soll eine Abgrenzung zu anderen motorischen Bewegungsstörungen ermöglicht werden sowie das Vorliegen von neurologischen sowie neuropsychiatrischen Begleiterkrankungen erfasst werden. Im Rahmen eines Befundgespräches informieren und  beraten wir den Patienten und deren Familien hinsichtlich möglicher Therapieoptionen. Wir bieten durch unserer Ambulanz sowie bei Bedarf durch unsere stationäre Angebote und Kooperationen mit anderen Abteilungen des Universitätsklinikums sämtliche zugelassenen und erprobten medikamentöse und verhaltenstherapeutische Behandlungsmöglichkeiten an. Zudem kann durch unsere Sozialpädagogen, unseren Pflege- und Erziehungsdienst sowie durch die enge Verknüpfung mit unserer Klinikschule weiteres Fachpersonal zur Beratung hinsichtlich unterstützender Jugendhilfemaßnahmen sowie schulischer Fragestellungen hinzugezogen werden.         

 

Terminvereinbarung über unsere Institutsambulanz:

Tel.: 0731 / 500-61636

Fax: 0731 / 500-61683

 

Ansprechpartner:

Herr Aadalen, Arzt

 

Infomaterial kann bei der Deutschen Tourette-Gesellschaft bezogen werden.

Kontaktadresse:

  • Tourette-Gesellschaft Deutschland e.V.

    c/o Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
    von Siebold-Straße 5 37075 Göttingen
    Tel. (0551) 39-6727
    Fax (0551) 39-8120
    http://www.tourette-gesellschaft.de

oder

  • G i l l e s  D e  L a  T o u r e t t e  S y n d r o m

    H o m e p a g e   D e u t s c h l a n d
    In Zusammenarbeit mit der Tourette Gesellschaft Deutschland e.V.
    http://www.tourette.de

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