EMPOWER-Studie bei Patienten mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS)

In der Ambulanz für Motoneuronerkrankungen der neurologischen Universitätsklinik Ulm läuft aktuell seit Juni eine internationale, multizentrische Studie mit der Substanz Dexpramipexol bei Patienten mit einer ALS, die bereits Riluzol (Rilutek) erhalten oder noch nicht auf Riluzol eingestellt sind.

 

Es soll untersucht werden, ob die Substanz das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen kann. Dexpramipexol führte bei ALS-Mäusen zu einer Verlängerung der Lebenszeit. Außerdem fördert die Substanz das Überleben motorischer Nervenzellen in Zellkultur.

 

Die Studie wird doppelblind, placebo-kontrolliert über 12 Monate durchgeführt, d.h. eine Patientengruppe erhält Dexpramipexol und die andere Patientengruppe Placebo. Während dieser Zeit wird das Studienmedikament 2x täglich eingenommen.

 

In die Studie können Patienten aufgenommen werden, die Krankheitszeichen, wie Muskelschwäche seit weniger als 24 Monaten zeigen, ein Alter zwischen 18 und 80 Jahren, eine ausreichende Lungenfunktion (VC=Vitalkapazität über 65%), die Fähigkeit, die Studienmedikation zu schlucken und eine zusätzliche Medikation mit Riluzol seit mindestens 60 Tagen oder keine Riluzol-Behandlung aufweisen. Patienten mit schwerwiegenden Begleiterkrankungen, wie Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen, dürfen nicht in die Studie eingeschlossen werden.

 

Sollten Sie Interesse an dieser Studie haben, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne telefonisch oder auch per Email für weitere Auskünfte zur Verfügung. Gerne senden wir Ihnen auch Informationsmaterial über diese Studie zu.

Ansprechpartner:

 

Melanie Maier

Tel.: 0731-177 5722

melanie85.maier[at]uniklinik-ulm.de

 

Sabine Raubold

Tel.: 0731-177 5721

sabine.raubold[at]uni-ulm.de

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