Funktionelle Kernspintomographie
Im Hinblick auf eine Optimierung der Lokalisation funktionell wichtiger Hirnareale bei der prächirurgischen Diagnostik wurde die Kombination von MEG und fMRI untersucht. Dazu wurden die MEG- und die fMRI-Lokalisationen somatosensibel evozierter Antworten miteinander verglichen, wobei darauf geachtet wurde, daß bei beiden Messungen identische Reize (elektrische Reizung von peripheren Nerven) verwandt werden. Um dies bei fMRI-Messungen zu ermöglichen, wurde eine Anordnung entwickelt, bei der die elektrische Reizung im fMRI keine Artefakte verursacht.
Als Ergänzung des Arbeitsgebietes Vestibuläre Psychophysik wird mittels fMRI untersucht, welche Gehirnstrukturen an der Integration (im mathematischen Sinn) von Geschwindigkeitssignalen befasst sind und dadurch eine Wahrnehmung des zurückgelegten Weges ermöglichen ('Geschwindigkeit-zu-Weg Integration'). Da eine definierte vestibuläre Reizung unter den Bedingungen des fMRI nicht möglich ist, werden als Surrogat mittels Videobrille Drehbewegungen in einer virtuellen Umgebung dargeboten und die Probanden aufgefordert entweder die Geschwindigkeit dieser Bewegungen zu schätzen oder die während der Bewegung zurückgelegte Winkelstrecke.
Ein wichtiger Faktor bei der Bewertung der Aktivitätsunterschiede, die bei Vergleich verschiedener Bedingungen in fMRI-Untersuchungen gefunden werden, ist die Kenntnis der in den jeweiligen Bedingungen aufgetretenen Augenbewegungen. Als preiswerte Alternative zu den hierfür erhältlichen kommerziellen Geräten wird eine Messung mittels Elektrookulogramm (EOG) entwickelt. Die vom Kerspintomographen ausgehenden Störsignale werden durch zusätzliche Sensorspulen erfasst. Durch geeignete Subtraktion können die Störkomponenten im EOG dann minimiert werden.





