Allgemeine Informationen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patienten,

Sie möchten Näheres über nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie wissen?
Hier eine kurze Information:

Abbildung von krankheitsbedingten Funktionsstörungen

Die Stärke der nuklearmedizinischen Diagnostik ist die bildliche Darstellung und Messung wichtiger Körperfunktionen wie die Durchblutung, des Stoffwechsels und der Funktion lebenswichtiger Organe wie z.B. des Gehirns, des Herzens, der Nieren, der Knochen oder lebenswichtiger hormonbildender Drüsen wie z.B. der Schilddrüse. Zahlreiche Tumorerkrankungen können anhand eines stark gesteigerten Nährstoffverbrauches der Tumorzellen entdeckt und der gesamte Körper in einem Untersuchungsgang nach Tumorherden abgesucht werden.

Zu diesem Zweck wird eine sehr kleine Menge eines schwach radioaktiven Arzneimittels in eine Armvene gespritzt, nach wenigen Minuten bis Stunden wird die Verteilung im Körper mit modernsten Messinstrumenten, z.B. Gammakameras gemessen und mit ausgefeilter Computertechnik aufgearbeitet.

 

Phäochromocytom: F-18-DOPA-PET/CT Das CT (links oben) zeigt eine vergrößerte, zentral hypodense linke Nebenniere. Im PET (rechts oben) intensiv F-18-DOPA-speichernder Herdbefund, der im Fusionsbild (links unten) eindeutig in der vergrößerten Nebeniere lokalisiert wird. Operativ entfernter Nebennieren-Tumor (rechts unten).


Multimodale Bildgebung:  Abbildung von Struktur und Funktion

Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Klinik ist die multimodale Bildgebung. Hierbei verwenden wir computertomographische (CT) oder kernspintomographische (MRT) Schnittbildmethoden zur hochauflösenden Organ- und Körperdarstellung und nuklearmedizinischer Funktionsdiagnostik zur Abbildung der Organfunktion. Hierdurch werden die Stärken der modernen Schnittbildgebung – die hochauflösende Organdarstellung – und die empfindliche Funktionsmessung zu einem Fusionsbild kombiniert (PET/CT oder PET/MRT). Wir führen diese Untersuchung in Ganzkörpertechnik durch, so dass wiederholte Besuche für Aufnahmen von Teilabschnitten des Körpers entfallen.


11C-Choline-PET/CT , Lokalrezidiv eines Prostatakarzinoms

Strahlung gezielt im erkrankten Gewebe einsetzen

Die nuklearmedizinische Therapie, z.B. die Radiojodtherapie von Schilddrüsenerkrankungen nutzt ebenfalls den Vorteil radioaktiver Arzneimittel aus, sich gezielt in behandlungsbedürftigen Geweben anzusammeln und dort zielgerichtet das krankhaft veränderte Gewebe auszuschalten. Das umliegende gesunde Gewebe wird wegen der sehr kurzen Reichweite der Therapiestrahlung (in der Regel wenige Millimeter) weitgehend geschont.

Schilddrüsenszintigraphie. Autonomes Adenom (links) vor Radiojodtherapie. Ausschaltung des Autonomen Adenoms und Normalisierung der Schilddrüsenfunktion nach Radiojodtherapie

Eine Zusammenstellung üblicher nuklearmedizinischer Untersuchungsverfahren finden Sie hier.

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