MRT
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein bildgebendes Verfahren, das vor allem in der medizinischen Diagnostik zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper eingesetzt wird. Mit der MRT kann man Schnittbilder des menschlichen oder tierischen Körpers erzeugen, die eine Beurteilung der Organe und vieler krankhafter Organveränderungen erlauben. Die Magnetresonanztomographie basiert auf sehr starken Magnetfeldern sowie elektromagnetischen Wechselfeldern im Radiofrequenzbereich, mit denen bestimmte Atomkerne (meistens die Wasserstoffkerne /Protonen) im Körper angeregt werden. Empfangen werden extrem schwache elektromagnetische Felder, die von den angeregten Atomkernen ausgesendet werden. Im Gerät wird keine Röntgenstrahlung oder andere ionisierende Strahlung erzeugt oder genutzt. Eine wesentliche Grundlage für den Bildkontrast sind unterschiedliche Relaxationszeiten verschiedener Gewebearten. Daneben trägt auch der unterschiedliche Gehalt an Wasserstoffatomen in verschiedenen Geweben (z.B. Muskeln, Knochen) zum Bildkontrast bei. Synonym zur Bezeichnung Magnetresonanztomographie wird auch der Begriff Kernspintomographie verwendet. In der Klinik für Nuklearmedizin wird die MRT in Kombination mit der C-11 Cholin PET/CT am häufigsten zur Untersuchung beim Prostatakarzinom im Rahmen der Primärtumordiagnostik, der Rezidivdiagnostik zum Lymphknotenstaging und zur Abklärung der Knochenmetastasierung eingesetzt.

- Prostatakarzinom im rechten hinteren Prostatalappen. Intensiv C-11-Cholin speichernder Herdbefund im Peripheren Prostatalaappen rechts dorsal (oben). Umschrieben signalarme Läsion in der T2w MRT (links unten). Deutliche vermehrte Durchblutung in diesem Herd in der VIBE-T1w MRT nach Kontrastmittelgabe (rechts unten).
Prostate carcinoma: spectroscopy

- Kleines Prostatakarzinom im hinteren linken Prostatalappen. Umschrieben signalarme Läsion in der T2w MRT (oben links, blaues Quadrat) mit deutlich gesteigertem Cholin-Signal in der MR-Spektroskopie sowie reduzierten Cholin/Zitrat-Verhältniss. Normales Cholinsignal und Cholin/Zitrat-Verhältnis im gutartigen Gewebe der mittleren Prostata (unten rechts).







