Kotherapie

Kotherapien bilden einen unverzichtbaren Teil der stationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung. In einer beschützten Umgebung sollen vorhandene Ressourcen aktiviert, bestehende Schwierigkeiten bearbeitet und krankheitsbedingte Defizite üerwunden werden. Auch unterstützen die Angebote die Tagesstrukturierung, die bei seelischen Erkrankungen oft früh verloren geht.

 

Arbeitstherapie ist ein Behandlungsverfahren, bei dem Arbeit unter wirklichkeitsnahen Bedingungen als Mittel eingesetzt wird. Die Ziele liegen in der Steigerung der beruflichen Belastbarkeit. Weiterhin sollen die Arbeitsgrundfähigkeit und spezielle Fähigkeiten für die berufliche (Wieder-)Eingliederung verbessert und stabilisiert werden, sodass die Patientinnen und Patienten wieder in die Lage versetzt werden, einer dem Ausbildungsstand und der bisherigen Lebensstellung angemessenen Tätigkeit nachzugehen.

 

Ergotherapie beruht auf der Annahme, das "tätig sein" ein menschliches Grundbedürfnis ist und unterstützt Menschen auf ihrem Weg zu mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit in ihrem Alltag und/oder Beruf.

Die Therapie verläuft in Phasen, ist geplant und zielorientiert. Im Zentrum der Behandlung stehen die alltäglichen Tätigkeiten. Die Patientinnen und Patienten haben konkret die Möglichkeit, sich als Handelnde zu erleben, eigene Ressourcen zu erfahren, zu entwickeln und zu nutzen.

 

In der Kunsttherapie werden psychische, sinliche und intellektuelle Anteile aktiviert und in Bewegung gebracht. Zeitgleich findet eine inhaltliche Auseinandersetzung statt, auf geistiger, seelischer und leiblicher Ebene.

Das Ziel umfasst die Wiederherstellung bzw. Besserung der körperlich-seelischen Gesundheit und der Selbstständigkeit. Der Therapieansatz kann konfliktzentriert  aufdeckend oder stützend sein.

 

Die Musiktherapie hat die spezifische Rolle bei psychiatrischen Störungen, über die Musik als Mittel einen nonverbalen Zugang zu den Menschen zu finden. Insbesondere bei Menschen, deren verbale Ausdrucksfähigkeit gestört und deren emotionale Erlebnis- sowie Ausdrucksfähigkeit vermindert zugänglich ist.

 

Die Sporttherapie bietet Lauf- und Ausdauertraining, Kraft- und Koordinationsstraining sowie Spiele und Spielformen an. Ziel ist dabei zum einen die unmittelbare Steigerung des Wohlbefindens über eine Erhöhung der Konzentration der Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin und Dopamin im synaptischen Spalt, zum anderen sollen neben diesen neurobiologischen Anpassungserscheinungen positve Erfahrungen gemacht werden. Des Weiteren werden die Grundlagenausdauer und die körperliche Belastbarkeit der Patientinnen und Patienten gesteigert für eine bessere Bewältigung des Alltages. Auch soziale Aspekte der gemeinsamen sportlichen Aktivität können therapeutisch wirksam werden.

 

 

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