Psychiatrische Pflege

 

Im Pflegedienst der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III engagieren sich 44 Mitarbeiter in der Bereichspflege. Unser Ziel ist es, den Patientinnen und Patienten dabei zu helfen, so rasch wie möglich ihre Unabhängigkeit und ihr Wohlbefinden wiederzuerlangen.

 

Pflegephilosophie

Unter Pflege verstehen wir die Wahrung, Erhaltung und Förderung von Selbstpflegefähigkeiten der Patientinnen und Patienten unter Berücksichtigung ihrer individuellen psychischen, physischen und sozialen Bedürfnisse und Ressourcen.

 
Grundlage unserer Beziehung zum psychisch erkrankten Menschen ist eine Kommunikation und Umgehensweise, die auf Akzeptanz, Empathie und Echtheit beruht. In der täglichen Interaktion beachten wir ein angemessenes Verhältnis zwischen Nähe und therapeutischer Distanz.
 

Besonders wichtig in der täglichen Arbeit ist uns die Einbeziehung der Angehörigen in die Pflege und die Berücksichtigung des sozialen Umfeldes. So kann eine erfolgreiche  Eingliederung in den Alltag gelingen.

 

Qualitätssicherung

Die konsequente Weiterentwicklung der psychiatrischen Pflege nach neuesten Erkenntnissen der Pflegeforschung und die Systematisierung des therapeutischen Angebotes, individualisiert und basierend auf einem pflegetheoretischen Hintergrund, werden durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen gewährleistet.
 

Wir legen Wert auf eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen beteiligten Berufsgruppen, die sich durch Professionalität und gegenseitige Wertschätzung auszeichnet.
 

Zur Erhaltung der eigenen Gesundheit und Leistungsfähigkeit sind für uns Maßnahmen wie z. B. Eigenreflexion, Teambesprechungen und Supervision selbstverständlich.
 

Als Pflegedienst eines Universitätsklinikums gehört auch die Unterstützung und Mitarbeit bei Forschung und Lehre zu unseren Aufgaben.

 

 Spezielle Therapieangebote und -ziele in der Pflege

  • Gesprächsgruppen: Zielorientierte Gesprächsführung
  • Depressionsgruppen: Kognitive Neubewertung der vom Patienten geschilderten Sachverhalte und Verbesserung der Stimmungslage
  • Außenaktivitäten: Besichtigung von Ausstellungen und Museen, Besuch von Cafés, Kino, Zoo oder sportliche Unternehmungen wie Kegeln und Minigolf. Training der Orientierung, Erweckung von Interessen und Erprobung der Belastbarkeit und Förderung der sozialen Kompetenz
  • Medikamententraining: Eigenverantwortlicher Umgang mit Medikamenten und Förderung der Therapieadhärenz
  • Kognitives Training: Aktivierung der geistigen Leistungsfähigkeit, Schulung der Denkfähigkeit, Konzentration und Aufmerksamkeit mit Hilfe konkreter Aufgabenaufstellungen
  • Lichttherapie: Stimmungsaufhellung
  • Entspannungstraining: Muskelentspannung nach Jakobsen. Reduktion von Nervosität, Stress und Schlafstörungen, sowie positive Wahrnehmung von Entspannungsgefühlen

 

 

gepunktete blaue Linie 1000px breit