Projekte

Eine Companion-Technologie für kognitive technische Systeme
Psychobiologische Emotionserkennung

Ziel der psychobiologischen Emotionserkennung ist die individuelle und kontinuierliche Emotionserkennung aus psychobiologischen Daten (emotion pattern). Die Emotionen von Nutzern kognitiver technischer Systeme sollen zuverlässig klassifiziert und modelliert werden. Diese Emotionsinformation wird mit anderen Quellen des Emotionalen fusioniert und anderen Modulen des kognitiven technischen Systems verfügbar gemacht, um deren Funktionen an die emotionalen Zustände des Benutzers zu adaptieren. Weil nur wenige psychobiologische Muster universell mit Emotionen korrelieren, sollen über eine neue Kalibrierungsprozedur mit standardisierten Emotionsstimuli die psychobiologischen Emotionsmuster für den jeweiligen Benutzer individuell bestimmt werden. [mehr Informationen]

Finanzierung: DF6

 

Emotionsverarbeitung, Gesundheit und Krankheit

Es wurde eine Krankheitstheorie erarbeitet, die die Hemmung von Gefühlen als Stress im Hinblick auf Gesundheit beschreibt. Dies gilt für die alltäglichen Anstrengungen der Hemmung von Gefühlen und viel stärker für stresshafte Belastungen und psychische Traumata. Einen breiten Raum nimmt die Forschung zur Verarbeitung traumatischer Erlebnisse: Soldatische Einsätze im Ausland und Foltertraumatisierung. Im Kontext dieser Theorie emotionaler Hemmung für die Verarbeitung extremer Traumata wird das Phänomen der emotionalen Implosion untersucht.
Ein Teilbereich dieser Forschung entwickelt ein Testverfahren zur Emotionserkennung, den Feel-Test, ein PC- Verfahren mit dem die individuellen Fähigkeiten - im Sinne eines Leistungstests – zur Erkennung von emotionalem Gesichtsausdruck bestimmt werden können und ein eine Skala zur Erfassung von kognitiven Hemmungsmechanismen. Als klinische Gruppen werden Schlaganfallpatienten, chronisch Alkoholgeschädigte, Angstpatienten, Depressive, Schizophrene und Schmerzpatienten untersucht .
Untersucht werden die gesundheitlichen Auswirkungen bei Soldaten im Auslandseinsatz mit Skalen zum Alltagsstress, Burnout, Gesundheitsverhalten, Substanzmissbrauch und Beziehungsbeeinträchtigungen. [mehr Informationen]

Finanzierung: DF6

 

Migration, Integration, and Health

Forcierte Migration ist ein wesentlicher Bestandteil der jüngeren Geschichte Europas. Diese mit erheblichem Leid und Elend für die betroffenen Menschen verbundenen Phänomene haben im vergangenen Jahrhundert zu dramatischen Verschiebungen großer Populationen geführt. In dem Ausmaß, in dem diese Völkerverschiebungen mit ethnischen Zugehörigkeiten begründet wurden, sind die Mittel der Menschentransfers brutaler und rücksichtsloser geworden. Besonders betroffen waren in der jüngeren Vergangenheit die Länder entlang der Donau in Südosteuropa. Aber auch Migranten, die schon  lange in Deutschland leben, haben Problem der Integration und leiden unter gesundheitlichen Folgen.
Ein wesentliches Element dieses Projektes ist der Zusammenhang zu Traumatisierung und die Einordnung in geschichtliche, religiöse und kulturelle Zusammenhänge (hier beispielsweise Untersuchungen an Flüchtlingen aus dem früheren Jugoslawien, Tibet und Sri Lanka).
Ein Schwerpunkt der Forschung ist die Untersuchung der Entscheidungsprozesse und ihrer Determinanten bei Flüchtlingen aus dem früheren Yugoslawien im Vergleich zur kurdischen Türkei, dem Irak und Afghanistan.

Finanzierung: Baden-Württemberg Stiftung

 

Arbeit und Gesundheit

Die Frage, wie sich Universitäten, Hochschulen und  Institutionen der Anforderung stellen, Beschäftigten und Studierenden Bedingungen bereit zu stellen, um Familie und Beruf oder Studium besser in Einklang zu bekommen rückt nicht nur im Blick auf sich verschärfende Wettbewerbsbedingungen in allen Bereichen  zunehmend in den Fokus. Immer noch scheint es zusätzliche Hindernisse zu geben, die es Frauen erschweren, eine wissenschaftliche Karriere aufzunehmen oder es Männern schwer ermöglichen, ihren Beitrag zur Familienarbeit (z.B. Elternzeit) zu leisten. Heutige Studierende und Berufsanfänger erwarten Ausgangsbedingungen für Studium oder eine berufliche Karriere die eine  Work-Life-Balance nicht außer Acht lässt. Freizeit, Partnerschaft und evtl. die Gründung einer Familie sollen sich mit einem Studium optimalerweise verbinden lassen. Diese Herausforderung zu bewältigen ist Aufgabe der Universitäten und Hochschulen.
Die geplanten Studien wollen daher die relevante Aspekte, nämlich die Berufs- oder  Studienzufriedenheit, Belastungen und Gesundheit sowie die Vereinbarkeit von Studium und Familie näher untersuchen.

Finanzierung: Gleichstellungsreferat der Universität Ulm, Universitätsleitung, Medizinisches Dekanat

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Testdownloads

Emotionale Ambivalenz (AEQ-G18)

Deutsche Version des "Ambivalence over Emotional Expressiveness Questionnaire", Skalenbildung und Normen


Russell M. Deighton & Harald C. Traue (2006)
Emotionale Ambivalenz, Körperbeschwerden, Depressivität und soziale Interaktion: Untersuchungen zur deutschen Version des Ambivalence over Emotional Expressiveness Questionnaire (AEQ-G18), Zeitschrift für Gesundheitspsychologie, 14 (4), 158-170

 

Albani C, Blaser G, Völker J, Geyer M, Schmutzer G, Bailer H, Grulke N, Brähler E, Traue HC. (2007)
Ambivalence over Emotional epressiveness: psychometric evaluation of the AEQ-G18 in a representative German survey. GMS Psychosoc Med. 4: Doc10


Alltagsbelastungsfragebogen (ABF)

 


Traue, H.C. Hrabal, V. & Kosarz, P. (2000)
Der Alltagsbelastungsbogen (ABF): Zur inneren Konsistenz, Validierung und Streßdiagnostik mit dem deutschsprachigen daily stress inventory. Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin, 21/2, 15-21


Traue, Harald C., Manfred Kessler, Russell M. Deighton und Christa Eckenfels (2005)
Alltagsstress, emotionale Befindlichkeit, Hemmung und chronische Kopfschmerzen: Zeitreihenstatistische Analyse von 31 Einzelfällen. Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin, 26, 2, 213 - 239

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