Allgemeine Information zur Prostata-Laser-Therapie

 

Allgemeine Information für unsere Patienten zur Lasertherapie der Prostata


Laser Enukleation der Prostata


Die Lasertherapie der Prostata ist mittlerweile die schonendste Art und Weise bei gutartiger Prostatavergrößerung zu operieren. Die Vorteile für den Patienten liegen insbesondere im besseren postoperativen Komfort und dem niedrigeren Blutverlust bei der Durchführung. Die moderne Lasertherapie wird aus diesen Gründen die offene Operation (Adenomektomie) und sehr potentiell auch bald die konventionelle Hobelung (TUR-Prostata, TUR-P), die dann nur noch in wenigen Fällen angezeigt ist, ablösen.

Bei der Lasertherapie hat die endoskopische Ausschälungsbehandlung (Enukleation) im Vergleich zur Vaporisation (Gewebeverdampfung) den Vorteil, dass das entnommene Gewebe histologisch (feingeweblich) untersucht wird.

Auch größere Prostatadrüsen können mit diesem Verfahren ohne den früher notwendigen Bauchschnitt problemlos endoskopisch durch die Harnröhre behandelt werden.

Ansprechpartner und Experte am Urologischen Universitätsklinikum Ulm ist Prof. Dr. med. Andres Jan Schrader. 


Ablauf der Operation:

Der Laserstrahl wird über eine flexible Faser mit dem OP-Endoskop durch die Harnröhre in den Körper eingeleitet und dort unter permanenter endoskopischer Sicht, über eine Videoeinheit auf einen Monitor übertragen, kontrolliert angewendet. Das Laserlicht kann, je nach Einstellung am Gerät, Gewebe schneiden oder koagulieren ("verkochen").

Die Operation dauert zwar etwas länger als ein konventioneller Eingriff mit Bandschnitt, ist aber schonender für den Patienten. Ferner verkürzt sich der stationäre Aufenthalt von ca. 8 Tagen auf 3-4 Tage.

Dieses Verfahren ist deshalb blutarm weil jede auftretende Blutung während der Operation sofort erkannt und umgehend gestillt werden kann. Die Operation ist schonend, weil die Schicht in der das Adenom aus der Prostatakapsel gelöst wird, nicht künstlich eingeschnitten wird, sondern diese Schicht sowieso erkennbar existiert und das Gewebe quasi nur abgeschoben wird. Die Eindringtiefe des Laserlichts ins Gewebe und damit die physikalische Wirkung beträgt nur 1 mm, gerade deshalb ist damit ein besonders umgebungsschonendes Operieren möglich.

 

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