Was tun wir sonst noch?

Computer in der Zahnmedizin

Computergestützte Methoden der Konstruktion, Planung und Fertigung sind seit Jahren in der Fertigungstechnik des Maschinenbaus etabliert. Bedingt durch die Notwendigkeit der Unikatfertigung bei der Herstellung von zahnärztlichen Restaurationen steht deren Einsatz in der Zahnmedizin noch relativ am Anfang. Noch dominieren mittels konventionellen Verfahren handwerklich hergestellte Restaurationen gegenüber den CAD/CAM-gefertigten. Auf der IDS 2009 (Internationale Dental Schau in Köln) wurden, wie bereits zwei Jahre zuvor, erneut innovative Lösungen präsentiert, die erwarten lassen, dass CAD/CAM-gefertigte Restaurationen an Bedeutung gewinnen werden.

Für unsere Arbeitsgruppe bildeten Forschungsarbeiten zu CAD/CAM-Verfahren den Ausgangspunkt für vielgestaltige Applikationen von CAD/CAM-Technologien in der zahnärztlichen Forschung.

Optische und mechanische Digitalisierverfahren gestatten, zusammen mit entsprechenden Softwareprogrammen, die Analyse zahnärztlicher Werkstoffe hinsichtlich der Dimensionstreue (Biomaterialforschung). In klinischen Studien ist es sogar möglich, die Genauigkeit von Werkstoffen, wie auch deren Handhabungs-Eigenschaften zu untersuchen. Jedoch werden die klinische Forschung und die experimentelle Biomaterialforschung in der Zahnheilkunde zumeist unabhängig voneinander betrieben und zeigen nur geringe Interaktionen. Aus klinischer Sicht wäre die enge Vernetzung und Interaktion dieser Forschungsgebiete hin zu einer kontinuierlichen Entwicklungskette wünschenswert. Schwerpunkt der Arbeitsgruppe ist, dieses Zusammenspiel der Forschungsrichtungen zu initiieren und fortzuentwickeln (Simulation and Testing in Oral Medicine - SimTOM).

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Forschungsprojekte der Arbeitsgruppe in den letzten Jahren

  • Modulare Systemlösung zur Herstellung vollkeramischer, dentaler Restaurationen - ce.mosyst (Pro Inno II). Teilprojekt: Biologisches Design und Analyse von Brückengerüsten und Implantatsuprastrukturen auf natürlichen Zähnen oder Implantaten - ce.mosyst-ZAHN. Projektträger: AIF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) "Otto von Guericke" e.V.(2005-2007, Förderkennzeichen: KF 0107601 VTS)
  • Verbundprojekt: Hochleistungsfertigungsverfahren zum Urformen von hochfesten Werkstoffen am Beispiel von festsitzendem individuellem Zahnersatz (ZAHN).  Projektträger: Forschungszentrum Karlsruhe, Projektträger des BMBF für Produktion und Fertigungstechnologien (2001-2004, Förderkennzeichen: 02 PD 2171)
  • Erarbeitung einer Reverse-Engineering-CAM-Prozesskette für den Bereich der Konstruktion und Fertigung zahnärztlich-prothetischer Restaurationen. Projektträger: AIF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) "Otto von Guericke" e.V. (2001-2003, Zuwendungsbescheid AZ: VL A 2 - 40 42 40/7)
  • Simulation und Bewertung der intraoralen Digitalisierung und funktionelles Kauflächendesign - Weiterentwicklung einer Reverse Engineering-CAM-Prozesskette für festsitzende zahnärztliche Restaurationen. Projektträger: AIF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) "Otto von Guericke" e.V. (2003-2005, Zuwendungsbescheid AZ: VL A 2 - 40 42 40/7).Das Projekt wurde aus Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit über die Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) gefördert (Förderkennzeichen: 13893BR). Abschlussbericht Teil I und Teil II
  •  Statistische Auswertung einer Umfrage zur CAD/CAM-Technik unter Zahnärzten und Zahntechnikern in Deutschland. gefördert durch: Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, DGZMK, (2006)
  • Prüfung der Genauigkeit eines Abformmaterials bei unterschiedlichen Abformverfahren durch den Vergleich der Digitalisierdaten von Duplikatstümpfen eines realen Modells mit dessen CAD-Urmodell.
  • Prüfung der Genauigkeit dreier Korrekturabformmaterialien durch den Vergleich der Digitalisierdaten von Duplikatstümpfen eines realen Modells.
  • Prüfung des Zeitregimes von fast-set Polyetherabformmassen in vivo anhand der Veränderung der dreidimensionalen Dimensionstreue.
  • Klinische Prüfung des Ausfließens von light-/ultralight-body-Silikonen bei Korrekturabformung.
  • Prüfung der dreidimensionalen Dimensionstreue und optischen Digitalisierbarkeit unterschiedlicher Gipse durch den Vergleich der Digitalisierdaten von Duplikatstümpfen eines realen Modelles mit dessen CAD-Modell.
  • Vergleichende Untersuchung von intraoraler und extraoraler Digitalisierung sowie nach Modellherstellung mit CEREC 3D.
  • Vergleichende Untersuchung der dreidimensionalen, polymerisationsbedingten Größenänderungen von Prothesenzähnen.
  • Prüfung der Genauigkeit unterschiedlicher Abformmaterialien und -verfahren durch den Vergleich der Digitalisierdaten von Duplikatstümpfen eines realen Modelles mit dessen CAD-Modell.
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