Wie funktioniert CAD/CAM?

Nach der Präparation des Zahnes oder der Zähne folgt der 1. CAD/CAM-Schritt: die Digitalisierung. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Verfahren für die Datenerfassung. Angefangen von den Daten eines einzelnen Zahnes, hängt es von der geplanten Restauration ab, ob und wenn ja, welche zusätzlichen digitalen Informationen (z.B. Nachbarzähne, Gegenkiefer) erfasst werden müssen.

Bei indirekter, extraoraler Digitalisierung wird zunächst anhand einer Abformung ein Modell (meistens aus Gips) hergestellt.

Die erfassten digitalen Rohdaten müssen vor dem computergestützten Design der Restauration (CAD) bearbeitet werden (z.B. Filtern, Räumliche Zuordnung). Häufig geschehen solche Schritte automatisch und vom Anwender unbemerkt in dem jeweiligen System.

Das Computer-Design der Restauration reicht vom einfachen Inlay oder Kronengerüst mit Standard-Schichtstärke bis hin zu 14-gliedrigen Brücken (Indikationen). Welches Design sich sinnvoll in eine Restauration umsetzen lässt, ist - abgesehen von klinischen Maßgaben - vom jeweiligen System, dem implizierten Formgebungsverfahren und dem gewählten Werkstoff abhängig.

Je nach Herstellungsverfahren muss die CAD-Restauration in maschinenverständlicher Sprache (in so genannte Fräsbahnen oder CNC-Bahnen) für Duplikatstümpfe, Formen oder die Restaurationen selbst umgesetzt werden. Damit beginnt der CAM-Part - die computergestützte Fertigung.

Die notwendigen Nachbearbeitungen hängen wiederum von Werkstoff und CAD/CAM-System ab. Größere Restaurationen und Bereiche, in denen höchste Ästhetik gefordert ist, erfordern in der Regel eine keramische Verblendung.

Schließlich wird die Restauration am Patienten einprobiert, die interne und okklusale Passgenauigkeit geprüft und die Restauration mit einem geeigneten Befestigungsmaterial (Adhäsiv, konventionelle Zementierung) eingesetzt.

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