SimTom - Simulating and Testing in Oral Medicine

Klinische Studien haben die höchste Aussagekraft zur Bewertung von Therapieverfahren, erfordern allerdings auch den höchsten Ressourceneinsatz. Laboruntersuchungen, die einen geringeren Ressourceneinsatz erfordern, haben verglichen mit diesen eine erheblich geringere Aussagekraft. Wenn es gelingt ein Simulationsmodell zu verwenden, das die klinische Realität geeignet abbildet, können die bestehenden Limitationen weitgehend überwunden werden. Bislang werden klinische Forschung und experimentelle Biomaterialforschung in der Zahnheilkunde zumeist unabhängig voneinander betrieben und sind nicht miteinander vernetzt. Der SimTOM-Ansatz zielt darauf ab, geeignete Simulationsmodelle zu entwickeln in dem:

  • Klinische Prüfung – CT
  • In-vitro-Simulation (z.B. reale Simulatoren) – IVS und
  • Computersimulation (z.B. CAD und FEM) - CS


vernetzt werden.

Für die Entwicklung und Bewertung von Medizinprodukten bis hin zu Therapiekonzepten ist die enge Verzahnung dieser 3 Forschungsgebiete erforderlich. Schwerpunkt der Forschung unserer Arbeitsgruppe ist es, dieses Zusammenspiel zu initiieren und fortzuentwickeln.

Die Grundlage bilden die Vorarbeiten im Bereich der anspruchsvollen, klinisch orientierten Werkstoffkunde. Neben Kunststoffen standen bislang vor allem Hochleistungskeramiken und Abformmaterialien im Focus der Untersuchungen. Dabei wurden innovative Prüfmethoden entwickelt (z.B. dreidimensionale, nicht-zerstörende computergestützte Analyse, Einsatz moderner Digitalisier-, Computer- und CAD/FEM-Technik). Für die Umsetzung von SimTOM kommt dem Abgleich zwischen in-vitro Untersuchungen und der klinischen Realität besondere Bedeutung zu. Die Arbeitsgruppe ist eingebettet in das Department für Zahnheilkunde, Klinik für Zahnärztliche Prothetik mit 13 Zahnärztlichen/Wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen.

An den Departments für Zahnheilkunde haben sich, in Ulm, in den vergangenen Jahren drei Forschungsschwerpunkte etabliert:

  • Regeneration oraler Hartgewebe und des Zahnhalteapparates
  • Dentale Biomaterialien und Biomechanik
  • Orale Mikrobiologie/Infektionsforschung

Die Ausrichtung der Arbeitsgruppe vor dem Hintergrund dieser Schwerpunkte erfolgt auf (SimTOM-Methode):

  • Die numerische Simulation/Prüfung dentaler Werkstoffe/Restaurationen in der oralen Medizin (Oraler Belastungssimulator),
  • Implantatsuprastrukturen aus Hochleistungskeramik,
  • Innovative Verblendmaterialien für Kronen- und Brückengerüste
  • Die klinische Genauigkeit von Abformungen und
  • Vollkeramische Restaurationen auf Zähnen und Implantaten.

(c)2011 R.G.Luthardt, S.Quaas, H.Rudolph

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