Wissenswertes zur Grippeschutzimpfung
Impftermine Herbst 2010
Michelsberg: Kursraum 2 (gegenüber vom Hörsaal)
Montag, 25.10.2010 in der Zeit von 10:00 bis 13:00 Uhr
Safranberg: Hörsaal 2
Mittwoch, 20.10.2010 in der Zeit von 11:00 bis 14:00 Uhr
Oberer Eselsberg: etriebsärztliche Untersuchungsstelle, Staudinger Str. 5
Mittwoch, 27.10.2010 in der Zeit von 11:00 bis 14:00 Uhr
Es besteht weiterhin die Möglichkeit, sich im Rahmen unserer Impfsprechstunde gegen Influenza impfen zu lassen (jeweils Dienstag und Donnerstag zwischen 12.30 und 13.30 Uhr)
Was ist Influenza?

Grippe (Influenza) ist eine der häufigsten Erkrankungen der Atemwege des Menschen. Die Infektion wird durch kleinste Tröpfchenmengen ausgelöst und ist hoch ansteckend. Grippe kann beim Sprechen, Niesen oder direkten Kontakt übertragen werden. Im deutschen und englischen Sprachraum wird die Erkrankung als Influenza, im Französischen und Russischen als Grippe bezeichnet.
Influenza kann jeden treffen, auch völlig gesunde Menschen. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland pro Grippe-Saison von Dezember bis April – Tausende Menschen an Influenza. Influenza-Viren schädigen die Schleimhaut der Atemwege und mindern die Abwehrkräfte, dadurch wird der Körper für lebensgefährliche Komplikationen anfällig. Grippe darf also nicht mit einer harmlosen Erkältung oder einem grippalen Infekt verwechselt werden. Denn trotz des rapiden Fortschritts der medizinischen und pharmazeutischen Forschung fordert diese schwere Infektionskrankheit nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch heute noch jedes Jahr viele Menschenleben. Grippe ist die Infektionskrankheit an deren Folgen in Deutschland die meisten Menschen sterben.
Die Grippe-Erreger
Grippe wird durch Viren ausgelöst, die Krankheitserreger heißen Influenza-Viren. Influenza-Viren sind weltweit verbreitet und werden in die Typen A, B und C unterteilt. Diese drei Virustypen lösen unterschiedlich schwere Krankheitsbilder aus und variieren in ihrer Tendenz zur Ausbreitung:
Vor allem Influenza-A-Viren können große Grippe-Wellen verursachen, von Epidemien bis hin zu Kontinent übergreifenden Pandemien. Sie sind verantwortlich für leichte bis schwere, lebensbedrohliche Krankheitsverläufe.
Influenza-B-Viren lösen in der Regel leichte bis mittelschwere Erkrankungen aus, sie können ebenfalls zu Epidemien führen.
Die Auswirkungen einer Infektion mit Influenza-C-Viren sind meist harmlos.
Für Menschen sind daher in erster Linie Influenza-Viren vom Typ A und B gefährlich. Das Virus-Reservoir ist meistens der Mensch selbst. Aber auch Tiere, vor allem Schweine und Vögel, können von Influenza-A-Viren befallen werden. Gerade in Regionen, in denen Menschen und Tiere auf sehr engem Raum miteinander leben, können sich Influenza-Viren, die hauptsächlich Tiere befallen und solche an denen überwiegend Menschen erkranken, "vermischen" und neue Subtypen bilden.
Eine Besonderheit der Influenza-Viren ist ihre Variabilität. Das Virus wechselt sein Aussehen immer wieder, wobei sich einzelne Virusbestandteile verändern. Veränderungen der Influenza-A-Viren und in geringerem Ausmaß der Influenza-B-Viren sind die Auslöser regelmäßig wiederkehrender kleinerer und größerer Grippe-Wellen, die auf der Nordhalbkugel in Ländern mit gemäßigtem Klima in der Regel im Zeitraum zwischen Dezember und April ablaufen.
Wie schütze ich mich - die Schutzimpfung
Um den Organismus vor Grippe zu schützen, muss die Impfstoff-Zusammensetzung sich jährlich neu an den aktuell zirkulierenden Influenza-Viren orientieren. Die Grippe-Impfstoffe werden entsprechend den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation produziert und enthalten in der Regel Stämme von zwei aktuellen Influenza-A-Subtypen und einen aktuellen Influenza-B-Stamm.
Warum jedes Jahr impfen?
Da die Influenza-Viren ständig ihre äußere Gestalt, ihre Hülle verändern, schützt eine überstandene Grippe nicht vor einer erneuten Influenza-Infektion mit einem veränderten Influenza-Virus. Der Grippe-Impfstoff wird daher auch jährlich neu produziert und den aktuell auftretenden Virusvarianten angepasst. Demzufolge ist jedes Jahr eine Neu-Impfung im Herbst notwendig.
Jedes Jahr gibt die WHO Ende Februar ihre Empfehlungen hinsichtlich der Stämme ab, die in den Impfstoffen für die nächste Influenza-Saison auf der nördlichen Erdhalbkugel enthalten sein sollen – für je zwei aktuelle Influenza-A-Stämme und für einen aktuellen Influenza-B-Stamm. Die Empfehlung für die Südhalbkugel wird im September ausgesprochen. Nationale Behörden bestätigen die Stammempfehlung, bevor die Hersteller die Produktion beginnen. Nach diesen Erkenntnissen wird jedes Jahr je ein neuer Impfstoff entwickelt. Die jährliche Impfung ist die effektivste Möglichkeit des Schutzes vor einer Infektion und Erkrankung an Influenza.
Bei Hühnereiweiß-Überempfindlichkeit nicht impfen!
Nicht geimpft werden dürfen Personen mit einer bekannten Allergie gegen Inhaltsstoffe des Grippe-Impfstoffes oder einer seltenen Überempfindlichkeit gegen Hühnereiweiß. Reste von Hühnereiweiß können in den Impfstoffen enthalten sein, da die Impf-Viren in Hühnereiern gezüchtet werden. Bei bekannten Allergien lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.
Frühwarnsystem
Um einen Überblick über die Verbreitung von Influenza-Viren zu haben und gegebenenfalls schnell auf eine aufkeimende Grippe-Welle reagieren zu können, existieren auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene Überwachungsnetzwerke. In enger Abstimmung mit diesen Überwachungsnetzwerken gibt die Weltgesundheitsorganisation WHO jedes Jahr Empfehlungen für die neue Impfstoffproduktion, angepasst an die aktuell zirkulierenden Influenza-Viren. Diese Netzwerke wie z.B. die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) in Deutschland beobachten permanent die Influenza-Aktivität. Sie registrieren die Abwesenheit der Schüler vom Unterricht, das Fehlen am Arbeitsplatz, die Häufigkeit von Arztbesuchen wegen akuter Atemwegserkrankungen sowie Klinikeinweisungen und Sterbefälle. Diese Erfassung erfolgt in enger Kooperation mit etwa 700 mitarbeitenden Arztpraxen im ganzen Bundesgebiet. In Zusammenarbeit mit Landesuntersuchungsämtern, Landeshygieneinstituten, weiteren Laboren und den Nationalen Referenzzentren für Influenza in Hannover und Berlin werden die aktuell zirkulierenden Viren genau analysiert und die Ergebnisse der WHO mitgeteilt
Impfempfehlungen
Die aktuellen Impfempfehlungen der STIKO zur Grippeschutzimpfung können hier heruntergeladen werden.
Kostenübernahme
Die Grippeschutzimpfung wird für Beschäftigte des Universitätsklinikums und der Universität Ulm kostenlos angeboten.
Die Kosten für die jährliche Grippe-Schutzimpfung werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Da in den einzelnen Bundesländern jedoch unterschiedliche Impfvereinbarungen zwischen Krankenkassen und Ärztevertretungen (Kassenärztliche Vereinigungen) gelten, erkundigen Sie sich am besten direkt bei Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenkasse wie die Kostenerstattung für die Grippe-Schutzimpfung in Ihrer Region geregelt ist.






