Presse 2010

 

Presseinformation 11/2010

 

Fachbereiche müssen Zusammenarbeit intensivieren

Von: Heike Hörnisch

 

Am 12. und 13. November 2010 konnte der Krebsverband Baden-Württemberg in Ulm mehr als 300 Fachteilnehmer zur diesjährigen Arbeitstagung der Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte in Baden-Württemberg (ATO) begrüßen. Gastgeber der 29. Jahrestagung war das Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU).


„Immer mehr Menschen können immer länger mit einer Krebserkrankung leben. Immer öfter kann inzwischen eine Krebserkrankung geheilt werden oder die Erkrankung zumindest über eine lange Zeit zurückgedrängt werden. Möglich geworden ist dies durch eine Zunahme an innovativen Therapiemöglichkeiten in den letzten Jahren. Die Behandlung von Krebspatienten wird dadurch zunehmend komplexer. Dies macht eine Intensivierung der Zusammenarbeit aller medizinischen Fachbereiche ebenso wie der medizinischen Begleitberufe absolut notwendig“ fasst Professor Hartmut Döhner, Sprecher des CCCU die Zielsetzung der ATO-Tagung zusammen. „Dieser Fortschritt“, so ergänzt Professor Walter Aulitzky, Vorsitzender des Krebsverbandes, „auf den Ebenen der Interdisziplinarität, mit der intensiven Betreuung der Tumorpatienten durch viele Fachdisziplinen und deren Fachwissen kostet Geld. Wir müssen uns daher überlegen, wie wir diese Strukturen effizienter gestalten können.“
Neben der Finanzierung der Strukturen befasste sich die Tagung auch mit der Fragestellung der Finanzierbarkeit des medizinischen Fortschritts. Wie soll er finanziert werden? Wie wird der Fortschritt zielgenau eingesetzt? Wer profitiert wirklich davon? Welcher Nutzen ist ein wirklicher Nutzen und welcher Nutzen ist so klein, dass man ihn unter Umständen für verzichtbar erklärt?
Die jährliche ATO-Jahrestagung dient zur Standortbestimmung der Krebsheilkunde in Baden-Württemberg. In berufsgruppenspezifischen ebenso wie fachübergreifenden Arbeitsgruppen und Workshops bot sich die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion mit ausgewiesenen Experten eines speziellen onkologischen Fachbereiches.


Wichtige Impulse gingen in diesem Jahr von den neun Arbeitsgruppen der ATO aus. Zentrales und gruppenübergreifendes Thema war neben der zweiten Ausbauphase des Landeskrebsregisters Anfang 2011 die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) in Baden-Württemberg. Bis Ende 2008 fand ein bundesweit einmaliger Konsensprozess unter der Moderation des Sozialministeriums und Federführung des Krebsverbandes sowie der Arbeitsgemeinschaft der Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte ATO in Baden-Württemberg statt. Dank des besonderen Engagements aus der ATO und ihren Arbeitskreisen sowie der neu gegründeten Landesarbeitsgemeinschaft SAPV konnte bundesweit der erste Muster- und Rahmenvertrag zur Versorgung schwerstkranker Menschen in Baden-Württemberg ausgehandelt werden. Seit April diesen Jahres wurden acht Verträge in Baden-Württemberg unterzeichnet. Sieben dieser Initiativen haben bereits ihre Arbeit aufgenommen. Das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit in interprofessionellen Netzwerken.
Auch die Selbsthilfe nach Krebs hat ihren festen Platz beim Treffen der Arbeitsgruppen. Ihr Thema in diesem Jahr „Finanzierung und Fundraising für Selbsthilfegruppen“.

 

Diese Presseinformation wird in Zusammenarbeit mit dem Krebsverband Baden-Württemberg e.V. herausgegeben. (V.i.S.d.P. Heike Hörnisch)

 

http://neo.zik.klinik.uni-ulm.de/fileadmin/design/icons/icons_orange/dotted_orange_608.gif

 

Presseinformation 11/2010

 

Professor Hermann Heimpel für sein Lebenswerk geehrt

Von: Heike Hörnisch

 

Im Rahmen der 29. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Tumorzentren, Onkologischen Schwerpunkte und Onkologischen Arbeitskreise Baden-Württemberg (ATO) wurde am 13. November 2010 in Ulm mit Prof. Hermann Heimpel eine ganz besondere Medizinerpersönlichkeit für sein Lebenswerk geehrt. Der Krebsverband Baden-Württemberg ist stolz darauf, mit Prof. Heimpel einen Menschen auszeichnen zu dürfen, der in maßgeblicher Art und Weise die Krebsheilkunde in Baden-Württemberg mitgeprägt hat.

 

„Ergebnisse guter klinischer Studien sind verlässlich, aber meist auch ein kleines bisschen falsch“. In dieser Aussage Hermann Heimpels spiegeln sich nach Ansicht von Professor Walter Aulitzky, Vorsitzender des Krebsverbandes Baden-Württemberg eine ganze Reihe der Facetten der Persönlichkeit Hermann Heimpels: „Er ist ein durchaus kritischer und selbstkritischer Wissenschaftler der ebenso analytisch scharf wie kreativ, schmunzelnd und auch humorvoll die Dinge betrachtet.“ Eigenschaften, die ihm genauso von seinem Nachfolger an der Ulmer Medizinischen Klinik Professor Hartmut Döhner attestiert werden: „Sicher sind es neben seiner wissenschaftlichen Reputation auch seine menschlichen Qualitäten, die ihn auszeichnen.“ Nach wie vor wird der langjährige Direktor der Inneren Medizin III (1969 bis 1996) nicht nur in seiner ehemaligen Klinik hoch geschätzt und gerne gesehen. Nahezu täglich ist er in seinem Büro in der Klinik anzutreffen, sondern er ist nicht weniger über die Jahre als Ratgeber über die Ulmer Grenzen hinweg gefragt.

1969 an die noch junge Universität und medizinische Fakultät in Ulm berufen hat er von Anfang an dort die Forschung, Lehre, Krankenversorgung und akademische Selbstverwaltung wesentlich mitgeprägt. Seither hat er sich einen besonderen Ruf als Forscher, Lehrer und Arzt erworben, den eine besondere Patientenorientierung auszeichnet. „Über die Ulmer Grenzen hinweg“ hat Ministerin Dr. Monika Stolz Hermann Heimpel in ihrem Grußwort gewürdigt „war er Motor des 1983 eingerichteten Landesbeirates Onkologie, dem er zwölf Jahre angehörte. Er ist einer der Grand Seigneurs der Krebsheilkunde mit einer besonderen Bedeutung für die Strukturentwicklung in Baden-Württemberg“.


Professor Heimpel war einer der ersten, die Anfang der siebziger Jahre die Idee eines Onkologischen Arbeitskreises an der Universität Ulm mit Feuereifer verfolgten, zu einer Zeit als es europaweit erst einen ähnlichen Arbeitskreis gab. Vor 30 Jahren zählte er dann zu den Initiatoren und Mitbegründern der Arbeitsgemeinschaft der Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte (ATO) in Baden-Württemberg. Bewusst sollte die Arbeitsgemeinschaft nach seinem Willen ein fach- und später auch berufsgruppenübergreifender Zusammenschluss der inzwischen siebzehn führenden Krebszentren im Land sein und wurde damit bundesweit zu einer immer noch einmaligen Institution.

Maßgeblich war Heimpel an der Definition der ersten Qualitätskriterien für die Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte beteiligt. Die Nachsorgeleitfäden Onkologie und Krebs trugen in weiten Zügen seine Handschrift und er war einer der Vorreiter der Modellprojekte zur Häuslichen Betreuung Schwerkranker, der späteren Brückenpflege. Damit wurde er ein Wegbereiter für die ambulante palliative Versorgung auch Schwerstkranker. Als nicht müde werdender Wissenschaftler beschäftigt sich der inzwischen 80 Jährige nach wie vor mit seltenen angeborenen Blutkrankheiten. Für eine davon, die Congenitale Dyserythropoietische Anämie (CDA), hat er nach seinen Angaben, nach seiner Emeritierung das größte Register der Welt aufgebaut. Zu seinen großen Erfolgen zählen die Entdeckung eines bei der CDA veränderten Genes ebenso wie die Entwicklung der Knochenmarktransplantation in Ulm. Und er zeichnet verantwortlich für die Entwicklung Ulms zu einem erfolgreichen Schwerpunkt für experimentelle und klinische Leukämieforschung.


„Angehenden Ärzten eine fundierte medizinisch-ethische Kompetenz zu vermitteln war ein vorrangiges Ziel von Prof. Heimpel“ so Professor Hubert Schrezenmeier, Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Ulm, einer seiner Schüler und kollegialen Wegbegleiter. Nicht nur in Ulm engagierte sich Hermann Heimpel für eine Verbesserung der Medizinerausbildung, früher als Studiendekan und Dekan später im Präsidium des Fakultätenrates und Murrhardter Kreises und auch heute noch als Ratgeber. Auch heute noch hält er regelmäßig seine Vorlesung „Klinik für Vorkliniker“, stets darauf bedacht auch die „sozialen und psychosomatischen Aspekte“ von Kranksein und Krankheit anzusprechen.


Prof. Hermann Heimpel feierte in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag. Prof. Aulitzky sagte hierzu in seiner Würdigung: „Er ist eine außergewöhnliche Arztpersönlichkeit, als leidenschaftlicher Wissenschaftler, engagierter Mediziner und begeisternder aber auch fordernder Lehrer. Wir wünschen ihm noch eine ganze Reihe Jahre bei guter Gesundheit. Und uns wünsche ich, dass er uns noch lange als Ratgeber erhalten bleibt.“

 

Bildergalerie

 

 

 

Überreichung der Urkunde mit der Ehrenmitgliedschaft des Krebsverbandes Baden-Württemberg an Prof. Heimpel: (von links) Hubert Seiter, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Krebsverband Baden-Württemberg e.V., Prof. Hubert Schrezenmeier, Ärztlicher Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Ulm, Ministerin Dr. Monika Stolz, Prof. em. Dr. Hermann Heimpel, Prof. Hartmut Döhner, Ärztlicher Direktor Innere Medizin III Universitätsklinikum Ulm und Sprecher des CCCU, Prof. Walter Aulitzky, Vorsitzender des Krebsverbandes Baden-Württemberg e.V., Birgit Wohland-Braun, Leiterin der Geschäftsstelle des Krebsverbandes Baden-Württemberg e.V.

 

 

Prof. em. Dr. Hermann Heimpel: "Ergebnisse guter klinischer Studien sind verlässlich, aber meist auch ein kleines bisschen falsch."

 

 

Dr. Monika Stolz, Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg, würdigt Prof. Heimpel als "einen der Grand Seigneurs der Krebsheilkunde mit einer besonderen Bedeutung für die Strukturentwicklung in Baden-Württemberg“.

 

 

Laudator Prof. Hartmut Döhner, Ärztlicher Direktor Innere Medizin III Universitätsklinikum Ulm und Sprecher des Comprehensive Cancer Center (CCCU) über Prof. Heimpel: „Sicher sind es neben seiner wissenschaftlichen Reputation auch seine menschlichen Qualitäten, die ihn auszeichnen.“

 

 

Prof. Hubert Schrezenmeier, Ärztlicher Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Ulm und ehemaliger Schüler Prof. Heimpels, betonte in seiner Laudatio, dass es ein vorrangiges Ziel von Prof. Heimpel war "angehenden Ärzten eine fundierte medizinisch-ethische Kompetenz zu vermitteln."

 

 

Laudator Prof. Walter Aulitzky, Vorsitzender des Krebsverbandes Baden-Württemberg e.V., schätzt Prof. Heimpel als "kritischen und selbstkritischen Wissenschaftler, der ebenso analytisch scharf wie kreativ, schmunzelnd und auch humorvoll die Dinge betrachtet".

 

Diese Presseinformation wird in Zusammenarbeit mit dem Krebsverband Baden-Württemberg e.V. herausgegeben. (V.i.S.d.P. Heike Hörnisch)

 

http://neo.zik.klinik.uni-ulm.de/fileadmin/design/icons/icons_orange/dotted_orange_608.gif

 

Presseinformation 11/2010

 

Onkologische Versorgung in interprofessionellen Netzwerken

 

29. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Tumorzentren, Onkologischen Schwerpunkte und Onkologischen Arbeitskreise Baden-Württemberg (ATO) am 12. und 13. November 2010 in Ulm auf Einladung des Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU) und des Krebsverbandes Baden-Württemberg

 

Über 250 Experten aller in der Krebsheilkunde tätigen Berufsgruppen des Landes treffen sich am 12. und 13. November in Ulm zur ATO-Jahrestagung. Die Tagung dient zur Standortbestimmung der Krebsheilkunde in Baden-Württemberg. Über inzwischen drei Jahrzehnte hat sich die ATO-Tagung zur zentralen Veranstaltung in der Onkologie in Baden-Württemberg entwickelt. Neben den namhaften Onkologen des Landes sind Ärzte aus Kliniken, Rehabilitationskliniken und Praxen ebenso wie Pflegekräfte, Psychologen, Sozialarbeiter und nicht zuletzt Patientenvertreter der Selbsthilfegruppen nach Krebs beteiligt.


Am Samstag werden auf Einladung des Krebsverbandes Baden- Württemberg und des Comprehensive Cancer Center Ulm hochrangige Vertreter der Verbände, Kassen und der Industrie derzeitige und zukünftige Struktur- und Finanzierungsmodelle vorstellen und diskutieren. Wie die praktische Umsetzung interprofessioneller Versorgung aussehen kann wird am Beispiel des Freiburger und Ulmer Weges zur Etablierung der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) aufgezeigt. „Die Behandlung von onkologischen Patienten wird zunehmend komplexer und die Anforderungen steigen für alle Beteiligten und Behandlungsgruppen, so dass die Zusammenarbeit in interprofessionellen Netzwerken weiter an Bedeutung gewinnen wird“, betont Prof. Dr. Hartmut Döhner, Sprecher des Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU).
Einen besonderen Stellenwert wird am Samstag die Ehrung des Lebenswerkes von
Prof. em. Dr. Hermann Heimpel einnehmen. Professor Heimpel hat die ATO und den Landesbeirat Onkologie Baden-Württemberg der Landesregierung über viele Jahre mitgeprägt und damit einen herausragenden Beitrag zur Verbesserung der strukturellen Versorgung von Tumorpatienten in Baden-Württemberg geleistet.


Bereits am Freitagnachmittag treffen sich die Mitglieder der einzelnen ATO-Arbeitsgruppen. „Finanzierung und Fundraising für Selbsthilfegruppen“ ist das Schwerpunktthema des Workshop „Selbsthilfe im Dialog“, der seit vielen Jahren fester Bestandteil der Tagung ist.


Im Ländervergleich nimmt Baden-Württemberg eine herausragende Stellung in der Versorgung von Krebskranken ein. Mit vier Onkologischen Spitzenzentren an den Universitätsstandorten und flächendeckend dreizehn Onkologischen Schwerpunkt-krankenhäusern sowie weiteren derzeit einhundert Organzentren, können etwa 60% aller Krebspatienten flächendeckend in Baden-Württemberg in zertifizierten Zentren behandelt werden.

 

Diese Presseinformation wird in Zusammenarbeit mit dem Krebsverband Baden-Württemberg e.V. herausgegeben. (V.i.S.d.P. Heike Hörnisch)

 

http://neo.zik.klinik.uni-ulm.de/fileadmin/design/icons/icons_orange/dotted_orange_608.gif

 

Presseinformation 10/2010

 

Spende für SoKi und Palliativstation

Von: Jörg Portius

 

„Wir sind froh, dass sie uns entdeckt haben“, sagte Dr. Regine Mayer-Steinacker, Oberärztin in der Klinik für Innere Medizin III, anlässlich der Scheckübergabe von Schülerinnen und Schülern des Helfenstein-Gymnasiums aus Geislingen, die nun bereits schon zum zweiten Mal die Erlöse ihres alljährlichen Schulfestes für Projekte der Ulmer Universitätsmedizin spenden. In diesem Jahr brachten die Besucher der Jahrgangsstufe 12 einen Scheck über stolze 1000 Euro mit. „Obwohl das Wetter am Tag unseres Schulfestes gar nicht so toll war“, wie die jungen Gäste am Rande der feierlichen Scheckübergabe bemerkten.

Auch dieses Mal kommt das Geld wieder ganz konkreten Projekten zugute, von denen die krebskranken Patientinnen und Patienten auf dem Oberen Eselsberg unmittelbar profitieren: Eine Hälfte des Geldes fließt in den Sonderfond (SoKi) für Kinder krebskranker Eltern. Im Mittelpunkt dieses vom Integrativen Tumorzentrum (CCCU) und dem Sozialen Beratungsdienst des Universitätsklinikums Ulm gemeinsam initiierten Projekts steht die finanzielle Hilfe für Kinder unter 18 Jahren, in deren Familien es zu finanziellen Engpässen zum Beispiel aufgrund des Verdienstausfalls eines erkrankten Elterteils gekommen ist. „Das kann soweit gehen, dass buchstäblich kein Brot mehr im Haus ist“, verdeutlichte Dr. Mayer-Steinacker die mögliche Dramatik einer solchen Situation.

Der andere Teil der Spende unterstützt die Maltherapie, die insbesondere auf der Palliativstation eine wichtige Rolle spielt. Dipl.-Kunsttherapeutin Brigitte Hirlinger zeigte den Schülerinnen und Schülern beeindruckende Beispiele, die Krebspatienten mit Tusche oder Zeichenstift auf Leinwand gebannt haben. Die Bilder erzählen auch etwas von den seelischen Höhen und Tiefen schwerstkranker Menschen.
„Wir konnten heute sehen, dass unsere Spende gut angelegt wird. Krebs ist eine schlimme Erkrankung, die jeden treffen kann, deshalb helfen wir vom Helfenstein-Gymnasium sehr gerne“, sagte der 17-jährige Schüler Maximilian Laturnus. Er ergänzte: „Wir werden nachfolgenden Klassenstufen das weitere Engagement für die Ulmer Universitätsmedizin sehr ans Herz legen.“

 

 

http://neo.zik.klinik.uni-ulm.de/fileadmin/design/icons/icons_orange/dotted_orange_608.gif

 

Presseinformation 08/2010

 

Neues Prostatakarzinomzentrum mit Bestnote zertifiziert

Von: Jörg Portius

 

Nun ist es offiziell: Das Interdisziplinäre Prostatakarzinomzentrum Ulm (IPZU) hat jetzt den langen Weg zur Zertifizierung erfolgreich gemeistert. „Die gründliche fachliche Vorbereitung und das große Engagement aller Beteiligten werden sich für unsere Patienten auszahlen“, freut sich Prof. Dr. Mark Schrader, Ärztlicher Direktor der Klinik für Urologie.

Die große Besonderheit an der nun auch offiziellen Bestätigung der hohen medizinischen Qualitätsstandards, die von der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. gefordert werden: Gemeinsam mit der Klinik wurden 15 niedergelassene urologische Facharztpraxen aus Ulm, Neu-Ulm und dem Umland ebenfalls zertifiziert!

 

Fächerübergreifende Betreuung durch Teams ausgewiesener Experten

„Für die Patienten der Region bedeutet dies, dass sie fächerübergreifend von einem Team ausgewiesener Experten verschiedener Disziplinen betreut werden. Das Interdisziplinäre Prostatakarzinomzentrum Ulm und seine kooperierenden Partner haben den Anspruch, Menschen mit Prostatakrebs, deren Angehörige und anderen Ratsuchenden die bestmögliche Hilfe und ggf. Behandlung zukommen zu lassen. Mit unserem Kompetenzzentrum bieten wir somit die Möglichkeit einer optimalen, individuell ausgerichteten Therapiegestaltung“, verspricht Prof. Schrader, der als ausgewiesener Spezialist für minimalinvasive Chirurgie und Uroonkologie mit weitgefächerter Erfahrung in der Bandbreite des gesamten Faches gilt. Erst vor wenigen Monaten übernahm Prof. Schrader, der zuvor als stellvertretender Klinikdirektor der Urologischen Klinik und Hochschulambulanz der Charité – Universitätsmedizin Berlin tätig war, das Amt von seinem Vorgänger Prof. Dr. Dr. h.c. Hautmann, der in den Ruhestand gegangen ist.

 

Unter Leitung der Urologischen Klinik sowie der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Thomas Wiegel) wird das Interdisziplinäre Prostatakarzinomzentrum fächerübergreifend und in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Urologen geführt. „Diese Verzahnung des ambulanten Bereichs mit einer stationären Versorgung ist ein ganz entscheidender Baustein des Versorgungskonzepts“, sagen Prof. Schrader und Prof. Wiegel übereinstimmend und ergänzen: „Die persönliche Beratung anhand der gemeinsam erarbeiteten Therapieempfehlung schafft ein hohes Maß an Sicherheit für den Patienten und lässt eine selbstbestimmte Therapieentscheidung in enger Absprache mit niedergelassenem Urologen und den Behandlungspartnern im Prostatakarzinomzentrum zu.“

 

Gemeinsam Therapiestrategien festlegen

Das nun zertifizierte IPZU ist am Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU) angesiedelt, dem Integrativen Tumorzentrum des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät. „Hier finden auch die von der Urologie organisierten Tumorboards statt“, erläutert Dr. Florian Jentzmik, Oberarzt an der Klinik für Urologie und verantwortlicher Zentrumskoordinator. Unter Tumorboards sind interdisziplinär besetzte Konferenzen von Medizinern zu verstehen, die für jeden einzelnen vorgestellten Patienten therapeutische Vorgehensweisen diskutieren und gemeinsam Therapiestrategien festlegen. „Diese Systematik entspricht den geforderten Zertifizierungsrichtlinien“, unterstreicht Dr. Jentzmik und weist auf eine Sprechstunde zur Patientenberatung hin, die immer freitags von 13 bis 15 Uhr angeboten wird: „Die Anmeldung von Patienten mit einem bereits histologisch gesicherten Prostatakarzinom kann durch niedergelassene Kollegen, also Urologen oder Hausärzte, erfolgen. Wir koordinieren diese Beratung über unsere Servicezentrale im Klinikum, die unter der Rufnummer 0731 500-58333 zu erreichen ist.“

 

Das Foto zeigt (v. l.) Dr. Florian Jentzmik, Prof. Dr. Mark Schrader und Prof. Dr. Thomas Wiegel.

 

http://neo.zik.klinik.uni-ulm.de/fileadmin/design/icons/icons_orange/dotted_orange_608.gif

 

Presseinformation 07/2010

 

Palliativstation hat nun einen Wintergarten

Von: Jörg Portius

 

Seit gut einem Jahr versorgt ein Team von speziell ausgebildeten Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten auf der Palliativstation des Universitätsklinikums Ulm Patienten, deren Krebserkrankungen nicht mehr heilbar sind. Die Ausgestaltung der Station wurde jetzt mit dem Bau eines Wintergartens, der als Patientenaufenthaltsraum genutzt wird, abgeschlossen. Um die Versorgung dieser Patienten in der Region zu verbessern, soll mit Unterstützung des CCCU und finanziellen Mitteln der Deutschen Krebshilfe außerdem ein Netzwerk zur besseren ambulanten Betreuung entstehen.

 

Großzügige Spende

Palliativstation und Wintergarten befinden sich in einem abgeschirmten Bereich der Klinik für Innere Medizin III. Bau und Ausgestaltung des Wintergartens wurden durch eine großzügige Spende des ehemaligen Ärztlichen Direktors der Klinik für Innere Medizin III, Prof. emer. Dr. Hermann Heimpel, ermöglicht.

 

Positive Bilanz

Die Palliativstation hilft Patienten in einer oft monate- oder jahrelangen Lebensphase einer nicht heilbaren Krebserkrankung und kümmert sich somit im Gegensatz zum Hospiz nicht in erster Linie um die Pflege von Menschen kurz vor ihrem Tod. Patienten der Palliativstation sollen möglichst viel Zeit mit hoher Lebensqualität zu Hause und gemeinsam mit ihren Angehörigen verbringen können. „Unsere Erfahrungen im ersten Jahr sind sehr positiv“, bilanziert Oberärztin Dr. Regine Mayer-Steinacker, ärztliche Leiterin der Station. „Wir ermöglichen vielen Menschen, dass sie ihren letzten Lebensabschnitt in Würde erleben können, indem wir die medizinischen, aber auch die organisatorischen Voraussetzungen dafür geschaffen haben. Damit erfüllen wir eine wichtige Aufgabe, die wir in Zukunft durch die geplante Vernetzung noch umfassender wahrnehmen möchten“, so Dr. Mayer-Steinacker.

 

Teil eines Netzwerks

Die Palliativstation des Universitätsklinikums Ulm ist Teil eines Netzwerks, in dem niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, die Brückenpflege, ambulante Pflegeeinrichtungen, soziale und kirchliche Dienste, der Hospizdienst und weiteren Strukturen integriert sind. Zudem soll zukünftig die so genannte Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) zu einer weiteren Verbesserung der Versorgung dieser Patienten führen. „Ziel der SAPV ist, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen zu erhalten, zu fördern und zu verbessern und ihnen so ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod zu ermöglichen“, sagt Prof. Dr. Hartmut Döhner, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin III und Sprecher des Integrativen Tumorzentrums CCCU. „Wir freuen uns, dass wir mit Mitteln der Deutschen Krebshilfe den Aufbau des SAPV-Netzwerks, das in Form eines Vereins arbeitet, unterstützen können, allerdings stehen jetzt auch die Krankenkassen in der Pflicht“ so Döhner abschließend.

 

Das Bild zeigt v.l.n.r.: Stationsleiter Michael Kendel, Oberärztin Dr. Regine Mayer-Steinacker und Prof. Dr. Hartmut Döhner, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin III.

 

http://neo.zik.klinik.uni-ulm.de/fileadmin/design/icons/icons_orange/dotted_orange_608.gif

 

Presseinformation 07/2010

 

 

Hauttumorzentrum Ulm erhält Gütesiegel

Von: Jörg Portius

 

140.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr neu an Hautkrebs, die Zahlen steigen seit Jahren an. Hautkrebs steht damit an der Spitze der Krebserkrankungen, der Bedarf an kompetenter medizinischer Versorgung ist daher hoch. Hauttumoren leitliniengerecht, fächerübergreifend nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu behandeln ist Ziel des im Herbst 2009 gegründeten Ulmer Hauttumorzentrums, das jetzt als Gütesiegel nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft und DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert wurde.

 

Interdisziplinarität gehört zum Konzept

Das Gütesiegel, das bisher nur 22 Hauttumorzentren in Deutschland erhalten haben, gewährleistet für Hautkrebspatienten eine leitliniengerechte Therapie in durchdachten Strukturen. „Unsere dermatoonkologischen Oberärzte Frau Priv. Doz. Dr. med. Margit Huber und Herr Priv.-Doz. Dr. med. Lars Alexander Schneider haben spezielle Zusatzausbildungen und langjährige Erfahrung in der chirurgischen und medikamentösen Hauttumorbehandlung, speziell geschulte Onkologiepflegekräfte kennen die Bedürfnisse von Hautkrebspatienten“, erläutert Prof. Dr. Karin Scharffetter-Kochanek, Ärztliche Leiterin des Hauttumorzentrums und Direktorin der Klinik für Dermatologie und Allergologie. „Unter dem Dach des Integrativen Tumorzentrums, des Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU), arbeiten wir eng mit anderen Fächern wie z. B. der Chirurgie, der Inneren Medizin oder der Strahlentherapie zusammen, was bei Metastasenbildungen, der Tumorentfernung und der Nachsorge ein großer Vorteil für die Patienten ist. Jede fortgeschrittene Erkrankung wird in Tumorboards gemeinsam von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen besprochen, um die beste Therapie für den Patienten zu finden“, so Professor Scharffetter-Kochanek.

 

Diagnostik ist entscheidend

Entscheidend ist bei Hauttumoren u. a. eine ausgefeilte Diagnostik, die im Hauttumorzentrum z. B. durch die hoch feingewebliche Untersuchung von Gewebeproben in der Dermatologie, eine ausführliche computergestützte Fotodokumentation sowie eine detaillierte Ausbreitungsdiagnostik – letztere in Zusammenarbeit mit der Radiologie, der Nuklearmedizin und weiteren Spezialdisziplinen –gewährleistet werden. Für alle Patienten, bei denen innovative neue Therapieformen in Frage kommen, bietet das Zentrum die Behandlung innerhalb von klinischen Studien an. „Für Patienten mit schwarzem Hautkrebs im Stadium der Lymphknotenabsiedlung bieten wir zum Beispiel die Teilnahme an einer multizentrischen Studie an, in der eine Tumorimpfung durchgeführt wird. Patienten mit einem Hautlymphom bieten wir neben der Standardtherapie zum Beispiel auch die Möglichkeit, unter kontrollierten Bedingungen eine neuartige Behandlung mit dem Retinoid Bexarotene zu erhalten“, erklärt Professor Scharffetter-Kochanek, die den Bereich der klinischen Studien am Zentrum ausweiten will.

 

Ausgefeiltes Qualitätsmanagement

Um Patienten Behandlung und Nachsorge aus einem Guss anbieten zu können, arbeitet das Hauttumorzentrum eng mit niedergelassenen Ärzten zusammen und kümmert sich in Zusammenarbeit mit dem Sozialen Beratungsdienst, der Brückenpflege und dem psychosomatischen Konsildienst des Klinikums um die sozialen und psychologischen Belange der Krebspatienten. In Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen für Ärzte und Patienten vermitteln die Spezialisten des Hauttumorzentrums ihre Kenntnisse weiter. Das Qualitätsmanagement steuert all diese Prozesse. Frau Dr. medic. Julia Ferencz, die Qualitätsmanagementbeauftragte des Hauttumorzentrums Ulm, überwacht sie. „Unser Klinikteam freut sich sehr, dass wir durch und für unsere Arbeit das Gütesiegel der Fachgesellschaft erhalten haben. Durch die demographische Entwicklung und ein sonneorientiertes Freizeitverhalten nehmen Hautkrebserkrankungen weiter zu, wir müssen die Vorbeugung und die Behandlung weiter verbessern“, so die Ärztliche Leiterin des Zentrums.

 

Das Foto zeigt (v. l.)  Dr. medic. Julia Ferencz,  PD  Dr. med. Lars Alexander Schneider, PD Dr. med. Margit Huber und Prof. Dr. Karin Scharffetter-Kochanek,  Ärztliche Leiterin des Hauttumorzentrums und Ärztliche Direktorin der Klinik für Dermatologie und Allergologie.

 

http://neo.zik.klinik.uni-ulm.de/fileadmin/design/icons/icons_orange/dotted_orange_608.gif

 

Presseinformation 02/2010

 

Neuer Weiterbildungsstudiengang "Advanced Oncology" ab Wintersemester 2010

Von: Jörg Portius

 

„Advanced Oncology“, so heißt der neu eingerichtete Weiterbildungsstudiengang der Universität Ulm in englischer Sprache, der Postgraduierten mit Beginn des Wintersemesters 2010 erstmals ermöglicht, zeitlich und örtlich flexibel nicht nur ihre onkologischen Kompetenzen auf höchstem akademischem Niveau zu erweitern.

 

Die Fachwelt lernt gemeinsam

Was haben die Radiologin eines Krankenhauses in Bulgarien, der Biologe eines norwegischen Pharmaunternehmens, der Chirurg einer Klinik in Norddeutschland und der Biochemiker eines renommierten Instituts aus dem Mittleren Westen der Vereinigten Staaten gemeinsam? Alle vier haben in ihrem jeweiligen Berufsfeld mit onkologischen Erkrankungen zu tun – und alle vier haben die Erfahrung gemacht, dass es weltweit bislang kein berufsbegleitendes und umfassendes Programm für eine umfassende onkologische Weiterbildung gibt, das insbesondere ein flexibles Zeitmanagement ermöglicht. Wichtige Zusatzqualifikationen, gespeist aus den Erkenntnissen moderner Therapien, innovativer Forschungsansätze, neuester diagnostischer Verfahren aber auch des strategischen Managements, konnten bislang von Ärzten und Wissenschaftlern nur äußerst mühsam aus einem wahren Dickicht einzelner onkologischer Weiterbildungsangeboten herausgefiltert werden. Das soll sich mit Beginn des Wintersemesters 2010 ändern – und die Universität Ulm möchte Vorreiter sein!

 

Neue Maßstäbe setzen

„Die Kompaktheit der Ausbildung ist in der Tat einzigartig. Wir setzen in Ulm mit diesem MasterOnline Studiengang auch international neue Maßstäbe“, bekräftigt die Onkologin Dr. Manuela Bergmann, Medical Director des neuen Studienangebots. Der Studiengang wurde vom International Center for Advanced Studies in Health Sciences and Services (ICAS) der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm und dem Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU), dem Tumorzentrum des Ulmer Universitätsklinikums, entwickelt. Zahlreiche Kooperationen mit international anerkannten Fachgesellschaften und Experten trugen darüber hinaus zur Qualitätssicherung bei. Am Ende steht ein Gesamtpaket, das durch das Programm „Master Online“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert wird. 

„Der Studiengang befähigt, leitende Funktionen in Tumorzentren, wissenschaftlichen Institutionen, Einrichtungen des Gesundheitswesen oder der onkologischen bzw. pharmazeutischen Forschung auszuüben“, präzisiert Dr. Bergmann. 

 

Schub für die Karriere

Doch wie ist dieser „Schub für die Karriere“ organisiert? „Advanced Oncology“ basiert auf der Verknüpfung von Präsenzveranstaltungen und virtuellem Lernen mittels neuer Informations- und Kommunikationsmedien. „Innerhalb eines Moduls kann der Studierende den Bearbeitungszeitpunkt eines Themas frei wählen. Die verschiedenen Schwerpunkte, zum Beispiel Klinische Forschung, Interdisziplinäre Onkologie oder Management und Betriebswirtschaft, werden durch verschiedene Lehrmethoden dargestellt, wobei die Wahl dieser Methoden dem Studierenden letztlich frei gestellt ist“, erläutert die Medizinerin und ergänzt: „Der Studiengang umfasst vier Semester und führt zum Erwerb des Titels Master of Science. Unsere Studierenden können die Inhalte in zwei oder vier Jahren absolvieren, damit tragen wir nicht zuletzt sehr unterschiedlichen beruflichen und familiären Situationen Rechnung, die nie im Widerspruch zu wissenschaftlicher Weiterbildung stehen sollten.“ 

 

Die Einschreibefrist für das neue Lehrangebot endet am 15. Mai dieses Jahres. Im Internet erhalten Interessierte unter www.masteroncology.de oder www.icas.uni-ulm.de weitere Informationen.

Eine telefonische Kontaktaufnahme ist unter der Rufnummer +49 (0)731 500-69404 möglich.

 

Weitere Informationen

Federführend für den Studiengang „Advanced Oncology“ ist Medical Director Dr. med. Manuela Bergmann. Die 37-Jährige studierte an der LMU München Medizin. Ihr Praktisches Jahr absolvierte Sie an der Poliklinik S. Orsola, Universität Bologna. Ihre berufliche Laufbahn begann sie am Klinikum der Universität München, Medizinische Klinik und Poliklinik III. Im Jahre 2001 Promotion und seit 2006 Fachärztin für Innere Medizin mit der Schwerpunktbezeichnung Hämatologie/Internistische Onkologie. Zahlreiche Zusatzqualifikationen (u. a. München-Havard-Alliance: Hochschullehrer-Training – Problem-orientiertes Lernen, Mitglied der Studienleitgruppe der Deutschen CLL Studiengruppe), die eine gute Verbindung von ärztlicher, wissenschaftlicher und lehrender Tätigkeit schaffen.

 

http://neo.zik.klinik.uni-ulm.de/fileadmin/design/icons/icons_orange/dotted_orange_608.gif

 

Presseinformation 01/2010

 

Neuer Wegweiser für krebkranke Patienten und ihre Angehörigen

Von: Jörg Portius

 

Menschen, die von einer Krebserkrankung betroffen sind, brauchen nicht nur medizinische Behandlung, sondern Beratung und Unterstützung in ihrer Lebenssituation. Häufig benötigen auch ihre Familien und Angehörigen, die ihrerseits unter starker Anspannung stehen, Hilfestellungen. Entsprechend vielfältig gestaltet sich daher das Angebot professioneller Ansprechpartner und Selbsthilfegruppen.“ Soweit die einleitenden Sätze zur Neuauflage eines Wegweisers, der gut strukturiert und ausführlich Beratungsangebote für krebskranke Patienten und ihre Angehörigen darstellt.

 

Ansprechpartner finden

„Unsere neu gestaltete Broschüre soll ermutigen und helfen, sich einen Überblick zu verschaffen und geeignete Ansprechpartner sowohl an unserem Klinikum als auch in der Nähe des Wohnortes zu finden“, erläutert Dr. Anne D. Rose von der Klinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Die engagierte Medizinerin ist Oberärztin der Konsil- und Liaisonpsychosomatik, ein Fachbereich, der sich mit den psychosozialen Folgen körperlicher Erkrankungen und Behandlungsmaßnahmen im Rahmen von „Hightech-Medizin“ auseinandersetzt und geradezu prädestiniert ist für Kooperationen.

 

"Psychosozialer Runder Tisch Ulm"

Aus diesem Selbstverständnis heraus rief Dr. Rose maßgeblich den „Psychosozialen Runden Tisch Ulm“ ins Leben, der in Form einer interdisziplinären Arbeitsgruppe und u. a. mit  Unterstützung des Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU) den topaktuellen Wegweiser entwickelte. Patienten und Angehörige finden  Informationen zur „Brückenpflege“, dem „Sozialen Beratungsdienst“ und der „Seelsorge“ am Universitätsklinikum, aber auch zum „Hospiz Ulm e.V.“ und dem „Selbsthilfebüro Korn e.V.“. Aus medizinischer Sicht gibt die „Psycho-Onkologie“ wichtige Hinweise und beantworten Mediziner aus der Klinik für Innere Medizin III drängende Fragen. Den Schlussteil bilden relevante Internetadressen.
„Hilfen anzunehmen ist keine Schwäche“, macht Christa Ranz-Hirt von der „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ Patienten und ihren Angehörigen abschließend Mut.

 

 

 

Pfeil nach oben Nach oben

Suche

gepunktete hellblaue Linie 176px breit
gepunktete blaue Linie 1000px breit