Kopf-Hals-Tumoren

Die Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ist über ihren ärztlichen Direktoren, Herrn Professor Dr. med. G. Rettinger, Mitglieder des CCCU und bringt aktiv Patienten in das CCCU ein. Sie steht niedergelassenen Kollegen mit ihrer spezifischen Fachexpertise in Diagnostik und Therapie im Rahmen des CCCU bei komplizierten Fällen zur Verfügung. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um fortgeschrittene Tumoren aus der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde.

Termin und Ort:

Wöchentlich, montags 14.15 Uhr, HNO Universitätsklinik Ulm, Klinischer Konferenzraum, Frauensteige 12, 89075 Ulm 

 

 

Ansprechpartner für HNO:

OA Dr. med. Ch. Bermüller
Ärztlicher Referent des CCCU
und Oberarzt der Klinik für HNO-Heilkunde Ulm (Kopf- und Halstumoren)


Weitere Informationen HNO Tumoren:

HNO Tumoren oder auch Kopf- und Hals Tumoren stehen weltweit in der Häufigkeit der Krebserkrankungen an sechster Stelle und machen etwa 6% aller bösartigen Neubildungen aus (Hauttumoren ausgenommen). Wegen ihrer Häufigkeit stehen hier die bösartigen Erkrankungen der oberen Luft- und Speisewege also Tumoren des Rachens, des Kehlkopfes, der Lippe und der Mundhöhle im Vordergrund. Wenn auch in ihrem Auftreten seltener so haben auch die Tumoren der Speicheldrüsen und der Nasennebenhöhlen einen ebenso großen Stellenwert in diese Gruppe. Die Behandlung erfolgt meist in Kombination aus chirurgischen und/oder strahlentherapeutischen Maßnahmen. Aber auch Chemotherapien werden je nach Tumorstadium als Kombinations- oder Einzeltherapie durchgeführt. Die operative Therapie der Kopf und Hals Tumoren wird mit modernen Verfahren im entsprechend ausgestatteten OP-Trakt durchgeführt. Hierbei sind Mikrochirurgie zur Tumorresektion aber auch zur Defektdeckung (mikrovaskulärer Gewebetransfer bei freien und gestielten Lappen) und die Anwendung von Lasertechnik und intraoperative Navigation fest etablierter Standard. Behandelt wird das gesamte Spektrum von Tumoren des Gesichts, der Kopf-/Halsregion und der Schädelbasis wobei eine enge Kooperation mit den Kollegen angrenzender Fachgebiete besteht. Nach entsprechender chirurgischer Behandlung steht für die Patienten eine der Klinik zugehörige Intensivstation zur Verfügung. So können zentral alle intensivmedizinischen und HNO-ärztlichen Belange direkt angegangen werden ohne die Notwendigkeit einer zusätzlichen Verlegung.    Schon seit mehr als 10 Jahren werden alle Fälle von Kopf und Hals Tumoren in der HNO-Klinik interdisziplinär, d.h. gemeinsam mit einem Strahlentherapeuten diskutiert und mit dem Patienten das weitere Vorgehen besprochen. Die medikamentöse Tumortherapie wird ebenfalls seit dieser Zeit in der HNO-Klinik indiziert und durchgeführt.  Es werden Befunde demonstriert und das weitere Vorgehen mit den anwesenden Patienten und seinen Angehörigen besprochen. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass der Patient die auf seine Person zugeschnittene, interdisziplinär optimierte Therapieempfehlung erhält. Im Rahmen der Gründung des CCCU wurde die Gruppe der stets anwesenden

Fachkollegen um einen Radiologen erweitert. Alle übrigen Fachdisziplinen entsenden ihre Vertreter nach Bedarf für die zu der Konferenz angemeldeten Patienten.
Das Tumorboard für Kopf und Hals Tumoren innerhalb des gemeinsamen Tumorboards der HNO- und der Hautklinik findet wöchentlich montags von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr statt. Es werden sowohl frühe Tumorstadien als auch fortgeschrittene Tumorstadien entsprechend diskutiert. Insbesondere Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren und auch in Palliativsituation können von der erweitert interdisziplinären Konferenz profitieren da hier eine entsprechende Anbindung an die Klinik erfolgt und auch eine heimatnahe Betreuung organisiert werden kann.

Tumorentitäten und Auswahl der Patienten HNO-Board:

Im Tumorboard (HNO) montags 14:30 Uhr werden interdisziplinär alle Patienten vorgestellt (Erstdiagnose/Progression). Im Rahmen der Besprechung sind die Patienten anwesend. Es wird die Empfehlung zur Behandlung erklärt und nach Möglichkeit gleich im Anschluss an die Besprechung ein entsprechender Therapieplan mit dem Patienten erstellt und Termine vereinbart, damit möglichst wenig Zeit bis zum Beginn der Behandlung verstreicht. Zusätzlich ergibt sich hier die Möglichkeit noch verbliebene Fragen und Unsicherheiten zu klären.
Bei Bedarf erfolgt auch am selben Tag die stationäre Aufnahme zur Einleitung einer entsprechenden kurativen oder auch palliativen Therapie.

Teilnehmer:

Regelmäßig und obligat vertreten sind neben Fachärzten der Hals-Nasen-Ohrenklinik, Fachärzte der Strahlentherapie sowie der Radiologie. Fachärzte weiterer Disziplinen werden bei Bedarf eingeladen. Externe Kolleginnen und Kollegen sind ebenfalls herzlich eingeladen, eigene Patienten vorzustellen.


Patientenanmeldung/Kontakt:

Die Anmeldung zur Vorstellung eines Patienten kann elektronisch über die Intranetseiten des CCCU (ULTIMA, SAP-Zugang erforderlich) oder auch telefonisch oder per Fax über das CCCU Sekretariat erfolgen.
Ansprechpartner: Frau Kempfle, Frau Pöhler
Tel.:0731 500 56056, Fax: 0731 500 56055, e-mail: sekr.cccu[at]uniklink-ulm.de

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